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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-07-23 · Heft 30 (23.7.1842) · p. Seite 443

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 30 (23.7.1842)
Date
1842-07-23
Page
Seite 443 (sequence 7)
Language
German
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443 in jeder Beziehung verdienstvollen Vereins, spendete vor Kurzem, ein von jeher hochgeachtetes und würdiges Mitglied der Gemeinde H. Samuel Oppenheimer juu. 2000 F. C. M. als Stammkapital, wodurch diesem nützlichen Institute eine sichere Stütze seines Gedeihens zu Theil wird. Nebstdem spendet dieser edle Menschenfreund auch dem bestehenden Vereine zur Erziehung und Versorgung elternloser Kinder 50 F. C. M. mit dem Versprechen, diesem Vereine eine monatliche Unterstützung von 5 F. C.M. mit dem Versprechen, diesem Vereine eine monatliche Unterstützung von 5 F. C. M. angedeihen zu lassen. Preßburger Zeitung. M i s k o l z, 30. Juni. (Privatmitth.) Diese -Woche ist von der hiesigen Gemeinde, einer der bedeutendsten Oberungarn's, ohne allen Pomp und geräuschvollen Aufwand der Grundstein zu einem schönen Schulgebäude gelegt worden. Ueber die Schule selbst, ob es Elementar- oder Normalschule werden soll, ist man noch nicht einig. Vor Kurzem starb hier nämlich ein Mann, Namens Wolf Brody; er wohnte eine lange Reihe von Jahren in Miskolz, und erwarb sich durch Emsigkeit und Fleiß ein namhaftes Vermögen. Durch seinen redlichen Wandel und seine Bereitwilligkeit Jedermann Hülse zu leisten, erwarb er sich die volle Achtung nicht nur unserer Gemeinde sondern auch des ganzen hiesigen Kreises. Voriges Jahr starb dieser wackere Mann, zur allgemeinen Trauer der hiesigen ganzen Gemeinde, ließ aber ein in jeder Beziehung merkwürdig ausgearbeitetes Testament 'zurück, welches seinen würdigen Namen unserem Andenken nie entrücken wird. Er vermachte Zum Baue einer Synagoge ..... 3500 s. - - - Schule ...... 4000 - Zum Schulfonds.. . . 6000 - Ein Fonds, mit dem Zwecke, daß ein Kind aus seiner Familie von den Renten unterrichtet und unterhalten werde . . . 5000 - Der Frommen-Brüderschaft. 1000 - Zu einem Vorhänge zur heiligen Lade . . 1100 - Zu einer Leihanstalt, und von den Renten Holz an Arme zu vertheilen .... 2500 - Zu eben diesem Zwecke ein Haus von . . 20,000 - Zu eben diesem Zwecke Synagogen-Sitze . 2000 - Bei der Beerdigung zu vertheilen . . . 1000 - Zur Equipirung der armen Kinder . . . 800 - Lamm» 46,900 f. Da nun das Schulgebäude 8000 fl. kosten wird, so hat die Gemeinde die Summe des*Legats nur zu verdoppeln, und auch die Erhaltungskosten der Schule werden nur wenig Zuschuß bedürfen, um etwas Tüchtiges leisten zu können. Der erste Vorsteher, Herr Albert Eigner, den das -Vertrauen der Gemeinde so eben erst nach Pest zur Deputation wegen Abschaffung der Toleranz-Taxe gesandt hat, und seine Mit-Vorsteher, die Herren Pollak, Rehberg und Grünblatt werden hier die angemessenste Gelegenheit haben, sich großes Verdienst zu erwerben. Miskolz ist eine Gemeinde, in der noch viel Religiosität neben dem Anstreben nach Bildung zu finden ist, und so wird die Schule mit Gottes Hülfe eine von wahrem israelit. Geiste beseelte werden! A. II. Preßburg, 28. Juni. (Privatmitth.) Zu Anfang des Jahres 1842 hat sich hier ein israelitisches Kasino gebildet, welches nächstens seine Bestätigung höhern Orts zu erwarten hat. Dieser Verein hat auch im Sinne, durch Stiftungen edlerer Art sein Dasein wirksam zu machen; und da die Gemeinde Preßburg's noch eine Kleinkinderbewahranstalt entbehrt, so setzte er sich eine solche zum ersten Ziel seines Strebens. Im Mai wurde, eine gedruckte Aufforderung zur ffondirung derselben erlassen, und hoffen wir, daß dieselbe guten Erfolg haben wird, worüber das Nähere mitgetheilt werden soll. D. Preußen. Posen, 27. Juni. (Pos. Z.) Man will bemerkt haben, daß das zu Gunsten der Juden erlassene Gesetz vom 1. Juni 1833 für unsere Provinz in mancher Beziehung keine ersprießliche Früchte getragen habe, indem durch die seit jener Zeit häufig stattsindende Uebersiedelung wohlhabender Juden-Familien nach den älteren Provinzen des Staats nicht nur die Prästationsfähigkcit einzelner jüdischen Korporationen, sondern auch der ganze Verkehr in einigen Städten des Großherzogthums in auffallender Weise abgenommen hat. So sind allein aus Lissa seit kurzer Zeit gegen' 150 derartige Familien abgezogen, und haben das, von ihnen dort in beträchtlichem Umfange betriebene Geschäft größtentheils mit fortgezogen. Es ist gewiß eine auffallende Erscheinung, daß während man auf der einen Seite über

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