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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-06-04 · Heft 23 (4.6.1842) · p. Seite 343

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 23 (4.6.1842)
Date
1842-06-04
Page
Seite 343 (sequence 11)
Language
German
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343 liche Regierung Georg's des Frommen, so wie dasBamberger Domkapitel, das dessen Beispiel befolgte, von dem einmal verheißenen Schutz wieder abwendig zu machen. Das war von jeher ein Vorzug und Segen aller Brandenburgischen Herrscher, daß sie stets bei zwistigen Religionsangelegcnheiten der Völker das Urthcil, wie Kaiser Maximilian IE empfahl, Gott überließen und den Verfolgten beider Parteien in ihren Landern Zuflucht, vollsten Schutz und menschliche Duldung gewahrten. Daher liefert auch kein Land einen deutlichem Beweis, daß man bei jeder Verschiedenheit der Ansichten von göttlichen Dingen doch ein vollkommen guter Mensch und Bürger sein könne, keines ein schöneres Beispiel des friedlichsten und freundlichsten Zusammenlebens aller christlichen Religionsparteien unter sich und mit den Bekennern des Mosaismus. Aber auch in keinem andern rennt jeder ohne Unterschied des Religionsbekenntnisses freudiger mit Gut und Blut zur Hülse herbei, wenn das Vaterland in Gefahr ist. (Schluß folgt.) Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1^ Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Bekanntmachung. Ich beeile mich, hierdurch anzuzeigen, dass ich zur Unterstützung der hilfsbedürftigen Hamburger Eine GescMclite des Hamburger Brandes (Hit dem Plane der Stadt.) herausgeben werde. Herr Ur. Pr. Sass, durch Jüngern Aufenthalt in Hamburg mit den dortigen Ortsverhältnissen hinlänglich bekannt, ist heute von hier nach Ham b urg gereist, um an Ort und Stelle die Data zu sammeln. Dieser ehrenwerthe Schriftsteller liefert das Manuscript ohne alle Vergütung und beansprucht nur die Reisespesen. Herr Hr. Roh. Heller hat die Güte gehabt, die Redaction des Manuscriptes unentgeldlich zu übernehmen. Ich werde das Buch in meiner Officin ohne allen Gewinn auf das Billigste hersteilen, und hoffe, durch die Theilnähme des Publieums unterstützt, binnen Kurzem eine bedeutende Summe zur Linderung der grenzenlosen Noth an den Ifilfsverein abiiefern zu können. Den Preis für das geheftete Exemplar habe ich vor der Hand auf 2/3 Thlr. gestellt, ohne der Mildthätigkeit Schranken zu setzen. Ich hoffe, dass ich durch dieses Unternehmen jeder niedrigen Geldspeculation den Weg vertreten habe, und rechne bestimmt darauf, dass mir keiner meiner Herren Collegen durch eine Concurrenz die Mittel benehmen wird, die Nolh in Etwas mildern zu können. Jede Buchhandlung nimmt Aufträge an. L e i p z i g im Mai 184-2. Philipp Beclam jim. Literarische Ankündigung. Bei den Unterzeichneten ist erschienen und durch die I. CH. Hermann'sche Buchhandlung in Frankfurt a. M. bei alten Buchhandlungen zu haben: Ueberzeugung eines Israeliten, gegenüber dem Proselyteuthum. Erwiederung auf die Schrift des Herrn Dr. W. B. Frankel: „Das Bekenntnis; des „Proselpten. Das Unglück der Juden und „ihre Emanzipation in Deutschland." Von L. H. Loctv enstein. 8. Preis: i Thlr., oder 48 kr. rhein. Auf fünf Exemplare das sechste gratis. Der Herr Verfasser der (gleichfalls in unserm Verlag erschienenen) „Damascia" zeigt in dieser Schrift, daß die Angriffe, welche der kürzlich zum Christenthum übergetretene Herr Dr. Frankel in seinem „Bekenntniß" auf die israelitische Religion wie auf die bürgerliche Gleichstellung der Israeliten mit andern Staatsangehörigen unternommen, überall mit den Ueberzeugungen und Grundsätzen eines geborenen Israeliten in dem grellsten Widerspruche stehen und daher die in der Fränkel'schen Broschüre ausgesprochenen Ansichten und Behauptungen keine Aussicht haben, je bei den Bekennern des mosaischen Glaubens den mindesten Eingang finden, vielweniger irgend die beabsichtigte Wirkung hervorbringen zu können. Rödelheim, im Mai 1842. I. Lehrberger & Comp. Das billigste Feiertagsgebetbuch für Israeliten. Bei uns ist km vorigen Jahre erschienen: Frauen Machsor oder die Gebete der Israeliten am Neujahr- und Vcrsöhnnngsfeste

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