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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-05-21 · Heft 21 (21.5.1842) · p. Seite 316

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 21 (21.5.1842)
Date
1842-05-21
Page
Seite 316 (sequence 12)
Language
German
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316 Aus Mittelfrankcn. 21.April. (Privatmitth.) Eines der letzten Kreis-Jntelligenzblätter enthalt eine Bekanntmachung der k. Regierung, nach welcher der israel. Kaufmann Heinrich Sugenheim in OffenLach, seinen Geburtsort Mt. Sugenheim, k. b. Landg. Mt. Bibart, letztwillig mit 500 Fl. bedacht hat, von welchen die Zinsen alljährlich an dem ersten Sonntag nach dem 1. Dezember unter den Armen, ohne Unterschied der Confessron, vertheilt werden sollen. —. Ein Kaufmann in London hat den Ort seiner Heimath, Steinhard, k. b. Landg. Heidenheim, nach langjähriger Abwesenheit wieder besucht, der isr. Gemeinde aber auch ein bleibendes Andenken sejnes Besuches hintcrlassen, indem er ihr auf seine Kosten ein ganz neues Schulhaus erbauen läßt. Die Bausumme soll 4000 Fl. übersteigen, dieses aber nicht die einzige edle Handlung sein, welche den Bewohnern Steinhards diesen Besuch ewig unvergeßlich machen wird. Oesterreich. Aus Böhmen, 15. April. (Privatmitth.) Dem neuerlichen Wunsche unseres allergnädigsten Kaisers zu Folge sind die Israeliten Böhmens aufgcfordert in der Hauptstadt Böhmens zur Verbesserung unseres religiösen Zustandes, eine dem Paduaner Collegium rabbinicum ähnliche Lehranstalt zur Bildung der Rabbinen zu gründen. Begeistert um den Zweck dieses allergnädigsten Wunsches zu erreichen, treten die edlen Israeliten, (die Herren v. Lämml, Landau, Pollak & Sohn, Forchheimer, Mändl, und n. m.) zusammen, und forderten die übrigen Mitbrüder Böhmens in allen Kreisen auf, durch Beiträge ihre Theilnahme an den Tag zu legen. Die Sache findet einen allgemeinen Anklang. C. K. Literarische Nachrichten. Magdeburg, 8. Mai. Angekommen: (Schulbücher.) Abtalion. Erstes Lese- und Sprachbuch für die israelitische Jugend zur Weckung religiöser Gefühle. I. Deutscher Theil. Hebräischer Theil. IL Breslau, 1842. Das Werk ist mit einer kleinen Empfehlung unsrerseits in die Welt getreten. Um so weniger brauchen wir hier noch besonders die Brauchbarkeit desselben zu rühmen. No. I. ist eigentlich Fibel, deutsche und hebräische, nach der zweckmäßigsten Lcsemethode geordnet; die hebräische mit w'sr, ^Tischgebet, Segenssprüchen, die deutsche mit kleinen Erzählungen, Verstandesübungen Mahrchen, Fabeln, religiöse Betrachtungen, Gebeten, Sittensprüchen, Einmaleins ff. No. H. ist das eigentliche Lesebuch, dessen angemcssner Inhalt aus folgender Uebcrsicht hervorgcht: Erster Abschnitt. Erzählungen ff. zweckmäßig aus den bekanntesten Lesebüchern gewählt; zweiter Abschnitt über Religionen, eine kurze Darstellung der Verschiedenheiten der Religionen, für das kindliche Alter genügend; dritter Abschnitt das gelobte Land; vierter Abschnitt gedrängte Geschichte der Juden; fünfter Abschnitt Gedichte, meist jüdischen Inhalts (das Lessing'sche Gleichniß von den drei Ringen hätte wegblciben müssen!) sechster Abschnitt verschiedene Aufsätze; siebenter Abschnitt Erzählungen aus dem Judcnthum; achter Abschnitt talmudische Lehr- und! Sittensprüche; neunter Abschnitt Israels Feier - und Festtage; zehnter Abschnitt von der Naturlehre. — So besitzen wir in diesem und in Maurer's vor Kurzem erschienenen Lesebuch zwei Werke, die mit Nutzen unsecn Kindern in die Hände gegeben werden. — 'i2d "Q? nsiü Pins hebräisches Lesebuch für die israelitische Jugend, von Abr. Kohn, Rabb. in Hohenems. Frankfurt am Main 1841. Deutscher Theil. Ebendas. (Der Reinertrag ist der durch die Feuersbrunst verunglückten israel. Gemeinde zu Smyrna bestimmt.) An sich Uebungsbuch zum Hebräisch-Lcsen, ist es doch so eingerichtet, daß es zugleich zum Uebersetzen aus dem Hebräischen in's Deutsche und vice versa gebraucht werden kann, da in den Uebungsstücken zugleich eine grammatikalische Folge beobachtet worden. In der Vorrede zum „deutschen Theil" spricht sich der Vers, angemessen über den hebräischen Unterricht und die zu befolgende Methode aus. — Wien, 1. Mai. Unter den Buchhandlungen und Druckereien, welche sich insbesondere mit hebräischen Werken und jüdischem Bedarf beschäftigen, nimmt noch immer einen der obersten Plätze die von Franz Edlem von Schmid und I. I. Busch ein. Ich habe vor, Ihnen in mehreren Artikeln über verschiedene Unternehmungen dieser Handlung zu berichten, wobei ich

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