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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-05-21 · Heft 21 (21.5.1842) · p. Seite 317

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 21 (21.5.1842)
Date
1842-05-21
Page
Seite 317 (sequence 13)
Language
German
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317 die Werke - die bereits in der Allg. Zeit, ^des Judenth. besprochen worden, übergehe. Zunächst führe ich hier an die dritte Auflage des willen “istia, hebräisch.'-deutschen und deutsch-hebräischen Wörterbuchs über das alte Testament von Bensew, vermehrt und verbessert von M. Letteris. Von diesem Werke liegen mir der erste und zweite Theil (hebräisch-deutsch 1839 und ]1840) vor. Die Ausstattung ist vorzüglich, und hat sich Herr Letteris viele Mühe gegeben, durch Angabe der Bibelstellen und Berücksichtigung der neueren Forschungen das Werk brauchbarer und reicher zu machen. Namentlich für die Vielen unsres Glaubens, welche die lateinischen und deutschen lexikalischen Wecke nicht benutzen können, ist dieses Werk unentbehrlich, und führt sie.auf eine reinere Fassung des Schriftwortes, wie der heiligen Sprache überhaupt. — In dasselbe Gebiet gehört auch: *piöb -Mv, aramaische Grammatik nicht bloß des biblischen, sondern auch des targumischen und talmudischen Aramäismus, von E. I. Blücher (1838.) Wenn auch diese Grammatik nicht die höheren grammatikalischen Forschungen, welche die neuere Zeit gebracht hat, verfolgt, so giebt sie doch die Elemente des Aramäischen auf sehr faßliche und übersichtliche Weise, so daß sie dem Schüler als eines der besten Hülfsmittel empfohlen werden kann, wodurch er sich der Elemente dieser Sprache zu bemeistern vermag. — (Fortsetzung folgt.) B e l l e t r i st i k. Scherz « u b Ern st. l. Das Lied vom Zopf. Es war einmal ein kühner Mann — Doch hakt' er einen Zopf: Und dreht er sich, so viel er kann, Es geht ihm, wie's Chamiss' ersann, Auch dem verwegen kühnen Mann: Der Zopf, er hängt ihm hinten. Von Freiheit spricht er viel und lang — Doch hat er seinen Zopf — Um Gleichheit ist ihm längst schon bang, Ec dektamirt von Liebesdrang, Und doch, dem freien, gleichen Mann, Der Zopf, er hängt ihmhinten. Hat er Dein Glas in seiner Hand — Zwar fehlt ihm nicht der Zopf — So fällt ihm jede Scheidewand, Von Toleranz ist er entbrannt. Und doch, dem toleranten Mann, Der Zopf, er hängt ihm hinten. Deckst Du den wohlbesetzten Tisch — Mit ihm setzt sich der Zopf — Schwört er, bei gutem Fleisch und Fisch, Den Tod dem Vorurtheile frisch, Doch ach! dem aufgeklärten Mann, Der Zopf, er hangt ihm hinten. Vor Allem, ist sein Beutel leer — So voll auch ist sein Zopf — So tritt er immer dreister her, Verflucht den Haß in's tiefste Meer: Und dennoch hangt dem dreisten Mann, Der Zopf, ec hangt ihm hinten. Drum, wie den Rücken er Dir kehrt, Siehst Du den vollen Zopf, Er leugnet, wie er Dich geehrt, Und lächelt dem, der Dich beschwert, Weil — sieh' nur, weil dem falschen Mann Der Zopf doch hangt noch hinten. Und willst Du wissen, wie er heißt, Der alte, starke Zopf, Der nimmer ihm vom Kopfe reißt, Den ec am End' Dir immer weist? Der Judenhaß — der kühne Mann, Der Zopf, der hängt ihm hinten! 2. Der Gefangne. „Schließt auf die Pforte, schließt sie auf, Nehmt ab die Kette, die ihn drückt- Doch bleib' er in dem Kerker noch, Bis er zur Freiheit reif!"

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