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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-05-21 · Heft 21 (21.5.1842) · p. Seite 313

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 21 (21.5.1842)
Date
1842-05-21
Page
Seite 313 (sequence 9)
Language
German
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813 - Wohlgefällig wird der verklärte Königliche Water aus den leichten Höhen, in denen kein menschliches Irren, wo in der Krone der Tugenden, die Sein verklärtes Haupt umstrahlt, das Edikt von Achtzehnhundert und zwölf nicht als der kleinste Stern glänzt, auf ein solches Werk seines erhabenen, geliebten Sohnes herabblicken, und der grenzenlose Freudenjubel aus dem dankerfüllten Herzen von Hunderttausenden wird einst noch hell nachklingen in der Stunde, wo es dem Himmel recht spät gefallen wird, Eure Majestät mit dem frommen Water zu vereinen. Auch bis zu unserem letzten Lebenshauche in tiefster Ehrfurcht Ew. Königliche Majestät allerunterthänigste Mitglieder des Vorstandes der jüdischen Gemeinde. Magdeburg, 6. Mai. (Privatmitth.) Auch der Herr Land-Rabbiner I. Friedländer zu Brilon hat eine Petition im Namen der 38 Gemeinden seines Sprengels an Sr. Maj. den König gelangen lassen. Stolp, 24.März. (Verspätet. Eingesandt.) Diese ganze Woche füllte hier bei uns eine ganz neue Festlichkeit auß, es war dies die Ankunft unseres Rabbiners des Herrn Dr. Klein. Nachdem der hiesige Vorstand bestimmte Nachricht über sein Eintreffen hier eingeholt hatte, fuhren ihm sämmtliche Repräsentanten bis zur letzten Station zum Empfange entgegen. Nach einer dort festlich gehaltenen Tafel, setzte sich der Zug in Bewegung nach Stolp. Hier angekommen, wurde der Herr vr. Klein von der ganzen im Synagogenhause versammelten Gemeinde freudig und feierlich begrüßt und in seine Wohnzimmer gebracht, welche hell erleuchtet und mit paffenden Inschriften und Kränzen ausgeschmückt waren. Die Schuljugend festlich gekleidet, war hier versammelt und sang bei seinem Eintritte ein zu diesem Feste verfaßtes Lied, worauf Herr Dr. Klein in herzliche, alle Anwesende tief ergreifende Worte, seinen Dank ausdrückte, und der Schuljugend das Versprechen gab, sich ihrer geistigen Bildung thatig anzunehmen. So endete dieser für jedes Mitglied der Gemeinde unvergeßliche Tag, und wir preisen uns glücklich, einen solchen Seelsorger bekommen zu haben, die sehr lange zum Segen und Heil des Judenthums unter uns wirken möge. Die Repräsentanten: Lindenberg. Berlin, 2. Mai. In hiesigen Zeitungen liest man heute folgende Bekanntmachung,, die, um die öffentliche Aufmerksamkeit auch unsrerseits auf die besprochene Anstalt zu lenken, hier folge: Der unter dem 19. Februar v. I. gegebenen Uebersicht in Betreff der Moses Mendelssohnschen Waisen-Erziehungs-Anstalt der hiesigen jüdischen Gemeine schließt sich diese kurze Mittheilung an. Die Stiftung, in deren Förderung sich das Bemühen des Unterzeichneten Kuratorii, unterstützt durch die Sorgfalt der Frauen-Pflegerinnen, vereint, ist ein Vorschreiten zum möglichst erreichbaren Ziele. Die Zahl der Zöglinge ist von zwölf auf sechzehn — 9 Knaben und 7 Mädchen — herangewachsen. Mittelst Allerhöchster Kabinets-Ordre vom 27. März 1841 haben des Königs Majestät die Annahme des in der vorjährigen Anzeige erwähnten Legat der Wittwe Adelaide Bütow, geb. Meyer, im Betrage von 10,009 Thlr. zu gestatten geruht und es ist die Einzahlung des Kapitals erfolgt. Auch zur Annahme eines anderen, im verflossenen Jahre angefallenen Legats von 2500 Thlr., bei welchem der Erblasser nicht öffentlich genannt werden soll, ist die Stiftung durch Allerhöchste Kabinets-Ordre vom 28. Juli 1841 Allergnädigst ermächtigt worden. Was den finanziellen Zustand des Instituts überhaupt anlangt, so hat sich dessen Fonds in runder Zahl auf 53,400 Thlr. erhöht. Von den Zinsen desselben sind während der Lebenszeit einiger von den Wohlthätern der Anstalt testamentarisch bedachten Personen jährlich 250 Thlr. zu anderen Zwecken zu verwenden. Im Jahre 1841 sind zu den laufenden Ausgaben eingegangen: a) an periodischen Beiträgen. 370Thlr. I sgr.—ps. b) außerordentlicher Beitrag eines Wohlthäters .... 50 - — - — - c) an Zinsen.. . . 2108 - 4 - 6- Summa der Einnahme 2528 - 6 - 6 - Dagegen wurden stiftungsmäßig verwendet ...... 2156 - 14 - 4- Bleibt ein Bestand von 371 - 21 - 2- 21»

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