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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-05-14 · Heft 20 (14.5.1842) · p. Seite 297

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 20 (14.5.1842)
Date
1842-05-14
Page
Seite 297 (sequence 9)
Language
German
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297 und der Herr Generalprokurator am König!. Gerichtshöfe von Air, haben feit langer Zeit den Herrn I. Altaras, vormals Kaufmann, Präsident des israelit. Konsistoriums von Marseille, zu bewegen gesucht, eine Reise nach Algerien zu machen, um hier diese Angelegenheit zu studieren und der Regierung einen Plan, um das angezeigte Ziel zu erreichen, vorzulegen." „Herr Altaras würde durch seine Vermögensverhältnisse und in anderen Beziehungen der passendste Mann sein, diese Mission zu erfüllen. Er spricht und schreibt das Arabische, das seine Muttersprache ist. Er ist bekannt und genießt eines rechtmäßigen Einflusses bei allen seinen Glaubensgenossen. An der Spitze der israelitischen Gemeinde von Marseille seit 25 Jahren, hat er sich unaufhörlich beschäftigt und beschäftigt sich noch auf's eifrigste mit der Bildung seiner Glaubensgenossen. Im Jahre 1833 wollte der verstorbene Herr von Beaujour, Pair von Frankreich, ihn zu der Stelle des Civil-Jntendantcn von Algerien dem Ministerium Vorschlägen, aber er glaubte sie aus verschiedenen Gründen ausschlagen zu müssen, besonders weil ein solches Amt seine physischen Kräfte überschritt." „Was die Mission bei den Israeliten Algerien's betrifft, zu deren Annahme man ihn bewegen wollte, so hielt er es nicht für geeignet, sie während der Unruhen und Kriege, welche diese Provinz verwüsteten, über sich zu nehmen." „Gegenwärtig, wo die Ruhe zurückkehrt, bietet er sich freudig an, in den ersten Tagen des nächsten Monats nach Algerien zu gehen, und die vorzüglichsten Städte dieser Kolonie, begleitet von Herrn Joseph Cohen, Advokaten beim König!. Gerichtshöfe von Aix, zu besuchen. Sie verlangen keinen Beitrag, nicht einmal zu den Reisekosten, da ihr einziges Ziel ist, ihrem Vaterlande und ihren Glaubensgenossen nützlich zu sein, und ein völlig menschenfreundliches Werk nicht verkaufen wollen." „Aber sie glauben, daß zur Erreichung ihrer Mission es unumgänglich nothwendig ist, von der Regierung eine Delegation zü erhalten, um von allen Lokalbehörden unterstützt zu werden." „Nach den seit der Eroberung gesammelten Notizen, denken sie, daß man Konsistorien an jedem Orte, wo eine israelitische Bevölkerung von 2000 Seelen sich befindet, errichten müsse. Die Konsistorien müßten sich vor Allem, mit der Organisation des Kultus, dem Jugendunterrichte und der moralischen Bildung ihrer Anvertrauten beschäftigen, und mit den Lokalbehörden, so wie mit dem Minister, vermittelst des Konsistoriums von Marseille, welches seine Ansicht über ihre Forderungen abgeben und sie an das Central-Konsistorium zu Paris übersenden würde, korrespondiren." „Die Mission der Herren Altaras und Cohen, während ihres Aufenthalts in Algerien würde besonders in der Errichtung von Primär- und Spezialschulen bestehen, für die sie dem Minister vermittelst des General-Gouverneurs die Lehrer und Komitö's Vorschlägen würden." „Insbesondere würde der Elsaß mehrere junge israelitische Männer, hervorgcgangen aus den Normalschulcn und der rabbinischen Schule zu Metz, verschaffen, die an die Spitze dieser Schulen gestellt werden könnten." „Auch würde es sehr nützlich sein, eine möglichst große Zahl junger Leute, beiderlei Geschlechts in Algerien auszuwählen, um sie nach Frankreich zu bringen und ihnen eine ganz französische Erziehung zu geben, diejenigen, welche die Mittel dazu haben auf ihre Kosten, die andern auf Kosten der Negierung, die ihnen Plätze in den Schulen anweisen würde, besonders zu Aix und Marseille, wo Sitten und Klima sich am meisten denen Algerien's nähern, und wo viele Personen arabisch sprechen. Schon haben mehrere vermögende Familien Algerien's die Absicht kund gcthan, ihre Kinder dem Herrn Altaras anzuvertrauen, um unter seiner Aussicht in Marseille erzogen zu werden. Die guten Folgen dieser nationalen Erziehung würden nicht allein für Algerien stattfinden, sondern auch für alle barbaresken Staaten und die Levante, welche ohne Zweifel ihre Kinder nach Frankreich schicken werden, um hier die Wohlthaten des Unterrichts zu genießen." „Der Beweis hiervon liegt in den wunderbaren Fortschritten, welche der, unter den französischen Israeliten gegenwärtig so verbreitete Unterricht, seit 30 Jahren kaum, in ihrer Civilisation und Moralität hervorgebracht; Alle fühlen kräftig, daß ihr wahrhaftes Vaterland Frankreich ist, sie lieben es, dienen ihm als gute Bürger und sind stets bereit, sich für seine Größe und sein Glück zu opfern." „Vor Allem aber fühlen die Israeliten in den 20"

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