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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-04-30 · Heft 18 (30.4.1842) · p. Seite 262

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 18 (30.4.1842)
Date
1842-04-30
Page
Seite 262 (sequence 6)
Language
German
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262 und Alenu machen den Beschluß. Am Peßach-Mittel-Sabbat Morgens die Tora-Vorlesung, wie üblich, die Hastora Jes. 37, 1—15 findet sich im Mincha. Mitteltage-Vorlesung wie gewöhnlich. Am Succot-Mittel-Sabbat wird im Mincha-Gebet Jes. 45 gelesen. London, 11. April. (Privatmitth.) Wir haben eine Broschüre vor Augen, die unter der Chiffer L. E. publizirt ist und den Eitel Ikcjectcä letters etc. (zurückgewiesene Briefe) führt. Dieselbe enthält zuvörderst zwei unter nachfolgendem Cirkular an die Mitglieder ausgesandte Briefe an die Aeltesten der Spanisch-Portugiesischen Synagoge, welche die englische Zeitung Vip" „the Voice of Jacob," welche mit allem Eifer eines N'LN y'ian £?*) gegen alle Neuerer zu Felde zieht, zurückgcwiefen hatte. Das Cirkular lautet: 33. R11880I—Square 24. Sebat 5602 — 4,Fcbr. 1842. P. P. Als einer der Unterzeichner der beiden Adressen an die Aeltesten, finde ich es für angemessen, Ihnen Kopien davon zuzuschicken, damit die Motive, die uiich und meine Herren Thcilnchmer veranlaßten, uns von der Mutter-Synagoge zurückzuzichen, jedem Iachid dieser Gemeinde hinlänglich bekannt werden. Ich bin rc. re. .4b. Moccata. Das erste Schreiben vom 7. Elul 5601 — 24.Aug: 1841 erklärt den gedachten Aeltesten die Absicht, eine Portugiesen — und diese bilden ja den größten Thcil dieser Gemeinde — am Simchat Tora gekannt hat, wird ihm hierin beipflichten. *) Um diesen Namen zu rechtfertigen, erwähnen wir blos, daß dies Blatt in der Anzeige einer Uebersehung von Mendclssohn's Jerusalem vor dem unvorsichtigen Gebrauch dieses Buches warnt, aus dessen ungebundener Freisinnigkeit die Irreligiosität der deutschen Juden entsprungen sei, und daß in No. 13 gar eine Stelle aus dem rrnsbn min, dem „berühmten Werke des frommen Maimonides," anführt. Man muß gestehen, cs gehört eine Stirn dazu, bei solchem Mangel an Fachkenntniß als Redakteur einer halbtheologischen Zeitung und noch dazu als Ketzerrichtec aufzutrelen. Zur Aufrechthaltung der retrograden Ansicht, dem Herzen und dem Geiste des Jahrhunderts entgegen, bedarf es, sollte man meinen, noch weit mehr Gelehrsamkeit als zum Gegentheil. Eorresp. besondere Synagoge nach denjenigen Grundsätzen, die die Unterzeichneten in den Generalversammlungen der Jechidim vergeblich verfochten, zu stiften. Die beabsichtigten Veränderungen seien folgende: der Gottesdienst solle an den Sabbat- und Festmorgen Winters um 10, Sommers um 9 ) Uhr anfangen, damit die ganze Gemeinde mit Frauen und Kindern bei der Eröffnung anwesend sein können. Auch solle kein Gottesdienst außer am Sühntage länger als Stunden dauern, weshalb in einem neu ausgearbeiteten Gebetbuche alles Ueberflüssige ausgeschieden und das Wichtigste aus den bestehenden Liturgieen des Deutschen und Portugiesischen Ritus, so wie die Tora-Lektion beibehalten; dagegen ein Singchor und eine Englische Predigt cingesührt sei. Das Aufrufen mehrerer Personen zur Lektion sei abgeschaft; für die Opferspenden sei dreimal jährlich an den Festtagen nach Einsetzung der Tora in den Schrein Anordnung getroffen. Die nicht-biblischen (Doppel-) Feiertage sollten nicht weiter beachtet werden. Die Portugiesische Aussprache sei von der Gemeinde wegen ihrer großem Korrektheit angenommen worden. Die Vereinigung von Portugiesischen und Deutschen habe die Benennung „Brittische Juden" veranlaßt. Sie erklärten ferner durchaus kein Schisma, keine Separation zu beabsichtigen; sondern lediglich von dem Eifer für die Religion der Väter, die Sorge für die Erhaltung ihrer Kinder in derselben und die Abwehr des Abfalls geleitet zu sein, und schließen mit der Betheurung, daß weit entfernt, sich von der pekuniären Unterstützung der Armen und der mühsamen Verwaltung der Stiftungen lossagen zu wollen, sie vielmehr ihre Anhänglichkeit an die Muttersynagoge durch verdoppelte Anstrengungen darzulegen sich glücklich schätzen würden. Der zweite Brief vom zweiten Sebat — 13. Januar beklagt sich über die in den Versammlungen der Aeltesten vom 9. und 16. Hrsvan gefaßten Beschlüsse, da kein Mensch hätte erwarten mögen, daß man bei dieser Gelegenheit 'eine antiquirte Eskama (wegen 2nn) wieder ins Leben rufen werde, statt etwa eine, auf die Religionslehren begründete Entgegnung zu versuchen. Jetzt nun seien sie zu dem Entschluß gezwungen, die Radiation ihrer Namen aus der Jechidim-Liste der Gemeinde zu verlangen, und so sei denn ihre beste Hoffnung, eine Reform

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