Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 6 (1842)
- Issue
- Heft 14 (2.4.1842)
- Date
- 1842-04-02
- Page
- Seite 206 (sequence 10)
- Language
- German
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206 sorgsame Revision vorgenommen sei und nicht nur das berüchtigte v^a^whaba, sondern alles demselben ähnliche aus den Andachten und den Gebetbüchern Jsrael's. sortgeschafft und bis auf die letzte Spur ausgemerzt sein wird. Wie gern möchte ich zu der Realisirung einer so frommen Angelegenheit mein Schärflein beitragen; doch nsa rrber iro yK: Nur das Wort, das schwache Wort steht mir zu Gebote, die Ermunterung, die Ermahnung. — Und Sie sollen mir dazu behülflich sein, mein verehrungswürdiger Herr Doktor! daß das schwache Wort auch in weiteren Kreisen vernommen werde, indem Sie mir die Spalten Ihrer vielgelesenen Zeitschrift öffnen wollen zu einer Aufforderung an alle Rabbinen, Prediger und Schullehrer im deutschen Israel, die Revision unsrer Gebetbücher betreffend (von Dr. G. Salomon.) Es ist Ihnen allen bekannt, meine theuern und geliebten Brüder! daß dje Weisen der Mischna, so wie Lehrer des Talmuds die reinsten und erhabensten Begriffe von dem Gebete gehabt und wiederholt geäußert haben. Schon daß diese Männer Beten und Gebete einen „innern Gottesdienst," einen „Dienst des Herzens" nennen zeugt hinlänglich von der richtigen Ansicht, die sie von dem heiligen Geschäfte hatten. Das Herz soll beten, nicht die Lippe. Daher ist ein „Gebet ohne Andacht ein Körper ohne Seele" 2 3 4 5 6); daher ist „ein bestimmtes Gebet kein Gebet zu nennen"), daher „soll man nur in einer ruhigen Stimmung beten"s); daher „nur in derjenigen Sprache beten, deren man am meisten kundig ist"°); daher „soll der Betende nicht Worte auf Worte häufen, sondern still 2) inninr» MN irN ÖBSib baa .[«":>'« ip ri^asr] iabsn at ian?abn 8);-p:td3 »bn tpas naia nbn sabsn. 4) .ö'wnn anbsn ys sap anbsn!awaa>N [/l!aau3a '~t 's rrD-is] 5) bbsn"’ ber a^b? rinwi'w ana>a yrrw ba. 6) 'a sy»o *'»p '^o 'ns (■'fei) sfb 'ab nraiv 'oa und unzählige Stellen. und geräuschlos dem Herrn sein Anliegen v ortragen 7). Nach diesen von Frömmigkeit und Weisheit zeugenden Ansichten und Grundsätzen — wie Geist und Gemüth erhebend hätten sich die Gotteshäuser in Israel gestalten müssen! Jedes trpbN nra hätte wahrlich zum traaura nawerden müssen! Jegliche Synagoge ein tasaa wapa werden müssen! Leider, leider, daß es so ganz anders, ganz anders geworden ist und daß es sich auch hierin-bewährt hat, daß sich unter den Händen der Menschen nichts so sehr verschlimmert als Religion und Religiosität. Doch fürchten Sie keine Schilderung von dem verwilderten Zustande, in welchem sich so viele Ändachtshäuser in Israel befinden. Im deutschen Israel, hier und da mindestens, .ist man doch zu dem Bewußtsein gekommen, daß der öffentliche Gottesdienst ein besserer, daß mit dem Synagogenwesen eine Umbildung vorgenommen werden müsse! Wir wollen daher die Ruinen nicht immer wieder auf's neue beschauen und im Geiste der uns anklagenden Vergangenheit nicht immer wieder auf's neue erröthen. Wir wollen statt dessen an das Aufbauen denken, wollen uns die versöhnte Zukunft vor die Seele rücken und uns erheben und aufrichten an denjenigen Gotteshäusern, die alsdann in Israel Alle wahrhaften Verehrer des Einig-Einzigen versammlen! .irier öbui aaaa>b .ina aa> nriiVi Soll dies aber mehr als ein bloßes Phantasiegebilde sein: so dürfen wir uns nicht damit begnügen, meine Brüder! bloß wohlgefälligere Gebäude, sei es in diesem oder in jenem Style, der — Byzantinische nicht ausgenommen!-aufzuführen, bloß auf eine äußerlich größere Ordnung zu achten; wir dürfen selbst dann nicht glauben viel gethan zu haben, wenn in unfern Synagogen in deutscher Sprache gepredigt und gesungen wird, so lange wir nicht Sorge tragen, daß die einzelnen Theile des Gottesdienstes unter einander ein 7) naa^s 'ob .naaaa Nbffi starrt» iaaaaa £aa>n aas anbsna abäp tvoaiib nsis'ss n"b ya und noch früher (a''a> ab) rar pta anbsna abap afaauwia rapvn ■’ioaan rar ->an — taaas aatap»