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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-03-12 · Heft 11 (12.3.1842) · p. Seite 156

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 11 (12.3.1842)
Date
1842-03-12
Page
Seite 156 (sequence 8)
Language
German
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156 desto eher zur eignen Lesung der Predigt zu veranlassen. Jedoch dies wollen wir hinzufügen, daß, ganz abgesehen vom Gegenstände, der Redner eine seltne Virtuosität des Wortes entfaltet, eine Energie der Rede, die Bewundrung einflößen muß selbst dem, der die Ansichten des Redners nicht ganz theilre. — Worte des Trostes, der Ermunterung und Zurechtweisung, gerichtet an die Lehrer der unter der Aufsicht des Herrn N. Rosenthal stehenden israel. Schule in Wilna ff. von W. Tugendhold, Lector der hcbr. Literat, am Wilnaec Ccnsur-Comite. Wilna, 1841. — Rede bei Eröffnung der von Herrn M. Güntzbürg und S. Salkind unter Aussicht des Herrn H. Klatschko errichteten israel. Schule, am 25. Juni 1841, gehalten von Israel Gordon, Rabb. zu Wilna. Wilna, 1841. — Die Veranlassung dieser Rede ist durch die Zeitungsnachrichten dieses Bl. hinreichend bekannt. Kann auch die deutsche Sprache in denselben noch nicht als korrekt bezeichnet werden, so herrschen doch in ihnen Gesinnungen und Ansichten vor, welche die Verehrung der beiden Redner in ganzen Anspruch nehmen. Es ist gewiß. ein Phänomen unsrer Zeit, das alle Menschenfreunde beglücken muß, wenn wir einen Wilnaer Rabbine für geregelten Schulunterricht in deutscher Zunge eifern sehen. Dies ist eine Mocgcnröthe, welche einen schönen Tag verspricht, den alle Verfinsterer nicht aushalten werden! Magdeburg, 6. Februar. (Neu-Hebräische Poesie.) Angekommen: •'W naiap fislL vt© iT' bs> viai nsrba min •■pa srö ipr büoasn rnn ■ W’bs Erstes Heft. Wilna, 1641. Wir haben hier die ersten Blüthen eines Baumes vor uns, den mehrere befähigte Gärtner im schönsten Enthusiasmus für eine edele Sache gepflanzt. In Wilna hat sich ein Verein, ein Bund für hebräische Poesie gebildet, der uns viel zu versprechen scheint. Ihre Produkte von Zeit zu Zeit vereint dem Publikum vorzulegen, 'ist ihre Absicht, 'die sie in diesem ersten Heftchen der p©£ T;1-© zu verwirklichen begonnen. Wir nennen Herrn Lebensohn, Benjakob, Klatzko, Salkind, Pin, Katzcnellcnbogcn ff. Wir heben als schöne Stücke in diesem Heftcheri'hervor: mi;:nri und T-nsam pisn-iT, wo eine Fülle tiefen Gefühles mit korrekter Sprache und dichterischem Schwung vereinigt ist. Einige prosaisch-poetische Stücke und Erklärungen von Schriftstellen machen sich bemerklich. Daß mit der Zeit in dieses Streben noch mehr Tendenz und bestimmte Richtung hineinkommen wird, läßt sich voraussetzen. Die genannten Herren sind so eben beschäftigt, eine größere Sammlung in Leipzig zu veröffentlichen, damit sie dem westlichen Europa zugänglicher sei. Vielleicht daß hiermit der neuhebräischen Poesie ein neues Leben cingeflößt, und das so sehr gesunkene Interesse für sie wieder geweckt wird. — tp» 2112°' msraan ü-n-©o ü-'Vsa ynp MNi jyon ys ‘Tb?s:ro ‘p-n n«a *im rrwN ona o-npai. Ofen, 1841. Der Titel giebt uns Aufschluß über den lieblichen Strauß, den der Verf. aus Agadoth, aus Sprüchen, Gleichnissen ff. unsrer Väter gewunden, indem er diesen das metrische Gewand umgehängt. Den Vordergrund des Heftchens nimmt eine weitläufige poetische Behandlung der bekannten Erzählung von der Mutter mit ihren sieben Söhnen vor Antiochus, ein, die wir, wegen der Einförmigkeit, die bei zu gedehnter Ausführung aus einem so einfachen Thema entspringen mußte, weniger goutirtcn. Dann folgt eine große Menge kleiner und großer Sprüche, Gleichnisse, Fabeln, Erzählungen aus den Midraschim ff., worin der Verf. eine sehr große Gewandtheit des Ausdrucks, vor Allem eine seltene Leichtigkeit der Vcrsisikation entwickelt. Jede Nummer giebt von diesem Talente des Verf. hinlänglichen Beweis. Als das, was so dieses Heft gelten will, können wir es mit dem größten Beifall entlassen. Freilich aber thutj der neu hebräischen Poesie etwas Mehcercs Noth, als von den alteren Schätzen zu zehren. Es thut ihr Noth ein intensiv poetisches Genie, das aus eigenem Boden mit dem Zauberstabe der .inneren Begeisterung eigenthümliche Gestalten Hervorrufe. Nur dann kann sie die verlorene Liebe wieder gewinnen, nur dann die allgemeinere Aufmerksamkeit wieder erwecken, die sie besitzen sollte! Aber allerdings sind es seit Wessely nur Versuche geblieben, die uns entgegengebcacht wurden. Pesth, 14. Febr. (Eingesandt.) „Zur Beruhigung meines ehrenwerthen Rezensenten kn Nr. 3. dieser Zeitschrift diene es, daß ich schon vor längerer Zeit in allen ungarischen Blattern ein Heft Bereicherungen und Zusatz« zu meiner Bearbeitung der fünf Bücher Moses versprochen habe, und daß im Verlaufe einiger Wochen das Erscheinen des versprochenen Heftes wirklich erfolgen wird." Moritz Bloch, Mitglied der ungarischen Gelehrren-Gesellschafc.

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