Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 6 (1842)
- Issue
- Heft 11 (12.3.1842)
- Date
- 1842-03-12
- Page
- Seite 153 (sequence 5)
- Language
- German
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- Minsk 1× ep/1000754
- Riga 1× ep/1000826
- Vilnius 1× ep/1000947
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153 bewegliches Eigenthum erwerben zu dürfen. 2) Den Hebräern, nicht nur aus anderen Gouvernements, sondern auch aus der Vorstadt Schlock, ist es von nun an definitiv verboten, nach Riga überzuziehen und sich daselbst wohnhaft zu machen. 3) Den Hebräern, welchen es, kraft dieses Reglements erlaubt ist, in Riga zu bleiben, wird es zur Pflicht gemacht, Deutsche Kleidung zu tragen. 4) Die Bestimmung der Rechte, nach welchen die Hebräer in Riga Handel treiben dürfen, wird in der definitiven Anordnung über den Rigaer Handel im Allgemeinen festgesetzt werden." Wilna, I». Februar. (Privatmitth.) Nachdem der vr. Lilienthal die hiesigen jüdischen Zustande untersucht, und von der Gemeinde einen bestimmten jährlichen Zuschuß zur Gründung von vier Schulen erlangt hat, ist derselbe zu gleichem Zwecke nach Minsk gegangen. Der vr. Lilienthal findet überall den besten Anklang, und versteht es, die Gemüther mit den bevorstehenden Maßregeln unsrer hohen Regierung in volle Uebereinstimmung zu bringen. Das Tagewerk dieses Mannes ist ein großes, segenbringcndes, für das ihm noch spate Generationen Dank sagen werden. Deutschland. Bamberg, 12. Februar. Das königl. Justizministerium hat ein Ausschreiben erlassen, wonach auf allerhöchsten Jmmediatbesehl in Zukunft die Arbeits- und Zuchthaussträflinge diesscit des' Rheins, um ihre bei den Freiheitsstrafen gesetzlich beabsichtigte moralische Besserung möglichst zu fördern und insbesondere ihnen die Wohlthat eines durchaus entsprechenden, mit ungetheiltem Interesse zu spendenden religiösen Unterrichts auf die geeignetste Weise zu gewähren, nach Konfessionen und Geschlechtern ausgeschieden werden. Die Strafanstalt zu Lichtenau erhält die katholischen Büßer männlichen Geschlechts, die zu St.-Georgen die protestantischen dergleichen, die in Amberg die katholischen weiblichen, die in Würzburg die protestantischen weiblichen Geschlechts. Die israelitischen Männlichen ' Geschlechts kommen nach Lichtenau, die weiblichen Geschlechts nach Würzburg. (Fr. M.) 1 Aus dem Würtembergischen, im Februar. (Privatmitth.) In Folge höchsten Dekrets vom 27. Januar d. I. wurde die erledigte Oberjustiz-Prokurator-Stelle bei dem Königl. Gerichtshöfe des Jaxt- Kreises, dem Referendär I. Klasse Salomon Pflaum aus Pflaumloch gnädigst übertragen. Aus dem Meklemburgischen, im Februar. (H. C.) Unser eben so edel als srcigesinnter Großhcrzog hat erst ganz jüngst einigen Allerhöchstihrer israelitischen Unterthanen, die im Freiheitskriege mitgcfochten, bei der Verleihung der Kriegsdenkmünzen auch Pensionen zuerkannt, und dadurch einen Gerechtigkeits-Akt geübt, dev von den andern deutschen Fürsten gewiß Nachahmung verdient. Mit der nach unserm offiziellen Wochenblatte gemeldeten Ernennung des rühmlich bekannten Redakteurs der „medizinischen Central-Zeitung, Dr. Sachs in Berlin, zum Medizinalrathe, hat Allerhöchstderselbe abermals den schönen Beweis geliefert, wie sehr von ihm auch israelitische gelehrte Zeitgenossen geschätzt sind, wenn sie sich nur in ihrem Berufe als wahrhaft ehrenwerthe Erscheinungen bekunden. Gedachter Medizinalrath S. verweilte nämlich nach einer Kur in Karlsbad im vergangenen Sommer mehrere Wochen am Seebade bei Doberan, wo er durch seine geistig lebendige Persönlichkeit bald allgemeine Aufmerksamkeit und mit auch die Sr. K. Hoh. des Großherzogs auf sich gelenkt, der ihn mehrmals auf's Huldreichste angeredet, und ihm auch auf seinen Wunsch gestattet hatte, das von ihm damals vollendete „Jahrbuch der Fortschritte der Heilkunde" Allerhöchstdenselben widmen zu dürfen. In Folge dessen, und nachdem sowol vom Hauptvertreter unserer medizinischen Landesfakultät in Rostock, als von dem K. preußischen Minister der Medizinal - Angelegenheiten in Berlin, die geforderte Personal-Auskunft eingegangen, wurde — wie wir hören — dem vr. S. das Patent, tax- und gebührenfrei, durch Allerhöchstihren Leibarzt übersandt. Berichte über den' Stand des Kultus. Bützow (km Meklemb.), 16. Februar. (Pclvatmitth.) In unsrer Gemeinde sind seil vielen Jahren sehr wesentliche Verbesserungen des Gottesdienstes ohne den geringste» Unfrieden eingeführt. Seit 12 Jahren wird hier regelmäßig gepredigt, die Jugend angemessen