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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-02-26 · Heft 9 (26.2.1842) · p. Seite 126

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 9 (26.2.1842)
Date
1842-02-26
Page
Seite 126 (sequence 10)
Language
German
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kann auf noch «tarnt andern Wege erlangt werden, wenn sich nämlich der Rabbi oder Prediger auf dem — literarischen Wege als Gelehrter gezeigt und bewahrt hat. Dann kann man von ihm sagen nva «in i'rnVtfs Tina, man erkennt den Baum an seinen Früchten"). Keine Seele und keine Gemeinde wird den wackern Hirsch in Emden nach dem Besitz einer wia oder einer N«*NN fragen, der Mann "hat durch seine Schriften seine j Fähigkeiten und Tüchtigkeit als Rabbiner und nnia n«nin nicht einmal, sondern zehnmal an den Tag gelegt, und wenn seine Anschauungs - und Auffassungsweise von der unsrigen sehr oft abweicht, so kann ihm doch seine Virtuosität nicht abgesprochen werden. Niemandem wird es einfallen, an Ettlingers rabbinischen Kenntnissen zu zweifeln, und wenn wir auch seine 2??°' ■n*DS nicht geschrieben haben möchten, so zeugt doch selbst diese Schrift von des Mannes bedeutenden Kenntnissen als Rabbi. Wodurch aber hat denn Herr Bernays seine Autorität, seinen Beruf als Rabbiner beurkundet? Wodurch denn? Hat Herr Bernays schon über irgend einen jüdisch theologischen Gegenstand eine Schrift bekannt gemacht? Woher denn sollen wir es wissen, daß Herr Bernays, so ihm doch die Autorität von Außen fehlt, die innere nicht abgehet? Hat irgend ein Gelehrter in der Welt über irgend einen wissenschaftlichen Gegenstand in der talmudischen Literatur eine Abhandlung von ihm gelesen? Ob Herr Bernays in der Mischna, in der Gemara, in den Poskim dergestalt bewandert ist, daß er 3>s: ya V* T"1 V3 rnb öl ya unterscheiden und entscheiden, ob er auf die vor ihn gebrachten und kommenden nibrrw auch yia nabnai zu antworten vermag — ich frage und werde zu fragen nicht aushören: wissen wir es? Sind wir davon überzeugt, und hat er durch seine Schriften und Werke uns davon überzeugt? Daß hier und dort etwa eine schwache Stimme für seine Tüchtigkeit sich vernehmen läßt, kann uns nicht beschwichtigen. Herr Bernays muß es aus dem Talmud wissen, wie wenig man auf solche Stimmen ") Man denke doch im Maimonides, Aben-Esra, Abarbanel ff., die Alle keine Rabbiner waren, und doch die höchst« rabbmisch« Autorität besitzen. giebt, denn-bip naa — ymatta y«. Daß Herr Bernays in einem wegwerfenden Ton Volt unfern tüchtigsten Männern redet, daß er unsere G —r, unsere Z —z einen yn«n rmsern I—t einen Ignoranten nennt, das wahrlich kann uns von seiner Gelehrsamkeit keine hohe Idee beibringen. Herr Bernays muß es aus dem Talmud wissen, wie schlecht die Wissenschaft mit dem Dünkel sich! verträgt: rnnrr °>v)a rrnaia nmnn y». Wer jetzt in Israel gelten und Eingang und Achtung sich erwerben will, der darf die Hände nicht in den Schooß legen, nicht sein und seiner Freunde Mund — sein« Arbeiten und Werke müssen von ihm und für ihn zeugen. — Wo sind sie aber die Arbeiten, die Werke, die von der und für die Autorität des Herrn Bernays zeugen? — Man könnte uns «inwenden, ,das Gerücht gehe, Herr Bernays habe noch als — Student wenn auch kein opus, doch ein opusculum herausgegeben in „der Gestalt von dem in München erschienenen Biblischen Orient." Doch da Herr Bernays dieses unvollendet gebliebene Kindlein desavouirt und der Inhalt auch gerade nicht von der Art ist, daß er einem jüdischen Theologen große Ehre bringen könnte: so bleibt die schriftstellerische Gelehrsamkeit des Herrn Bernays auf Null reduzirt, seine Autorität als — Rabbiner muß erst noch erwiesen werden und — wir bedienen uns der Worte unsers Laien in Leipzig rrw «'anb i'brn. Bis das auf eine unzweideutige Weise geschehen ist stimmt unser Laie gewiß mit uns überein, daß Herr Bernays nicht ermächtigt war und nie und nimmer ermächtigt sein kann, über ein Gebetbuch, das seine Gestalt durch Männer, „die von namhaften Rabbinen berufen und autorisirt" sind, erhalten hat, ein Interdikt auszusprechen zu dem da diese Männer sich auch durch ihre Schriften als Rabbinen beurkundet haben. * # # # Literarische Nachrichten. Hamburg, II. Februar. (Eingesandt.) Jude und Nichtjude, eine Erwiderung auf die Schriften der

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