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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-02-12 · Heft 7 (12.2.1842) · p. Seite 96

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 7 (12.2.1842)
Date
1842-02-12
Page
Seite 96 (sequence 12)
Language
German
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geschenkt 1832 von Kommissionär Eibeschütz; ^„Madame Fränkels Armenhaus" ebenfalls für 8 Familien, fiel der Gemeinde nach dem ^ode der Skifterin 1833 zu. Außerdem haben sie mehre Prioatvereine gestiftet zur Abhülfe der Noth, zur Austheilung von Brod, Holz, Torf, Fleisch und Geld, zur Besorgung ärztlicher Hülfe, Bezahlung, von Krankenwärtern, zur Brautaussteuer, Bestreitung der Kosten bei Beschneidungen, Begräbnissen, u. s. w. — Im Ganzen haben sie — bloß zum Besten der eigenen Glaubensbrüder — eine wirklich Erstaunen erregende Menge vonLegaten gestiftet, die für das letzte halbe Jahrhundert und bis jetzt einen Belauf von 420,000 Reichsbankthalern ausmachen, von denen jedoch der größte Theil den festen Fonds der eben besprochenen Stiftungen und Vereinigungen gehört, und unter diesen auch MeycnS 108,000 Thaler. — Wäre die Gemeinde groß oder reich, dann würde dieses Resultat nicht sv überraschend sein; sie ist jedoch keins von beiden; vielmehr erhält der 12. Theil derselben (200) Unterstützung; es hat aber in Wahrheit in der Gemeinde ein Wetteifer geherrscht, dessen Bestreben war zu helfen, zu trösten und dieNoth zu lindern, und selbst ihre feindseligsten Gegner —wenn es solche giebt,— müssen gestehen, daß sie sich ein herrliches und edles Denkmal errichtet hat, welches den spätesten Geschlechtern zeugen wird von der Milde und Wohlthätigkeit, welche zu allen Zeilen ein Hauptzug im Charakter der Juden waren.-Und dennoch haben wir noch nicht die bedeutenden Geschenke besprochen — ungefähr 260,000 Reichsbankthaler an christliche Kirchen, Schulen und Stiftungen, für welche wir in den letzten 30 Jahren Juden zu danken haben. Auch hier waren des edlen Meyens Gaben die reichsten, und, damit Andere unser Erstaunen theilen können, wollen wir seine säinmtlichen Legate an christliche Stiftungen und Einrichtungen anführen, indem wir jedoch voraus bemerken müssen, daß die Legatsumme freilich von ihm selbst geschenkt und ihre Anwendung bestimmt wurde, daß dagegen ihre herrliche Vertheilung seinen Testaments-Exckutoren und vorzüglich dem Grossirer M. L. Nathanson gehört: I) an die Universität in Kopenhagen 20,000 Thaler, 2) an die Metropolitanschule 2500 Thaler, 3) Bürgertugendschule in Kopenhagen 4000 Thaler, 4) Bürgertugendschule auf Christianshavn 2000 Thaler, 5) Schule der Gesellschaft für die Nachkommen 3000 Thaler, 6) deutsch -refomirten Schule 2000 Thaler, 7) französisch-reformirte Schule 2000 Thaler , 8) dem Erziehungs - und Unterrichtsinstitut für arme Mädchen 7000 Thaler, 0) den Maßmannschen Sonntagsschulen 4000 Thaler, 10) Trinitatis Kirchenschulen 4000 Thaler, 11) Nikolai Kirchenschu-. len 2500 Thaler, 12) N. Brochs Stiftung für Erziehung unvermögender Kinder 3000 Thaler, 13) Laxegadens Schule 4000 Thaler, 14) Petri-Gemeinde Armenstiftungen und Schulen 10,000 Thaler, 15) Fraue'nkirchenschulen 5000 Thaler, 16) Laubstummeninstitut 7500 Thaler, 17) Blindeninstitut 7500 Thaler, 18) harbosches Frauenkloster 2500 Thaler, 19) Fechtels Stift 3500 Thaler, 20) Wohnung des Trostes 2500 Thaler, 21) Bombenbüchse 2500 Thaler, 22) weibliche Wohlthätigkeitsgesellschaft 5000 Thaler, 23) Gesellschaft zur Rettung Ertrunkener i500 Thaler, 24) Geburtsstift 25,000 Thaler, 25) Frederiks-Hospital 10,000 Thaler, 26) Garnisons- Hospital 12,500 Thaler, 27) Akademie der schönen Künste 10,000 Thaler, 28) Stiftsbibliothek von Fühnen 2500 Thaler , 29) Herlufholmer Schule 14,000 Thaler, 30) Schullehrerseminar auf Bernstorssminde 2500 Thaler, 31) Gjentofts Schulen 2000 Thaler, 32) St. HanS-Hospital 4000 Rbthlr.: im Ganzen 190,000 Reichsbankthaler. — Außerdem gab die mosaische Gemeinde auf Veranlassung der Krönung ein Legat von 40,000 an das Frederiks- Hospital, in der That eine schöne Anerkennung von Frederik des Sechsten Wohlthaten gegen die Glaubensgenossenschast; 1827 gaben des Hofrath Gerson Erben 5000 Thaler an dasselbe Hospital; 1831 legirte Gerson Levy 15,000 an 10 verschiedene öffentliche christliche Stiftungen und 1821 gab der Kaufmann Wohl in Aarhuus (starb später in Armuth) 500 Thlr. zum Wiederaufbau der Frauenkirche. Auf wie viel dagegen sich die Legate des 1839 verstorbenen Grossirer Gerson beliefen, ist uns unbekannt.- Und hierzu haben wir nur hinzuzufügen, daß an der Prämiengesellschaft, die wir noch erwähnen werden, die aber auch Christen zu Gute kommt, auch Christen Theil genommen haben, daß die vereinigte Gesellschaft der Wohlthätigkeit, welche auch Juden unter ihren Mitgliedern zählt, Juden und Christen unterstützt, daß der Katholik Bianco

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