Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 5 (1841)
- Issue
- Heft 51 (18.12.1841)
- Date
- 1841-12-18
- Page
- Seite 746 (sequence 18)
- Language
- German
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746 haben weder das Bekenntniß Zsrael's, noch die Bitte Jsrael's als Ganzes angetastet, da das „israel. Gebetbuch" eben so die Offenbarung Gottes ,an Israel durch Moses und die Propheten, so wie die Erwählung Jsrael's zu diesem göttlichen Gnadenakte, und den faktischen Auszug aus Aegypten zu diesem Zwecke, aus allen Seiten feiert, als auch spe stell a) die Lehre von rrnn unverkürzt bewahrt, wie unter Anderm “nns nn», der Kaddisch jrnn l-iNttNVi M3by srnnb erweisen; b) die Lehre von 53131553 und r-iVm, so weit diese sich auf ganz Israel beziehen, bewahrt, wie z. B. in 'nb mn: 33L2p3 N'2?3 , bfniü'’ bN3, öM Jn;53 isb’sm 3 3 ■> 3135 n:nnm, sa1!!i b 3> i , b»33 D ■> 33 ti 12 ^Ä np53 bin 33^35 ömm'aittsnia ö'aifi ferner, bism 531N53 irusm 33-|2x ,iins 1,j7b33n7, 1322 p “pn, 31322 3'PN , N232b 33ib35, 's NI 315 53 slp 2 151 '2b53 ^2pb.v3 N3153, 33N31Nb b315 1B33152 t3“'b"23 3T'b3 , T! 'nbN blii , 33N3°>b3 y 3 2 p 2 5llp3'N b3N3 315i3I)n 31532! , f T1 S V5331!' 5115353 , N23nb 5T’3 2 ff. ff., W0 also ebensosehr die Hoffnung auf den Messias, wie die Wiedererbauung Jerusalems und des heil. Tempels, die Wiederversammlung Jsrael's im heil. Lande ff. ausgesprochen ist. Die wirklichen Veränderungen nun, die das „Gebetbuch der Israeliten" in den Gebeten getroffen, sind, außer der Einschaltung von deutschen Gesängen und Gebeten, und der Uebertragung einiger Gebetstücke in deutsche Sprache: 1) das Weglassen von Gebetstücken, namentlich der Piutim; 2) die Annahine von Formeln aus dem portugiesischen Ritus; 3) die Wortveränderung einiger Stellen, wo das persönliche Hinaufkommen nach Jerusalem, um Opfer zu bringen, erbeten wird. Unter den oben gegebenen Voraussetzungen ist es bloß No. 3., welches näherer Motivirung bedarf, um so mehr da viele der weggelassenen Stücke schon bei ihrer Einführung von den bedeutendsten jüdischen Theologen, in einigen Fällen von Geonim, bestritten wurden, und der portugiesische, Ritus gewiß nicht außerhalb des Judenthums führt. Ist aber die Lehre von der messianischen Erlösung und der Wiedeiherstellung Jsrael's als Ganzes von dem „israel. Gebetbuch" treulich bewahrt, so lehrt ein flüchtiger Blick in die Herzen der jetzigen Israeliten, daß die Bitte um persönliche Rückkehr nach Jerusalem, um dort die Opfer zu bringen, eine Lüge ist, die, an heiliger Stätte und zum Namen des Allerwahrhaftesten ausgesprochen, gewiß ein Mißbrauch ist. Die Synagoge lehrt eine dcreinstige Wiederherstellung des ganzen Jsrael's, wenn dieselbe eintreten wird, wird sie ganz Israel umfassen, auf welche Weise dies aber geschehen wird, vermag und braucht sie selbst nicht zu bestimmen. Wird dies von der Allgemeinheit sestgehalten, so ist es um so weniger nothwendig, daß das Individuum dieselbe für sich persönlich ausspreche, im Widerspruch mit seinen Gefühlen, da dies einmal in den Verhältnissen der momentanen Zeit nicht liegt. Von der andern Seite erscheint diese Umänderung dieser rvenigen Stellen um so nothwendiger, da bei der allgemeinen Forderung bürgerlicher Gleichstellung von Seiten der Juden durch jene Formeln ein Widerspruch begründet ist, der Leben und Synagoge in den grellsten Gegensatz stellt. Das Resultat unsrer Ansicht ist demnach: daß, ganz abgesehen von einem Urtheile für oder wider die Zweckmäßigkeit der im „Gebetbuch der Israeliten" getroffenen Einrichtungen, welches hier nicht gefordert ist, diese sich doch von der Grundlage des bestehenden Judenthums nicht entfernen, und daß der aus dem genannten Gebetbuche sein Gebet verrichtende Israelit seine Pflicht als solcher nicht ungenügt gelassen hat. Ueber den Zug der Israeliten in der Wüste. <Rach unfern» Bibelwerke.) Dritter Artikel. Ist es also uns bis zur Evidenz, klar, daß in Kadesch ein zweimaliger Aufenthalt genommen ward,