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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-12-18 · Heft 51 (18.12.1841) · p. Seite 734

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 51 (18.12.1841)
Date
1841-12-18
Page
Seite 734 (sequence 6)
Language
German
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734 für „Nimm auf!") Die Ausstattung ist völlig angei messen. — — Der wahre Sabbat. Von I. H. Jaj cobfon. Glciwitz, 1842. Eine rea)t gute Darlegung der Gründe für die Unzulässigkeit der Verlegung des Sabbat auf den Sonntag, die allerdings in mehrfachen Punkten tiefer hätte eingehen können, und das Wesen des Sabbat für das Judenthum und innerhalb desselben dogmatisch und historisch aufstellen müssen. — Die göttliche Erziehung in unserm Leben. Predigt ff. von Di. N. Frankfurter. Hamburg, 1841. Gottes Segen über Volk und Land. Predigt ff. von Demselben. Hamburg, 1841. Die erste dieser Predigten wurde nach der Grundsteinlegung des von Salomon Heine gestifteten Krankenhauses gehalten, und zeigt, daß Gott uns erzieht durch Lehre, Ermunterung, Warnung und Beispiel. An die letzte Rubrik wird sehr geschickt geknüpft, daß auch das Beispiel guter Menschen uns erzieht und bildet, was , Gelegenheit giebt, der Gemeinde Dank gegen jenen Wohlthater auszusprechen. Die zweite Predigt sollte zu Unterstützungen für die Abgebrannten in Smyrna anregen. Beide Predigten sind kernig, lebhaft und im Geiste des göttlichen Wortes abgesaßt, 'und geben uns Ursache, der bald erscheinenden Pcedigtsammlung des Redners mit Verlangen entgegenzusehen. — Magdebu rg, 2. Dezember. Angekommen: Das System der religiösen Anschauung der Juden ff. von l)r. Samuel Hirsch. 2. Heft. Dieses Heft bringt den Anfang des zweiten Kapitels: „Die passive Religiosität oder das Heidentbum in seiner sich selbst vernichtenden Dialektik/' Zur Beurtheilung desselben haben wir zuvor die Fortsetzung in den folgenden Heften zu erwarten. -— Historisch-kritische Studien zu der Septuaginta. Nebst Beitragen zu den Targumim. Erster Band. Erste Abthcilung. Vorstudien zu der Septuaginta. Aon I3r. Z. Frankel, Oberrabbine. Leipzig, 1841. Auch hier haben wir die Einleitung zu einem umfassenden Werke, dessen Fortsetzung die Unterstützung des Publikums in Anspruch nimmt, und das nach seiner Vollendung einen höchst wichtigen Theil unsrer Literatur zu entschiedener Beleuchtung gebracht haben wird. Die Septuaginta, diese älteste Uedertragung, nicht bloß der h. Schrift, sondern überhaupt aus einer Sprache in die andre, hat im Allgemeinen, wie Speziellen bisher in unverdienter Vernachlässigung einer gründlichen Forschung ermangelt, und es ist daher ein viel betretner, aber dennoch sehr ungebahnter Weg, den der gelehrte Vers, beschritten. Alle die geistigen Hülfsmittel, welche zu solcher Arbeit nöthigt sind, Scharfsinn, Ausdauer, tiefe Sach- und Sprachkenntniß und Kombination, standen dem Vers, zu Gebote, so wie ihm die große Dresdner Bibliothek ihre literarischen Schätze freigebig öffnete. Die vorliegenden „ Vorstudien" sind als Einleitung zum ganzen Werke anzusehen, und behandeln die generellen Fragen, während die folgenden Theile „über die Uebers. der LXX zum Pentateuch," zu den „Propheten," zu den „Hagiographen" die Forschung enthalten, denen noch „Beitrage zu Targumim" beigegeben werden. Der Verf. verspricht auch noch einen Excurs über den samarit. Pentateuch, und eine Untersuchung über Aquil., Symmach.^ Theodot. u. a. gr. Verstonsfcagmente. Ueberblicken wir hier die allgemeinen Resultate der gelehrten Untersuchung, die freilich über Verfasier, Zeit, Ort nur negativ aus- I fallen konnten. Nachdem der Verf. die bekannte Sage über den Ursprung der Sept. ihres zweideutigen Gewandes entkleidet, negirt er überhaupt, daß die Uebers. für den Ptolemäus gefertigt sei, da in der Uebers. viele hebräische Ausdrücke stehen geblieben, die doch ein aegyptisch-griechischer König nicht verstehen konnte. Sondern die Uebers. wurde aus einem religiösen Bedürfnis; der aegypt. Juden heraus geschaffen. Wir gestehen, daß die Deduktion des Vers, uns noch nicht überzeugt hat. Wir wissen, daß die Ptolemäer von einer Bibliomanie und der Ruhmsucht, Freunde der Wissenschaften zu heißen, beherrscht wurden, so daß z. B. nach einer vom Res. zuerst an's Licht gezogenen Notiz Strabo's (1ib. 13. p. 384.) der erste Ptolemäus sich von Aristoteles eine Anleitung zur Anlegung einer Bibliothek erbat, noch ehe er Aegypten beherrschte (Podalirius, Heft 1. S. 113.) Nun kennt man die Art und Weise der Bibliomanen, denen es mehr um den Besitz von Curiosttaten, als um deren Inhalt zu thun ist, so daß die Uebersetzer hebraische Ausdrücke in Berücksichtigung dessen stehen Lassen konnten, ohne einen großen Verstoß 'gegen den König zu begehen, dem eine oberflächliche Lesung genügen mußte °). Denn den Einwand, daß die Juden, so kurze Zeit erst in Aegypten, die Muttersprache noch nicht so sehr haben *) Müssen wir ja beim Studium jedes eigenthümlichen Werkes uns an die seinen Begriffen gemäße Ausdrücke gewöhnen, und die hebräischen Ausdrücke in der Sept. sind gerade solche, welche einen rein biblischen Begriff bezeichnen, wie ndü/a nö£> odßßaja rQU5, tiv ‘pSi, yuioQag ‘in.

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