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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-11-20 · Heft 47 (20.11.1841) · p. Seite 678

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 47 (20.11.1841)
Date
1841-11-20
Page
Seite 678 (sequence 14)
Language
German
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678 (tisps öt a'ny), ich ergriff seine Hand, wünschte ihm ,naill NN'NN küßte seinen blaffen Mund und ent-, fernte mich. Als ich in derselben Nacht zu ihm berufen wurde, hörte ich das verzweiflungsvolle Geschrei seiner Frau; seine Schwester saß an seinem Sterbebette, zwei Lichter brannten, seine Lippen lispelten noch das ynffl (Höre Israel ic.) — seine fromme Seele war aus ihm geschieden. Bei seinem Begrabniß, das unter großem Gefolge stattfand, ertheilte ihm der Gemeine-Vorstand in Uebereinstimmung mit dem Rabbinat das Prädikat: Seine Gedichte zeichnen sich durch treffende Kürze und Schlagworte aus, und theilen wir als Beispiel folgendes launige mit, obschon die Muse Dasch's meist in Trauer und Kümmerniß sich kleidet. mmia;mn-ns ‘ynyss ihn “prrvaianxn pm ‘■piryaa nVaaa “i't'3 jdVik “pea 'N12WN aana ^s-in;3Dia "(ö“1 irma; inbrab iriLna a^n! im» miä Ueber den Zug der Israeliten in der Wüste. (Nach unserm Bibelwerke.) Erster Artikel. Seit geraumer Zeit haben die Wüstenzüge der Israeliten die Aufmerksamkeit der Bibelforscher in Anspruch genommen. Je ruhiger und zweifelloser die früheren Kommentatoren die Sache nahmen, und z. B. Kartenzeichner die Namen der von der Bibel aufgeführten Stationen nach der Reihe hinstellten, unbekümmert, wohin sie diese der Wirklichkeit nach setzten: desto schärfer war das kritische Messer, das die Neueren, welche den Gegenstand besprachen, daran setzten. Da nun in jüngster Zeit, seit Laborde, das Land, welches der Schauplatz ewig denkwürdiger Ereignisse gewesen, zu etwas genauerer Kenntniß gebracht worden, obgleich noch lange nicht zu entschiedener, so wurde die Frage verwickelter. Die heilige Schrift selbst hat die Sache sehr verworren hingestellt, indem sich mancherlei Aussprüche zu widersprechen scheinen; sie hat uns eine Geschichtserzählung und eine Stationsverzeichniß gegeben, welche beide nicht in einandergreifen, endlich ein Resume (Mos. 1 ff.), das die Angelegenheit noch undeutlicher stellt. Dennoch versteht es sich, daß es von höchster Wichtigkeit ist, die Sache in's Klare zu stellen, weil Widersprüche nicht statt finden dürfen, wo der Führer selbst die Züge verzeichnet habe. Eine Bemerkung vor Allem finde hier einen Platz, die sich dem vorurtheilsfreien Beobachter in der heiligen Schrift ofl aufdrangt. Man darf nicht von Vielem alten Schriftmonument die Genauigkeit eines neuern Geographen oder Historikers fordern, diese diplomatische Genauigkeit, die den Gegenstand bis in seine kleinsten Verzweigungen zerlegen will. Die heilige Schrift will keine Geschichte schreiben, ihr ist es um den Inhalt, den innern Character, die Bedeutung der Ereignisse zu thun, wenig um ihren äußern Zusammenhang, ihre zeitliche Folge, ihre bestimmte Oertlichkeit. . Theils lag dies allen alten Autoren fern, theils rechneten sie auch nur auf einheimische Leser, denen Vieles bekannt sein mußte, was Entfernteren entgeht, oder dessen Spuren längst verwischt sind. Wo also der innere Charakter, Motiv und Ursache mit dem Berichte übereinstimmen, da ist ihm ein höheres testimonium voritatis geschrieben, und wir dürfen von der Darstellung nicht detaillirte Klarheit und systematisches Jneinandergreifen verlangen. Eine Vorfrage für unfern Gegenstand ist die, zuerst von Göthe angeregte Zeitfrage: Hat der Aufenthalt der Israeliten in der Wüste 40 Jahre gedauert? Göthe reduzirte die vierzig Jahre auf zwei, und v. Bohlen stimmte ihm bei. Indem sie nämlich den Bericht der heiligen Schrift sagenhaftvergrößernd ansehen, unterscheiden sie ihn von den zu Grunde liegenden Thatsachen. Die Geschichtserzählung giebt nun Ereignisse, die sich in einen Zeitraum von zwei Jahren wol zusammenbringen ließen, und dies war jenen Kritikern genug, um so mehr da die Vierzig so oft im biblischen Kreise erscheint, um sie als eine unbestimmte Zahl ansprechen zu lassen. Wie unbesonnen! Wenn alle Angaben der Schrift mir

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