Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 5 (1841)
- Issue
- Heft 46 (13.11.1841)
- Date
- 1841-11-13
- Page
- Seite 651 (sequence 3)
- Language
- German
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651 Unfriedens gestreut wird, und die Religion zu solchem Verfahren den Vorwand leihen soll. Hamburg, den 21. Oktober 1841. Die Direktion des neuen isr. Tempels: I. Werendorff, d.Z. Präses d.D. G. Riesser, l>r. vr. M. Fränkel. E. I. Jonas. Hamburg, I. November. (Privatmitth.)*) Der Streit, der allhier über das neue Gebetbuch des Tempels ausgebrochen, macht es nothwendig, ein genaues Referat über dasselbe dem Publikum zu übergeben, um injeder Beziehung das Selbsturtheil dadurch zu erleichtern. Der Titel ist: niiar'n -na Gebetbuch für die öffentliche und häusliche Andacht der Israeliten. Hamburg, B. S. Berendsohn 4681 (1841) oder: ebendass. bis Andacht, worauf folgt: nach dem Gebrauch des Neuen Israelitischen Tempels in Hamburg. So wie also in diesem Titel, so auch in dem Vorwort Wirdes ausgesprochen, daß dieses Gebetbuch den übrigen israelitischen Gemeinden zum Gebrauche überantwortet wird, ja es heißt geradezu: „Es wird somit wol alle diejenigen israelitischen Gemeinden befriedigen, in deren Mitte der Geist der Erkenntnis; und des Vorwärtsstrebens neben dem der echten Gottesfurcht waltet." Das Gebetbuch beginnt mit „Einleitungsgebet" zu Anfang jedes Gottesdienstes, welches in der Uebersetzung des 12a na besteht, jedoch — mit Weglassung des Verses 12a na. — Hierauf folgt Abendgebet für Sabbat und Festtag. Mit Weglassung Alles Vorhergehenden wird sofort mit a'12 -naia 'wn arb begonnen, *]ba 'n bleibt weg; es folgt halb Kal disch, 1222, auf deutsch a°a-i3> a^isa und abns> nans, in der Ursprache bsni2' 2ai2 bis nas. Dann kömmt auf deutsch nnasi nas, wo aber die Worte 1:1220 — abiaam unübersetzt, also ausgelassen blieben, eben so dir Worte irsna—aa-man, 22a — an^ann ns. So folgen die anderen Gebete *) Wir bemerken, daß sowol die Prkvatmi'ttheilung aus Hamburg in No. 4Z, wie auch die beiden in heutiger No., nicht von unfern» gewöhnlichen Hamburger Correspondenten sind. D. Redakt. deutsch bis zum halben Kaddisch. Auf diesen folgt 2212 nana auch deutsch, wörtlich, nur daß in der llebersetzung von nsm für die Beracha nnnan ger geben ist: 112s- 92b-^nisw. Für Chanukka ist zwar die Uebersetzung des in'nna wa, aber nicht des a-oin V" gegeben, ferner die Uebersetzung des aibo ana für 2*1 aibo, ganz ausgelassen ist 212: •'Nbs, und selbst aibw N1212, und dafür die Uebersetzung von 'm ■’a 'aas psnb tw gegeben und „Amen." Hierauf spricht der Vorbeter he, bräisch: nias pa, nan si's, iba'i, ganz Kaddisch, und Kiddusch, endlich für die Leidtragenden '121 pbn anb »i bs'na-' ba und Kaddisch. Wir kommen zu den Morgengebeten am Sabbat und an den Festtagen. Man hebt an: °) auf deutsch naias'nbs, uVa-inia, B'abi2n ba pa^, lanssbas, lawb, bs-na' 3>ja®/ rein nns, 'n sin nns, letzteres jedoch nur mit Auslassung der Endworte von i:'b2 S9:i2 bis 'n nas. Hierauf folgt sofort hebräisch: nasia *;ina ununterbrochen bis 2aia bsnia', dann deutsch naia: bis 112*9 öia ns, dann hebräisch nania', halb Kaddisch, lana, *si*n' ban, wo aber vom zweiten 9123 ps Alles bis *pia •a-pn-’ 's 'n ausgelassen ist, von da ab weiter hebräisch bis nan nans, wo jedoch statt i:s'ani '121 aibiab gesetzt ist: annn *pnam 'bs 'n panm aansa aibiai nana i:'b2 sam nna i:i2T2' bs pnsn ms:a; dann weiter hebräisch bis zum Ende der 2212 nana, jedoch mit folgenden Veränderungen: 2->:n nas und pnai sind durch einige deutsche Worte ersetzt, so daß mit abi2 'nbs nas fortgefahren wirb; bsniB' mi: ist ausgelassen, und ,i:bsia behalten; die Muffafkedufcha ist gewählt, für n^man ist ^nisia genommen, und mir: 'Nbs ist deutsch. An rh und :rib folgt hebräisch bbn. Wir wenden uns sofort zum Mussaf, indem wir die Vorlesung aus der Tora und ihre Umgebungen später besonders besprechen. Es wird hebräisch gebetet halb Kaddisch, die Mussafschemon., worin folgendes angenommen worden: anstatt '121 naia n:an, wird so gesprochen: maT naia maa tö an b2 n'ix niaab qaia 99 na a-mpnb 'bs 'n i:n'iL 121 niaiai sis 'n *p:sba psa 'N' pai r 'isna naia *) Alle die Gebete, die nicht erwähnt werden, sind ausgelassen. Corresp.