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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-10-09 · Heft 41 (9.10.1841) · p. Seite 586

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 41 (9.10.1841)
Date
1841-10-09
Page
Seite 586 (sequence 10)
Language
German
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586 Thema ist völlig aufgegeben. — Antrittspredigt, geh. bei seiner Installation als Distriktsrabb. zu Schopfloch am 16. Juli 1841 von Nathan Ehrlich. DinkelSbühl. Ein in jeder Hinsicht zu lobender Vortrag über 1 M. 45, 8., „der Beruf des geistlichen Hirten in Israel ist ein göttlicher," 1) als Lehrer des göttlichen Wortes,'2) als Wächter über die Erhaltung unsrer heit. Religion, 3) als Führer zu einem gottgefälligen Lebenswandel durch sein eigenes Leben. — Zuruf an die iscael. Gemeinde in Frankfurt a. d. Q. Des israel. Geistlichen Beruf und Stellung in unsrer Zeit. Predigt, gehalten in Franks, a. d. O. ff. von 1)r. Sam. Hold heim. Schwerin, 1841. Die vorliegende Predigt, zwar auf einen speziellen Fall hin gehalten, aber doch sehr gediegen, sehr vortrefflich, und zu empfehlen, selbst wenn man mit einzelnen Aussprüchen nicht einverstanden wäre. Dieselbe ist am S. Nachmu im vorigen Jahre gehalten, die vorletzte des Verf. in seinem frühern Wirkungskreise, und empfiehlt der Gemeinde zu Franks, a. d. O., seine Stelle nicht unbesetztzu lassen. Jetzt, nach einem Jahre, da sein Wunsch nicht in Erfüllung gegangen, laßt der Verf. seinen Vortrag als einen Zuruf drucken, der so an die genannte Gemeinde im Oeffentlichen ergeht. Die Pr. bespricht zuerst das Verhalten des Geistlichen zur Gemeinde, dann der Gemeinde zum Geistlichen. Die Sprache des Redners ist vorzüglich und sehr offen. — Die Probe- und die Antritts-Predigt des Rabb. Kand. vi. M. Löwe, Religionslehrers und Predigers zu Güstrow. Güstrow, 1841. Der Verf. dieser Vortrage bewahrt sich in ihnen als einen jungen Lehrer in Israel, der das Wort Gottes zu besprechen versteht mir Kraft und Warme, in fließender Sprache und in den innigsten Gefühlen und Entschlüssen. In der Probepredigt zeigt er überzeugend die Nothwendigkeit eines Predigers und einer Religionsschule für die Gemeinde, in der Antrittspredigt stellt er sich als Freund, Lehrer und im Bunde mit der Gemeinde dar, und wie ec es auffaßt, also zu wirken. Man sieht, an Aufforderung und Willen fehlt es für die Gemeinden nicht mehr: möge erst die Ausführung denen entsprechen. — Magdeburg, 27. Sept. Angekommen: Ahron den Etia's aus Nikomedien des Karaers System der Religionsphilosophieff. von Franz Delitzsch. Leipzig, 1841. — Die Arbeiten Delitzsch's, so weit sie das Gebiet der jüdischen Literaturgeschichte betreffen, haben eine begründete Achtung hervorgebracht, die durch die anderweitigen Ansichten und Schriften dieses unermüdlichen Gelehrten nicht geschmälert zu werden braucht. Besser ist es, den Mann, der uns die Früchte seines Fleißes darbietet, ganz und unverholen zu kennen, zu wissen, wo. wir ihm freundlich und dankbar zu begegnen, und wo wir uns von ihm zu trennen, und jeder auf seinem eigenen Standpunkt zu verbleiben haben — al$ daß heuchlerisch Liebe und Haß in einem Becher zusammengemischt werden. Die vorliegende Arbeit, der wir eine ausführliche Berichterstattung widmen, zeigt uns den Verf. abermals in seiner Kenntniß der einschlaglichen Literaturen und in seinem rastlosen Eifer für einmal begonnene Studien. Der Gegenstand ist diesmal ein bis jetzt ungedrucktes Manuskript, in der Leipz. Stadtbibliothek vorhanden und mit einem andern Codex zu München verglichen, und soll der erste Theil einer größern Sammlung von Anecdota zur Geschichte der mittelalterlichen Scholastik unter Juden und Moslemen sein. Das Manuscri'pt enthalt eine Abhandlung von dem Karaer Ahron den Etia's, dessen religionsphilosophisches System aufführend, und neben den More Nebuchim tretend, gleichfalls die Vermittelung zwischen Offenbarung und Spekulation anstrebend. Wie der Herausgeber seinen Gegenstand bearbeitet hat, wird aus dem Folgenden hecvorgehen. 1. Prolegomena. §. 1. Abriß der Geschichte der Philosophie unter den Karäern. Erste Periode der karaischen Dogmatik bis zur Mitte des 10. Jahrhunderts, die Gestaltung, zweite Periode bis Mitte des 12. Jahrhunderts, die Entfaltung, dritte Pe. riode, die Reaktion bis Mitte des 14. Jahrhunderts, vierte mit Ahron ben Elia beginnend, die Umgestaltung, die Glaubenswissenschast von den Extremen in die rechte Mitte zurückführend und eklektisch verschmelzend. §. 2. Leben und Schriften Ahron ben Etia's. Wahrscheinlich in Nikomedien geboren, und zu Kahira lebend, mit großer Belesenheit sowot in der karaischen, als rabbin. Literatur und der moslimischen Philosophie ausgestattet. Sein erstes Werk, die Dogmatik behandelnd, das vorliegende, vollendete er 1346. Sein zweites, die m2» betreffend, py genannt, 1354, erhielt bei den Karaern entscheidende Autorität; sein drittes, ein Kommentar zum Pentateuch, rmn iro 1362. Er verstarb 1369. — §. 3. Bisher nannte man das vorliegende Werk trsraK 1212, ein Jrrthum, der aus dem Einleitungsgedichte entstand. — §. 4. Ahron ben Elia steht unter der Herrschaft des Aristotelismus in arabischer Auffassung. Vernunft und Offenbarung sotten in

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