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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-08-28 · Heft 35 (28.8.1841) · p. Seite 499

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 35 (28.8.1841)
Date
1841-08-28
Page
Seite 499 (sequence 7)
Language
German
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499 Roy von seinem Treiben abzubringen, um nicht umzukommen. Der Rosch Galut und die Vorsteher der Akademien schrieben darauf an El Roy: Die Zeit der Erlösung ist noch nicht gekommen, und die Zeichen derselben sind noch nicht eingetroffen, nicht aber durch Gewalt siegt der Mensch; wir verbieten Dir daher, ferner dergleichen zu thun, bei Strafe des Bannes aus Israel. Aber er gehorchte diesen Briefen nicht, und fuhr in seinen Wegen fort, bis ein Vasall des Persischen Königs, Sin Al Din, K. von Turgamkn, den Schwiegervater Davids bestach mit 10,000 Goldgulden, David insgeheim zu tödten. Pieser that es, kam heimlich in das Haus David's, als er schlief, und tödtete ihn in seinem Bette. Die Juden im Gebirge hatten aber noch Vieles zu leiden, bis sie durch reiche Geschenke Ruhe bekamen. — Hamadan, ehemal. Hauptstadt von Medien, mit 50,000 Juden und den Grabmalern Mordechai's und Esther's. Dabaristan mit 4000 Juden. Jsbahan mit 15,000 Juden. Schiras mit 10,000 Juden. Chiwa sbaö von Rußland bis jetzt vergebens bekämpfte) mit 8000 Juden. Samarkand mit 50,000 Juden. (Fortsetzung folgt.) Berichte über den Stand des Kultus. Aus B. Mit vielem Vergnügen mache ich die Gemeinden Pommern's auf den Gottesdienst der Gemeinde Stolp aufmerksam, die gewiß Nacheifrung verdient. Die Gemeinde hat in ihrer neuen Synagoge den Gottesdienst trefflich geregelt, cngagirte einen Kantor, der die Gebete würdevoll vorträgt, und zugleich einen Männer- und Knabenchor leitet, der die Münchnergesänge vorträgt. Es wehet ein Geist des Friedens und der Andacht in der Gemeinde, der-sich immer mehr steigert, und Befriedigung schafft, man sieht es jedem Einzelnen an, wie tiefen Antheil er an dem ungestörten, weihevollen Gottesdienst nimmt. Auch eine kleine Kanzel bemerkt man in der Synagoge, und bald hofft man sie von einem tüchtigen Geistlichen besetzt zu sehen, der das belebende Wort dem erhebenden Gesang hinzufügt. Die Gemeinde will nämlich einen solchen anstelle», und möge es ihr gelingen, ihre Wünsche befriedigt zu sehen. Prenzlau, 10. August. Am Sabbat Nachmu predigte hier als Gast der Geistliche der Gemeinde Gothenburg in Schweden, Herr vr. K. Heinemann. So zahlreich ist selten die Gemeinde im Gotteshause versammelt, aber einen solchen gottesdienstlichen Hochgenuß haben wir hier noch nie gehabt. Die Gemeinde zu Prenzlau ist gewiß eine der würdigsten, die in ihrem Schooße eine Mehrzahl trefflicher und gebildeter Menschen zahlt. Je mehr auf diese ein ausgezeichneter Vortrag zu wirken vermag, desto schmerzlicher fällt es auf, daß die Gemeinde gerade für die gottesdienstlichen Bedürfniffe sich der Mittel noch nicht bedient, welche die neuere Zeit so reichlich bietet, um Andacht und Liebe zum angestammten Glauben in Aller Herzen zu wecken. Friede und Achtung ist unter uns herrschend, welche Kräfte sind daher vereinigt, um das Beste zu erwirken! Geregelter Gottesdienst, deutsche Vortrags Konfirmation und mit angemeffnen Reden begleitete Trauungen, wie fühlt jedes Herz das Bedürfniß danach, und warum wollen wir uns nicht Genüge leisten? Theologie. Einiges über den Inhalt des Zttdenthums. II. Als dem kinderlosen Abram — es sind fast vier Jahrtausende verflossen — ein Volk zur Nachkommenschaft verheißen ward, schon da ward es als die Aufgabe dieser Nachkommenschaft festgestellt: den einigen Gott in der Unmittelbarkeit, oder, wie es heißt, in seinem Bunde mit dem abramitischen Geschlechte, zu bekennen (I. Mos. Kap. 17.) In diesem Bekenntniß ward diese Nachkommenschaft ein Volk, in diesem Bekenntniß überstand es seinen politischen Tod, um sich in' einer nicht an Raum und Zeit gebundenen, also gewissermaßen höher» Existenz zu erhalten, in diesem Bekenntniß verharret diese Nachkommenschaft noch heute. An diesem Bekenntniß des einigen, geoffenbarten Gottes kann aber nicht gemodelt und gemarkei werden, denn der geringste Schritt abwärts kömmt völliger Entfernung gleich, wie die geringste Abweichung von der geraden Linie eine krumme Linie ist. Sei es in der Idee, sei eS in der Substanzialetat, in der Persönlichkeit, sobgld neben Gott noch

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