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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-07-31 · Heft 31 (31.7.1841) · p. Seite 442

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 31 (31.7.1841)
Date
1841-07-31
Page
Seite 442 (sequence 6)
Language
German
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442 tischen Knaben zu verbinden, so daß, ohne letztere zu l benachtheiligen, im erster« genügende, gegen die Resultate der frühern Erziehung nicht allzuweit zurückstehende Fortschritte gemacht werden, diese Schwierigkeit beschäftigt die israelitischen Lehrer noch immer, und läßt sie auf eine Methode sinnen, welche den Weg verkürze und doch zum Ziele führen laste. Solchen Nachdenkens und praktischen Bemühens Erfolge sind die beiden vorliegendrn Schriften, deren Verfasser Schulmänner sind, der erste in Haguenau im Elsaß, der andre in Heidelberg. Indem der Erste«' eine Reihe von Schulschristen für die französisch-israelitischen Schulen hcrausgeben will, beginnt er mit einem Auszuge des Pentateuchs, der die Sprache und die biblische Geschichte zu gleicher Zeit den Schülern beibringcn! soll. Der hebräische Text, die französische Uebecsetzung > gegenüber, unter beiden grammatikalische und geographi-! sche Anmerkungen. Die Lehrmethode, die der Vcrf. em- : psichlt, ist: der Lehrer nennt das Wurzelwort und seine Bedeutung, der Schüler wiederholt. So im ganzen Satz; dann wird dieser repetirt. Alsdann sagt der Lehj rer die Uebersetzung und nachher das hebräische, Wort! für Wort. Nach Vollendung des Kapitels lernt der j Schüler cs so auswendig, daß der Lehrer zuerst das Hei bräische, der Schüler die Uebersetzung, alsdann der Leh-; rer die Uebersetzung, der Schüler den Text sagt. Daß j diese Methode gute Früchte tragen werde, ist sicher. Je-? doch möchte es schwerlich im zartem Alter anwendbar j sein, die Kapitel auswendig lernen zu lassen, und im l vorgerücktern ist wieder die eigentliche Methode ermüdend und zurückhaltend. Jedenfalls wird der Lehrer hieraus Vieles brauchbar finden, besonders nützlich die angezeigte Art des Auswendiglernens. Die Fortsetzung des Werkes wird uns weitere Einsicht gestatten. — Das zweite Werk ist eigentlich für Gymnasien und zum Selbstunterricht bestimmt, wird aber auch in jüdischen Schulen mit Nutzen gebraucht werden. Es ist in der Thal höchst methodisch eingerichtet. Zuerst nimmt es das richtige Lesen des Hebräischen zum Augenmerk, und führt darin ^inen genauen, gründlichen Stufcngang. Die Wörtersammlung enthält zwar die Wörter, die in den Aufgaben Vorkommen, sind aber gegenständlich zusammengestellt, z. B. die Theile des menschlichen Leibes, Himmelskörper, Baume und Pflanzen, was dem Gedächtniß sehr zu statten kömmt, aber nur Hauptwörter und Präpositionen. Die Aufgaben folgen der Grammatik, und wird über die Zeitwörter in den Anmerkungen das Nö- | thige nachgewiescn. Die Beispiele sind sümmtlich der heiligen Schrift entnommen. Man kann dem Verfasser Besonnenheit und Fleiß zum Ruhme nachsagen. — Magdeburg, 1. Juni. sFortsetzung der Recension über Benjamin Tudela aus No. 20.) Zwölf Juden, Färber, lebten zu Betlehem. Ueber die Höhle Machpela berichtet er: man hat dort 6 Gräber errichtet, giebt vor, daß diese die Abraham's ff. wären, und läßt sich dafür bezahlen. Wenn aber ein Jude kömmt, der dem Wächter der Höhle besonder» Lohn giebt, so wird eine eiserne Thüce geöffnet, die von den Erzvätern hecrührt, und der Wandrer steigt mit einer brennenden Lampe in die Höhle, die leer ist, so auch in die zweite, bis in die dritte, welche sechs Gräber, eines dem andern gegenüber, enthält. Auf jedem Grabe steht eine Inschrift: dies ist das Grab unsers Vaters Abraham's ff. Daselbst brennt eine Lampe Tag und Nacht, und befinden sich Kisten voll Knochen von Israeliten, weil es Gebrauch bei diesen ist, die Gebeine ihrer Väter hierherzubringen.— In einer Stadt Toron de los Caballeros findet Bcnj. 300 Juden, in Nob 2 I., in Ramle 3, in Jaffa 1 I., in Ascalon 200 rabbinische Juden, 40 Karäer und 300 Samaritaner, in Jesceel I I., in Liberias 50 I., in Alma 50 I., so daß hieraus die ungemein dünne jüdische Bevölkerung des heiligen Landes zu jener Zeit hervorgeht; bemerkenswerlh ist noch, daß die meisten Juden Färber waren. — In Damaskus lebten damals 3000 Juden, unter denen die talmudische Gelehrsamkeit sehr blühete, da die Vorsitzer der palästinensischen Akademie hier residirten; außerdem lebten 200 Karaiten und 400 Samarit. daselbst, sämmtliche Sekten in Freundschaft, aber ohne sich zu verheirathen unter einander. Jn Tadmor in der Wüste, weit entfernt von einem bewohnten Platze, mit Wällen umgeben,' fand er 2000 kriegerische Juden, die gegen Christen und Araber stritten und den Mahomedanern beistanden. In Aleppo 1500 I., Kala Jiaber 2000 I., Racca 700 I. mit einer Synagoge, deren Erbauer Esra gewesen sein sollte. Bon hier aus begab ec sich nach Mesopotamien. Wie schon in Syrien, wächst hier die jüdische Bevölkerung überall an, nach dem Charakter des Landes, in welchem die Städte weit von einander entfernt, aber sehr bevölkert sind. In Nisibin 1000, Jezireh Omar Ben Al-Khatab 4000 I., Mosul 7000 I., Rahaba 2000 I., Karkista 500 I., Pumpeditha 2000 Jud., Charda 15000 Jud., Okbera 10000 I. — endlich Bagdad. Den Kalifen beschreibt Benjamin als höchst leutselig gegen die Israeliten (air«

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