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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-07-03 · Heft 27 (3.7.1841) · p. Seite 395

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 27 (3.7.1841)
Date
1841-07-03
Page
Seite 395 (sequence 15)
Language
German
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2032 Thlr. 22 Gr. 8 Pf. 1134 216 387 79 71 13 1 8 - 11 - Die Kosten der Anstalt betrugen im Jahre 1840 3921 Thtr. 21 Gr. 9Pf.0our.> und zwar kommen auf Pensionen und Gehalte . . Verpflegungskosten .Mekteidung. Mwöhnliche Aufgaben für Wasche, Gesi'ndelohn, Geschirr, Abgaben, Porto, Assekuranz, Feuerung und Beleuchtung. u. s. w. . . . Ausgaben für oie Schule (Lehrmittel u. Schreibmaterialien) Ungewöhnliche Ausgaben (für Reparaturen u. s. w.) 2 - 7 - 22 - 9 - 6 - 2 - 3921 Thtr. 21 Gr. 9 Pf. Hieran mögen sich noch einige Bemerkungen über unfern Jakobstempel knüpfen. Die in demselben eingeführte gottesdienstliche Ordnung, welche baldmöglichst im Druck erscheinen wird, und an der sich auch nicht selten Auswärtige erbauen, hat nunmehr durch einen zweijährigen Bestand feste Wurzel gefaßt. Für die Auswahl der Festgebete (Pijutim) am Neujahrs - und Versöhnungstage ist uns in dem Manheimer'schen Machsor eine passende Richtschnur geboten, die wir um so dankbarer benutzen werden, da die Vergleichung ergibt, daß die von uns beibehaltenen Stücke mit den in Wien aufgenommenen großentheils übereinstimmen. So lange indeß das alte Machsor in den Händen der meisten Beter ist, dürfte es wol nicht unpassend sein — neben Beibehaltung der Hauptstücke — mit den übrigen vielen, nach Inhalt und Sprache trefflichen, Gebeten (namentlich Selichot) abzuwechseln, da es doch unthunlich Ist, sie alle vorzutragen, da wo dieser Vortrag langsam und feierlich geschehen soll, will man anders dem Gottesdienste nicht (neben Choral und Predigt) eine ungebührliche Ausdehnung geben, die mindestens bei unserer zahlreichen Jugend alle wahre Erbauung untergraben müßte. Eine sicher nicht zu verschmähende Abwechselung suchen wir durch jeweilige Einführung neuer Sangweisen, namentlich aus den Münchener, Würtemberger und Wiener Synagogen-Melodken, zu erzielen. An hohen Festtagen kommt in der Reget zum Schlüsse des Gottesdienstes noch der Vortrag eines größer» Chors hinzu. Um diesen Theil unseres Gottesdienstes macht sich fortwährend Herr Rösenstein verdient, der die Musik leitet und dabei von gebildeten jungen Männern in der Gemeinde unterstützt wird. Die Predigt fehlt nie an den Hauptfekertagen und wird an den gewöhnlichen Sabbaten wahrend der Sommermonate durch die mit dem Nachmittags-Gottesdienste verbundenen Katechisationen für die Schuljugend theilweise ersetzt. Der Kanzel-Vortrag am letzten Peßachfeste behandelte den Gedanken: Treue Pflichterfüllung ist die würdigste Aeußerung der wahren Freiheit. Diese Wahrheit wurde naher erörtert an allen drei Arten der Pflicht — gegen Gott, andere Menschen und uns selbst. Text: II. Mos. 4, 23. „Entlasse meinen Sohn, daß ec mir diene. — Das Thema zu der Predigt am vergangenen Wochenfeste war: Der Segen Gottes ist uns eine Offenbarung Gottes. - Nachgewiesen wurde dieser Segen auf unfern Fluren, in unfern Hausern, in unfern Tempeln. Text. II. B. Mos. 20, 21. „An jeglichem Orte, wo ich meinem Namen ein Gedachtniß stifte, will ich zu. dir kommen und dich segnen." Eine Konfirmation hat in diesem Jahre nicht Start gefunden. Die Knaben werden nämlich, wie üblich, nach dem zurückgelegten dreizehnten Jahre zur Tora gerufen, mit der feierlichen Einsegnung aber ist es sicher zweckmäßig noch einige Jahre zu warten und dieselbe erst in einem Älter eintreten zu lassen, das eine größere Reife der Gesinnung erwarten läßt, dem Uebergange zur Berufsbildung näher steht und dadurch einen segensreichem Einfluß auf das Leben verspricht. Schüler, die diesen Anforderungen entsprechen, werden wir, so Gott will, zum nächsten Wochenfeste in größerer Anzahl beisammen haben. Möchten diese kurzen Angaben vorläufig den sich mehrenden Freunden der Jakobsonsschule genügen, indem sie ihnen die Ueberzeuguna geben, daß wir des unsterblichen Namens unseres Stifters nicht unwerth zu sein trachten, daß es uns nicht an ernstem Willen fehlt zur Erfüllung der gebieterischen Forderungen der Zeit unser Scherflein beizutragen. Dr. Jmm. Wohlwill, Direktor.

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