Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 5 (1841)
- Issue
- Heft 27 (3.7.1841)
- Date
- 1841-07-03
- Page
- Seite 396 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen I^Ngr. (l Gr.caur.) Gebühren für die gespaltene Zeile ans Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. So eben erschienen, und bei Joseph Landes u. Sohn Buchhändler in Preß bürg zu haben: .naa sp Jcschnath. MosclicK oder Rettung der Juden;n Damaskus, von E. Pollak. gr. 8. Preis 3^ Ngr. (!O Lr. C. M.) Dieses Merkchen verdient der Empfehlung »nt so mehr, da cs die Berichte der Juden zu Damaskus deren Einkerkerung, Folterung und Befreiung durch die Herren Montefiore und Eremieux, aus der ^.itung des Judcnihums genau angidt, und es der Geschichte einverlcibt. - Bei Heinrich Hunger in Leipzig zu haben: Dr. Samuel Hirsch, Anhalt-Deßauischer Landesrabbiner. Friede, Freiheit und Einheit. Sechs Predigten, gehalten in der Sy< goge z-u Deßau. Broschirt i Thlr. Offene Lehrliugsstelle. Für einen jungen Menschen jüdischen Glaubens, welcher die zur Erlernung der Handlung nöthigen Schulkenntnisse besitzt, ist eine Stelle als Lehrling in einem mit En<>ros verbundenen Schnitt- und Modewaaren-Geschaft (in einer nicht unbedeutenden Stadt, woselbst es an Gelegenheit zur Vervollkommnung in Sprachen rc. nicht fehlt,) offen. Nähere Auskunft ertheilt die Redaktion auf frankirte Zuschriften. Einbeck. In Ane hiesige Seifen- und Llchte-Fabril kann ein israelitischer Knabe unter annehmlichen Bedingungen sofort in die Lehre kommen. Hiezu Geneigte belieben ihre Anträge srankirt zu richten an Hrn. Ehlers. Ein unverheiratheter, von eim'r königl. Schutt'om- C5T* Mission geprüfter Lehrer, der mehre Jahre'^uf einer vorzüglichen Universität Deutschlands studitte, alsdann eine Reihe von Jahren theils als Lehrer an einer Schulanstatt, theils als Hauslehrer sich praktisch ausbildete, und sowol über seine wissenschaftliche Befähigung, als über seinen moralischen und religiösen Lebenswandel die vollgültigsten Zeugnisse besitzt, auch bei verschiedenen Gelegenheiten nicht ohne Beifall gepredigt hat, und außer im Hebräischen, auch in den alten und neueren Sprachen gründlichen Unterricht ertheilen kann, wünscht recht bald als Prediger oder als Direktor einer israelitischen Gemeindeschule eine Anstellung zu finden. Nicht einen großen Salair, sondern einen ausgebreitttln und segensreichen Wirkungskreis beabsichtigt er zu erlangen. Nachfragen sind fcankirt an den Redakteur dieser Zeitung zu richten *). •) Wir geben mit Vergnügen zu erkennen, daß uns von dem in Rede stehenden Manne die besten .Zeugnisse vvrgclegt wurden, als: Abgangszeugnis der Berliner Universität,Doktordiplom, Prüfungszeugniß einer königl. Schulkonnniffion über hevräische und neuere Sprachen, die Morenu von einem ausgezeichneten Rabbincn Pelen's ff. D er Redakteur. Durchdrungen von den Gefühlen des Dankes ob der Ausnahme, Erziehung und geistigen Ausbildung meines Sohnes in der Nauenschen Schulstiftung in Berlin, fühle ich mich um so mehr verpflichtet diese meine Gefühle öffentlich an den Lag zu legen, als mir noch durch die Munifizenz dev"hochzuverehrendcn Herren Vorsteher, die Mittel verliehen wurden, der am 15. Mai a. e. stattgefundenen religiösen Weihe meines Sohnes beiwohnen zu können und mich dcö Erfolges der auf ihn mit so vieler Liebe verwendeten Sorgfalt erfreuen zu dürfen. Wenn schon Alle, die bei diesem feierlichen Akte zugegen waren, durch die ergreifende Rede des Herrn Direktors der Anstalt bis zu Thränen gerührt wurden, um wie viel, mehr mußte sie beseligend auf das Vaterherz wirken, so daß nur mit dem Ende meines Lebens ihr Nachhall in meine! Brust verstummen wird. Darum Dank Ihnen Allen, die Sie mir,, dem Fremden, und meinem Kinde so Großes thaten; namentlich Dank dem Hochwürdigen Herrn Vice-Rabbincn I. I. Ettinger, Dank dem Herrn Vorsteher I. Philipp, Dan! dem Herrn Director M. Landsberg, so wie allen übrigen Herren Lehrern dieser Anstalt, für alle die Beweise der Lieb» und zarten Sorgfalt, die Sie die Güte hatten meinem Sohne während seines dreijährigen Aufenthaltes in dieser trefflichen Anstalt angedeihen zu lasten. Lohne eS Ihnen der Allvater im Himmel, ein irdischer Vater vermag es nicht nach Würden! Dresden im Mar 1841. •'pba 'n ay?3 önistaa •’nm, t&sa 'r, ö?ö’ •biW Nathan Trietsek. Druck pon I. B. Hirschfeld.