Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 5 (1841)
- Issue
- Heft 24 (12.6.1841)
- Date
- 1841-06-12
- Page
- Seite 346 (sequence 10)
- Language
- German
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Hier war's, wo er niederkniete Scheidend, Abo-Abdeli, Als der Ruf des Schlachtengottes Sprach zum Maurenfürsten: „Flieh!" Bon der Alpujarra Gipfel Blickte er zum letzten Mal Auf Graneda's hohe Zinnen, Auf der Bega reiches Thal. Eine Thräne rollte nieder. Und die Thcane blinket noch. Wenn des Mondes Silberstrahlea Fallen auf des Berges Joch. 7. Sag', was steht dort für ein Denkstein Mit ibräischen Quadraten? Uebermoost und überwittert, Will's uns Etwas doch verrathen. Hier war's, wo mit Juda's Söhnen Stand Abarbanel zum Scheiden, Und die Faust, die männlich starke, Drückte auf das Herz voll Leiden. Bon der gastgewohnten Erde Sollten sie zur Jrrfarth weichen — Lieber wären sie gefallen, Lieber in den Gräbern Leichen! „Nicht des Königs Wort gebietet. Sondern nur der Gott der Väter — Ob wir wiederkehren werden Auch nach Spanien, früher, später? Laßt den Wanderstab uns greifen, Eh' den Ein'gen wir verrathen — Aber erst setzt diesen Denkstein Mit ibräischen Quadraten! Kömmt ein Enkel aus dem Jrrsal Zu dem Denkstein aus der Haiden: Hier war's, wo mit seinen Vätern Stand Abarbanel zum Scheiden." (Fortsetzung folgt.) Theologie. Der mosaische Opferkullus, dargestellt iu uuserm Bibelwerke. (Schluß.) So wie Sünd- und Schuldopfer auf dem speziellen Gebiete der Sünde, so beruhen die tnaVo auf dem speziellen Gebiete der von Gott empfangenen Wohlthat, so daß sie die umgekehrten Schuldopfer sind. Mag man bei ihnen an bVib „vollständig, heil sein" denken, was eine Ausgleichung voraussetzt, oder an vi-w „bezahlen," was die.Aufhebung der Verpflichtung, also ebenfalls eine Ausgleichung des schwebenden Verhältnisses enthalt, oder endlich an „Friede," den Zustand der Ausgleichung: die trab® sind die Aeußerung eines dankerfüllten Herzens, das seine Gefühle in der Erscheinung treten lassen will als Weihe des Genusses der von Gott empfangenen Güter, in der Anerkenntniß, daß diese Güter von Gott ertheilt worden. Zn dieser Weihe des Genusses liegt denn auch das ganze Wesen der , und wie daher keines der besonderen Opfermomente an den charakteristisch hervortreten kann, so muß zugleich das Thier auch von dem Darbringer selbst genossen werden, nachdem die Weihe und die Anerkenntniß Gottes als Gebers durch die Opferhandlung bewirkt werden. Das Opferthier wird daher, um Ausdruck der Gefühle des Darbringenden zu sein, durch Händeauflegen identisizirt, die vorhandene Sündhaftigkeit durch das Sprengen an den Altar gedeckt, und dadurch im Verbrennen der Fettstücke die unmittelbare Erhebung zu Gott vermittelt. Hiermit war die Weihe des Opserthieres zum Heiligthum vollzogen. Die Anerkenntniß Gottes als Gebers wird aber in einer eigentümlichen Ceremonie dargestellt, nämlich im Weben und Heben der Brust und rechten Schulter. Das Weben nach vorn und zurück soll auf Gott als Schöpfer der Welt (vgl. Ps. 113, 3. 50,1. Jesch. 45, 6. Mal. I, 11.), das Heben nach oben und unten auf Gott, der denSegen von oben herabkommen, und aus der Tiefe sprießen läßt (vgl. 1 Mos. 49, 25. 5 Mos. 33, 13.) deuten, wie es schon die Rabbinen gefaßt, und wie es sich daraus