Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 5 (1841)
- Issue
- Heft 24 (12.6.1841)
- Date
- 1841-06-12
- Page
- Seite 344 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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344 hat. Der Vers. hat aber entschiedenes Rednertarent, wenn ihn die AeußerLichkeit so unterstützt, wie der Fluß und Kern der geschriebenen Rede. — Huldigungsrede ff. Von Rabb. Israel Deutsch in Beuthen. Breslau, 1841. Von dem Standpunkte des Vers., wie er ihn im Anfänge seiner Rede bescheiden zeichnet, sehr genügend und angemessen.-Die Gebete der Israeliten am Neujahr und Versöhnungsfeste in deutscher Sprache und hebräischem Texte aller Haupt - und Pflichtgebere. Von Moritz Frankel und Dr. G. Kleefeld. Berlin, 1841. Eine Ausgabe für Frauen nach der eigenthümlichen Idee, den Text und die UebersetzUW der Hauptgebete, hingegen sämmtliche Piutim, viele Selichot ff. aber bloß mir den Anfangsworten des Textes und in vollständiger Uebersetzung zu geben. Man wird dies nach Vieler Bedürfniß geordnet finden. Die Ausstattung ist höchst angemessen, Typen wie Papier schön, das letztere ein wenig dünn. — Hamburg, im Mai. Vor Kurzem hat der unermüdliche Arbeiter im Felde unsrer Literatur, Herr Leopold Dukes, ein Subscrkptionsblatt ausgegeben auf: eine Geschichte der religiösen Poesie vom Schlüsse des Talmuds bis auf die neuere Zeit herab, mit hebräischen Beilagen und deutschen Uebersetzungen. Wir entnehmen der Anzeige folgende Stellen. „Die hebräische Beispielsammlung wird nicht nur Stücke von deutschen und spanischen Peitanim enthalten, sondern auch ca ratschen Dichtern wird Raum darin vergönnt sein, und zwar wird diese Blumenlese rurr bis jetzt unbekannte Stücke umfassen, die lediglich Handschristen und seltenen Druckwerken, deren es eben so wenig als Handschriften giebt, entnommen sind. — Wir sind in den Stand gesetzt, außer vielen werthvollen anonymen Stücken, von mehr als zweihundert Dichtern größere und kleinere Proben zu liefern, worunter gar viele Namen sind, welche wir vergebens bei Bartotozzi, Wolf und de Rossi suchen/' „Das Werk selbst wird die Lebensbeschreibung aller hebräischen Hymnologen nebst einer Charakteristik ihrer anderen Werke enthalten. Eine allgemeine Einleitung wird dem speziellen Theil des Werks vorangehen, deren Aufgabe es sein wird, folgende Punkte auf eine geeignete Weise zu erörtern: 1) Geschichtliche Uebersicht der religiösen Poesie bei den Hebräern bis zur Entstehung des Talmuds. 2) Darstellung der im Talmud enthaltenen Gebete. 3) Entstehung der eigentlichen Piutim (Festgebete). 4) Aeußere und innere Ursachen, welche bei der Entstehung und Entwickelung derselben besonders wirksam waren. 5) Einfluß derselben auf die Literatur und Denkungsart der Hebräer; so wie Parallelen zwischen den deutsch - hebräischen und den spanisch - hebräischen Dichtern. 6) Arten der religiösen Poesie. 7) Beschreibung seltener Gebetsammlungen und Ritualien nebst kritisch-bibliographischen Nachweisungen. Das Werk wird etwa vierzig Bogen stark werben, und der Preis desselben für die verehelichen Subscribenten nicht die Summe von zwei Reichsthalern übersteigen. Zur Bequemlichkeit derselben wird solches in Heften erscheinen, und am Schlüsse des Ganzen mit einem Register versehen werden." Wir machen auf dieses Werk aufmerksam, und da die Herausgabe von der Subscribentenzahl abhängt, so mögen alle Förderer unsrer Literatur nicht zu lange anstehen. (Die Redaktion ist sehr gern bereit, Subscrkptionen entgegenzunehmen.) Belletristik. Der Jude in G r a n e d a. 1. Schwarze Augen und Manlillen, Wie sie Gluth ent- und verhüllen, Wie sie Strahl und Schatten breiten. Zünden im Vorübergleiten, Und des Fächers Winken, Fallen Bringt die Gluth erst recht in's Wallen. Hüpfen aus der Alameda, Rosenkönigin Graneda, Deiner Töchter Huldgestalten: Hüpft den Jünglingen und Alten Schnell des Herzens rothe-Welle Stürmisch in die enge Zelle.