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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-06-12 · Heft 24 (12.6.1841) · p. Seite 343

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 24 (12.6.1841)
Date
1841-06-12
Page
Seite 343 (sequence 7)
Language
German
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343 ginalstüKen, von M. E. Stern. -Wien, 1841. Der würdige Vers, dieser „metrisch-gereimten" Uebertragungen hat nicht überall den rechten Griff gethan, so sehr wir auch seinem Streben Anerkennung nicht versagen wollen. Die erste No., die gereimte Uebersetzung der Pirke Abot, versucht das schwierigste Unternehmen, prosaische Gnomen in poetische Form zu gießen. Der Werth einer Gnome liegt theils in dem trefflichen, moralischgediegenen Inhalte, theils in dem treffenden, kurzen, gedrängten Ausdruck. Wird der letztere durch Zusammenschnüren und Auseinanderrücken in eine metrische Form gebracht, so wird die Gnome an Originalität, Kraft und Sicherheit neunmal unter zehnmal verlieren. So ist eS auch hier geschehen. Bei Prüfung dieser Uebertragung haben wir oft das Original in's Gedächtniß zurückrusen muffen, um den Satz nur zu verstehen. Z. B. „Wer der Lehrkron' Majestät Sich bedienet — der vergeht." „Satzungskunde mach' zur Pflicht." „Körperschwer, Bringt Fäulniß mehr." Der Flickwörter, Zusätze ff. bedarf der Vers, sehr oft, um zu Ende zu kommen. Jndeß ist ihm auch mancher Spruch ganz trefflich gelungen, und kömmt ihm eine leichte Verflsikation sehr zu Statten. — Die zweite Sammlung gehört dem Kreise unsrer Liturgie an, und hatte somit ein höheres, schwungreicheres, Gebiet. Dem Vers, ist hier viel Mehreres gelungen; doch blieb noch viel Schwerfälligkeit der Sprache, die gerade, weil die Versisikation leicht ist, einen unangenehmen Eindruck macht. Die „Zehn Gebote" sind recht gelungen, ebenso die „13 Glaubensartikel" dagegen „Leeha Dodi" gänzlich verfehlt. Der Verf. hat gewiß poetisches Uebersetzertalent, aber wir rathen ihm noch sehr, zu sichten, und der Korrektheit der Sprache sich zu befleißigen. Non nmlta, sed multum. — Betrachtungen über jüdische Verhältnisse von Daniel Ehrmann. Pesth, 1841. Der Verf. des vorliegenden Aufsatzes hat einen herrlichen Willen, den wir zu Frommen unsrer Glaubensgenossen wach erhalten wollen; er hat auch beste Einsicht und einen schon flüssigen und kräftigen Styl. Aber noch gährt es in seiner Jugendkraft, und der Prozeß fester Gestaltung muß erst noch vollendet werden. „I. Der ungarische Landtag im Jahre 1840," ist eine angemessne Feier der Freisinnigkeit, die sich da geltend gemacht, indem sich keine einzige Gegenstimme vernehmen ließ. „II. Hindernisse der geistigen Bewegung im Judenthume," findet alles Nebel im unmethodischen Jugendunterricht. Daß dieser ein sehr leidiges Hinderniß ist, verkennt Niemand. Aber erschöpft ist damit der Gegenstand nicht. Der Mangel an geistiger Verbindung und Verbrüderung, an Lebendigkeit und rascher, thätigec Einwirkung auf einander ist nicht minder ein Hemmniß. Was ein kräftiges. Geschlecht in Monaten bewirken würde, setzen so nicht Jahrzehende in's Werk, und die rechte Zeit — verfliegt unterdeß. Magdeburg, 1. Juni. Angekommen: -ipin Philosoph und Kabbalist von Moses Chajim Luzzatto. Nach dem aus einer Handschrift vermehrten Exemplar des Herrn Jakob Kaplan aus Minsk zum ersten Male vollständig herausgegeben und lateinisch, deutsch und hebräisch eingeleitet von Dr. M. S. Freystadt. Leipzig 1840. Der Vorzug, den diese Ausgabe des kabbalistischen Werkes vor denen zu Sklow 1785 und Lemberg 1810 hat, besteht in 8 Kapiteln, die früher fehlten. In der deutschen und lateinischen Einleitung .legt Herr vr. Fr. die Lebensverhältnisse des M. Eh. L., seine Schriften und den Inhalt der vorliegenden Schrift dar, welche eine Darstellung des kabbalistischphilosophischen Philosophems enthält. Die Kabbala als Philosophem zum vollständigen, gründlichen und wesenhaften Bewußtsein der Neuzeit zu bringen, ist ein Werk, zu welchem bis jetzt erst Bausteine herangebracht worden sind. Als einen solchen haben wir auch die vorliegende Ausgabe gern anzunehmen. Die hebräische Einleitung giebt einen kurzen Auszug aus den anderen. — Einzelne Predigten: Antrittspredigt re. rc. von vr. Sam. Hold heim. Schwerin, 1840. Die Schwierigkeiten des Lehramts werden überwunden werden mit „Gottes Hülfe" und der „Gemeinden Vertrauen." — Jakob und Israel. Von demselben. Schwerin, 1841. Jakob ist Name von den Zufälligkeiten der Geburt, Israel des Verdienstes. Daher: Wir sollen den Menschen nicht nach dem Zufall seiner Geburt, sondern nach seinem erworbenen Verdienst benennen und behandeln. Dieser allgemeine Satz wird sehr verständig auf israelitische Verhältnisse angewendet. — Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Von Dr. I. Maier. Stuttgart, 1840. Eine recht kräftig gehaltene Jubelpredigt. — Die Herstellung der Achtung und Ehre Jsrael's vor der Welt. Von vr. Jakob Auerbach aus Emmendingen. Freiburg im Breisgau, 1840. — wie diese insonders von uns selbst abhängt. Kräftig gesprochen, aber noch zu wortreich. Die Jugend spricht gern Alles mit einem Male aus, was sie auf dem Herzen

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