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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-03-20 · Heft 12 (20.3.1841) · p. Seite 163

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 12 (20.3.1841)
Date
1841-03-20
Page
Seite 163 (sequence 3)
Language
German
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IDd „daß die nöthige Anzahl Exemplare der H. Schrift „angeschafft werden, um jedem Sträflinge eines „zustellen zu können. Auf die Wiedereinführung „der Koscherkost vermag man, weil die frühern „Umstände noch immer obwalten, nicht ein- „zugehen." Wohlderselbe wolle sich nunmehr darüber äußern, an welchen Tagen und zu welchen Stunden der Unterricht ertheilt werden wolle und zugleich diejenige Ausgabe der H. Schrift bezeichnen, welche zum Gebrauche der Israelitischen Sträflinge am geeignetsten wäre. vr. Hergt. Referent dieses ertheilt nun wirklich seit jener Zeit im Namen seines Vaters, der hier Bezirksrabbiner ist, den Religionsunterricht nach der Bibelübersetzung von Dr. Salomon und hält an Sabbaten und Feiertagen religiöse Vorträge, verbunden mit wechselseitigem Rezitiren von deutschen Psalmen und deutschen Gebeten. — M. Präger, cand. theol. mos. In der neuesten Zeit ist bei'dem hier garnisonirten Dragonerregiment ein Jude für einen Christen in Dienst getreten. Speier, 3. März. (Privatmitth.) Im vorigen Monat ist Herr Fohr aus Landau, der früherauf dem löbl. Rentamte zu Landau arbeitete, Einnehmer in Hochspeier geworden, ohne daß ihm der Religionswechsel — er gehört dem mosaischen Glauben an — zur Bedingung gemacht worden. Diesen bedeutsamen Akt haben wir der Humanität Sr. Durchlaucht des Fürsten Wrede, königl. Regierungspräsidenten der Pfalz, zu verdanken, denn noch geschah selbst in unsrer aufgeklärten Pfalz dies nicht. 8. Oesterreich. Jung-Bunzlau, 3. März. (Privatmitth.) Die vom Vorsteher Herrn Gitschin in Vorschlag gebrachte Religions-'und Elementarschule daselbst wird nun bald ins Leben treten. Es sollen an derselben 4 Lehrer angestellt werden, welche neben den vom Staate angeordneten Lehrgegenständen zu den vorgeschriebenen Prüfungen, auch Talmud, Geschichte der Juden, Mathematik und in den neueren Sprachen zu unterrichten haben. Der Herr Vorsteher Gitschin verdient um so mehr den Dank seiner Glaubensgenossen, da die Schulen in Böhmen, sich bisher noch keines geistigen Fortschrittes erfreuen konnten. — Prag, 3. März, (Privatmitth.) Rappoport, auf Anregung des Herrn S. Kuh, Vorsteher des hiesigen Krankenhauses, eines sehr achtbaren und wohlthätigen Mannes, wird eine hebräische Wiederholungsschule für Handwerker errichten in welcher jeden Sabbattag, so wol die heilige Schrift als auch hebräisch Lesen und Uebersetzen vorgetragen werden soll. —. Den 1. März fand zum Besten des israelitischen Hospitals allhier eine musikalisch-deklamatorische Unterhaltung Statt, die meistens von christlichen Virtuosen ausgeführt wurde. Eine erfreuliche Erscheinung in Böhmen, doch sehr im Widerspruche mit der neuen Verordnung des Leibzolles, der den Juden für die Sommerwohnung in Bubcntsch (nahe bei Prag) auferlegt wurde. P. Arad, 19. Februar. (Privatmitth.) Gestern veranstaltete der hiesige „Kultus-Verein" einen imposanten Ball zum Besten einer Orgel für hiesige Synagoge. Der reine Ertrag beläuft sich auf 490 fl. Unser erster Vorsteher war sehr thatig für diesen Zweck, und wohnte dem Balle persönlich bei. Wir zweifeln nicht, daß dieses Werk, zuerst stn Ungarn, binnen 3 Jahre fertig sein wird. Unser Chorin fühlt sich ganz verjüngt dadurch. —. Wir zählen in unserer Gemeinde bereits über 50 Meister israelitischen Glaubens, eben so viele Individuen wandern noch, und gegen 109 sind in der Lehre. Auch die Reichen widmen ihre Kinder der Industrie, und sechs Handwerker sitzen mit unter den Repräsentanten der Gemeinde. So gehören auch 4 Musici israelitischen Glaubens zum Theaterorchester, darunter zwei Prima's. ...n. Preuße»». Berlin, 16. Februar. (Franks. Journ.) Einen recht erfreulichen Eindruck hat hier unter Christen, besonders aber unter den Juden, ein schöner edler Hcrzenszug Herrn v. Rothschild's gemacht, indem er der jüdischen Gemeinde zu Krojanke, im Großherzogthume Posen, auf Empfehlung unseres Geheimen Staatsministers, Herrn Rother, zum Aufbaue einer Synagoge ein Geschenk von 2000 Thlr. übermachte,

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