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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-03-06 · Heft 10 (6.3.1841) · p. Seite 141

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 10 (6.3.1841)
Date
1841-03-06
Page
Seite 141 (sequence 13)
Language
German
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141 tum malitia, et non subsistaut in nudis litteris, sed res attingant, et vere divinos sensus percipiant, nt et meliora discant, et aliquando errate, atque in eo, quod omnium praestantissimum est, spe scilicet in deum, peccare desinant. Propterea enim omnem illis linguam ad sacrorum librorum recitationem aperuimus, ut omnes deinceps illorum notitiam accipientes meliora facilius discant, quum in confesso sit, aptiorem multo ad meliora discernenda et eli-. genda esse eum, qui in sacris libris enutritus est, nec habet multum, quod emendandum testet, quam illum, qui nihil horum seit, et soli cultus nomini inhaeret, eumque quasi sacram aucoram teilet, divinamqae doctrinam nudum haeresis nomen esse putat, Epilogus. Quae igitur placuerunt nobis et sacra hac lege declarata sunt, ea custodiet quidein gloria tua et quae tibi obtemperat cohors, custodiet vero et ilie, qui quovis tempore in eodem magistratu constitutus est, nec Hebraeos adversus haec quid facere permittet, sed qni resistere et prohibere plane tentaverint, eos corporaübus primum poenis subiieiet, atque exsules habitare compellet, exutos etiani facultatibus, ne simul contra deum et imperium audacter insurgant. Praeceptis etiam ad provinciarum rectores utetur, quibus nostram legem ipsis iniungat, ut hi quoque eam cognoscentes in unaquaque civitate proponaut, scientes haec necessario observanda esse ab iis, qui nostram indignationem metuant* (Schluß ten hören, sich vor der Böswilligkeit der Erklärer zu wahren, daß sie nicht an den nackten Buchstaben hangen, sondern das Wesen berücksichtigen, und den wahren göttlichen Sinn fassen, daß sie das Bessere lernen, und aufhören irre zu gehen, und besonders gegen das, was das Vorzüglichste ist, die Hoffnung auf Gott, zu sündigen. Deshalb haben Wir ihnen jede Sprache bei Vorlesung der heiligen Schriften geöffnet, daß sie Alle deren Kenntniß empfangend, besser würden, da es offenbar ist, daß der, welcher in den heil. Schriften bewandert ist, befähigter ist, das Bessere zu erwählen, und weniger hat, worin er zu bessern sei, als der, welcher Nichts davon weiß, nur dem Namen nach dem Kultus anhangt, ihn als einen heiligen Anker festhält, und die göttliche Lehre nur für die Bezeichnung einer Partei erachtet. Nachwort. Was daher Uns gefiel und Wir in diesem heiligen Gesetze erklärten, darüber wache Du und Deine Untergebenen, so wie auch Dein Stellvertreter, und erlaube nicht, daß die Hebräer Etwas dagegen thun, sondern wer Widerstand zu leisten oder überhaupt es zu hindern wagen sollte, unterliege zuvorderst körperlichen Strafen, werde dann verbannt und des Vermögens beraubt, damit er nicht gegen Gott und den Kaiser zugleich fehle, u.s. w. u. s. w. folgt.) C o r r e s p o n d e n z e tu Berlin, Januar. Die jüdische Gemeinde-Knaben-Schule zu Berlin. Die ungemeine Wichtigkeit der Elementarschulen für die Mittlern Stande in moralischer wie intellektueller Beziehung beweisen nicht bloß die wohlthätigen Wirkungen derselben da, wo sie bereits in's Leben getreten find, sondern auch das mehr und mehr sich bemerkbar machende Bedürfniß derselben, da wo ihre Existenz noch immer bloß eine Hoffnung ist. Abgesehen von dem unendlich praktischen Nutzen, der aus einer gewissen Geistesbildung überhaupt entspringt, ist es auch erhebend, Menschen, die Geburt und Umstande einer mehr materiellen Lebensweise zugewiesen haben, insofern ihrer hohem Bestimmung naher gebracht zu sehen, als der geistige Schatz, den Gott und Natur ihnen.verliehen, nicht ganz verkümmert ist. — Diese allgemeine Wichtigkeit der Elementarschulen steigert sich aber noch für die Juden; da sie, als die im Leben leider noch immer hintangesetzte Minorität, ihre wahlreichern christlichen Mitbrüder an Tätigkeit und Einsicht übertreffen müssen, um sich im Strome der Industrie obenauf halten zu können,

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