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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-02-13 · Heft 7 (13.2.1841) · p. Seite 93

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 7 (13.2.1841)
Date
1841-02-13
Page
Seite 93 (sequence 13)
Language
German
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Elazar. Ein Anführer. Zum Pascha mit den Meutern! (Elazar und Lhirza werden fortgeführt.) Fünfter Auftritt. Verwandlung- Saal bei Achmed Pascha. Achmed Pascha sitzt auf Kiffen in der Ecke deS Saals. Elazar und Lhirza werden vorgeführt.) Achmed. Ein arg Verbrechen habet Ihr begangen; Ihr habt zuerst euch widersetzct meinem Gebot, und einen Aga dann getödtet. Tritt vor, Elazar — Elazar (tritt gebeugten Hauptes vor, dann erhebt er sich, blickt auf den Pascha, und fahrt zusammen. Wen seh' ich! Achmed. Ha ha! erkennst Du mich? ja, ich bin Achmed, Der Sklave Deines Vaters — diese Narbe Bezeichnet mich — geraumer Zeiten Lauf Ging darüber hin: der Sklave ward zum Pascha. Allah il Allah! Gott ist groß! Elazar. Wie bist Du mir gesinnt, Herr, den ich ehre? Hat sich der Gnade goldner Wolkensaum Auf mein gebeugtes Haupt in Deinem Herzen Gesenkt? und darf ich hoffen? Achmed. Was sollt' es nicht! weißt du, wie du als Jüngling Mich selbst, den Knaben, von der Ruthe batst, Die frisch geflochten meinem Rücken drohte? Wie Du Dich zwischenwarfst, des Vaters Zorn Nicht achtend? Nun, ich schlüpfte zwar gar bald Aus Eurem Haus des Nachts und wurde frei — Doch solchen Dienst vergißt man nie. Elazar. Du trägst ein großes Herz — Achmed. Nun wirst Du bald Zu winseln und um Gnad' zu fleh'n beginnen — Ich seh' es kommen — wirst im Staube liegen. Wie ich vor Deinem Vater — doch ich werde Die Rolle, die Du spieltest, übernehmen, Und Fücbitt' legen bei'm gestrengen Herrn — O höre sie — Achmed. es wird ein rührend Schauspiel. Doch kommen wir zum Ende gleich; vernimm Den Spruch der Gnade, den ich, tief erweicht. Zuletzt ergehen lasse — Elazar. Sprich, Dein Knecht vemimmt's! Achmed. Drin Sohn ist todt, er siel in wackerm Kampf, Und Deine schöne Tochter sagt mir zu: So will ich sie in meinen Harem nehmen. Und Deine Güter als allein'ger Erbe; Du aber, Greis, kannst geh'n, wohin Du willst. Elazar (nach einer Pause.) Ist dies Dein Wille, unabänderlich? Achmed. Bei des Propheten Bart! Elazar. So laß ein Abschiedswort der trauten Tochter Zum letzten Gruß den greisen Vater sprechen. Achmed. Es sei — doch nicht zu lang! (Elazar und Lhirza gehen in die Mitte des Saals, wo man sich von ihnen entfernt j Elazar. Wir müssen scheiden, Thirza! Thirza. Du willst mich von Dir stoßen, Vater? Den Henkern mich, den blut'gen, überlassen? Elazar. Ich will den letzten Vatersegen izt Ach! in dein warmes, junges Herz Dir legen! Thirza. Und leben soll ich unter diesen Mördern, Und eine Beute dieser Teufel sein? O warum traf mein Bruder jenen Aga, Warum nicht mich, ich segnet' seine Hand! Elazar. Ich gebe Dir das Erbe Deines Bruders! Thirza. O Vater, gieb mir seinen Tod!

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