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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-01-23 · Heft 4 (23.1.1841) · p. Seite 52

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 4 (23.1.1841)
Date
1841-01-23
Page
Seite 52 (sequence 12)
Language
German
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Priester, und im ganzen, auf die Haltung dieser bezüglichen Gesetze wieder. Wir sehen, es ist hier an keine Vorstellung des Universums, des Himmels, der Erde, der Planeten, Elemente ff. zu denken, an keine Allegorieen und vollständige Symbolisirung: sondern an die einfachen, nothwendigen Ideen des Anstrebens zu Gott und der Offenbarung, die im israelitischen Heiligthum ihren Platz haben mußten; und erst abseitens dieser Grundgedanken, wo die Nebengedanken äußerlich festgehalten werden mußten für ein Volk, das diese i» abstracto noch nicht festzuhalten vermochte, treten Symbole ein. Als das wichtigste dieser Symbole erscheinen die Cherubim, die theils in Gold plastisch ausgeführt auf der Sühnplatte (mes), oder vielmehr aus ihrer Masse herausgearbeitet, standen, theils in den untersten, innersten Teppich der Wohnung und den Vorhang des Allerheiligsten eingewirkt waren. Wir wollen hier auch nicht das geringste Blatt aus der langen Geschichte der Deutungen dieses eigensten Symbols geben, (auch Baehr ist hier ganz verunglückt, indem er den mosaischen Cherubim die Vision des Ezechiels unterschob, und daher auch die in der Stiftshütte alö vierthcilige Wesen betrachtete und deutete, welchem doch der klare Ausdruck der Schrift, daß die beiden Cherubim ihre Gesichter sich zu - und auf die Sühnplatte hinabwandten, wonach sie nur ein Angesicht haben konnten, widerspricht 2. B. Mos. 25, 20.) sondern nur die Ansicht des Bibelwerkes kurz resumiren. Es wird darin zuvörderst nachgewiesen, wie die mosaischen Cherubim nach und nach in die Ezechiel'sche Vision sich ausarbeiteten, und daß dieser Vision auf die Cherubim in der Stiftshütte und im Tempel gar keine Einwirkung gestattet werden könne, da Ezechiel selbst bei seiner Lempelvision ganz von jener ersteren in Bezug auf die Cherubim abweicht. Es wird ferner gezeigt, wie die Cherubim erst später zum Begriff als „Träger- Gottes," und ganz wider die Aussprache Mosche's, gekommen sind, und ganz einfach zu ihrer Deutung der Ausdruck zu Grunde gelegt, daß, indem sie an den beiden Enden (priiLp b? 25, 19.) der Sühnplatte sich befanden, und diese räumlich begränzten, gesagt wird, „Gott wolle reden von der Sühnplatte herab, von zwischen den beiden Cherubim hervor•»:© ^2» 25,22. 4Mos. 7, 89.) Sie erscheinen also hier als die Abgränzer des göttlichen Worts, der göttlichen Offenbarung, und vergleichen wir dies mit 1 Mos. 3, 24. (ü^nn yv "pi na -la-ab), so stellt sich der Begriff klar heraus: daß, wenn auch durch die Offenbarung das Wesen Gottes dem Menschen nahe tritt, auch diese Offenbarung ihre Gränzen hat, indem diese nicht die Wahrheit in ihrer Unendlichkeit und die reine Göttlichkeit dem Menschen bringen soll, sondern nur soweit sie menschlicher Fassung zur Erleuchtung und Heiligung des Menschen angemessen ist. Die Cherubim sind demnächst die Abgränzer der reinen Göttlichkeit und des Menschenseins, und deuten so aus Wesen hin, die zwischen Gott und Menschen stehen. Darum nennt auch Ezechiel den Cherub rp:::n £mn, „bcc die Vollkommenheit versiegelt" 28, 12. Darum tritt auch der Cherub in den innersten Teppich um das Allerheiligste als Abgranzer des Göttlich-Vollkommnen herum. Das Weitere s. S. 454. deS Bidelwerks. — Die anderen Symbole, Leuchter und Tisch, haben wir oben schon kurz in ihrer Deutung angeführt. Die Erweise müssen an Ort und Stelle nachgelescn werden. (Fortsetzung folgt.) c I l c t t t |H f. Orientalische Szenen. I. Der Kampf. Personen: Achmed, Pascha. Ein Aga. Elazar, der Vater. Benoni, sein Sohn. Thirza, seine Tochter. Türkische Soldaten. Ort: Joppe. Erster Auftritt. (Zimmer im Hause deS Elazar, orientalisch reich ausgcschmückt.) Benoni (allein.) Des Sabbats heil'ge Ruhe schreitet, her Zu Juda's niedren Hütten; Wir sind gerüstet ihrer Wiederkehr, Wie man den leisen Schritten

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