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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-01-16 · Heft 3 (16.1.1841) · p. Seite 34

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 3 (16.1.1841)
Date
1841-01-16
Page
Seite 34 (sequence 6)
Language
German
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34 Königs durch die zweckmäßigen Anordnungen des Land-Rabbiners Friedländer nicht nur in Brilon, sondern auch in den übrigen Gemeinden seines Rabbinatsbezirks auf eine würdevolle, der Wichtigkeit des Festes angemessene Weise begangen worden ist. Wir beauftragen Sie, dem Herrn Friedländer unseren Beifall hierfür zu erkennen zu geben, und ihm zugleich zu erkennen zu geben, daß rc. rc. k. Arnsberg, den 10. Dezember 1940. Königl. Negierung, Abtheilung des Innern, (gez.) Dach. An Walther. Herrn Obervorsteher Hellwitz Wohlgeboren zu 1« 25,045 Söst. B. m. 8. p. r. An Herrn Land-Rabbiner Friedlander Hochwürden, und ermangele ich nicht, demselben gleichzeitig meinen besten Dank für bewiesenen Amtseifer abzustalten, und bin ich höchst erfreut über die sehr ehrenwerthe Anerkennung Seitens Königl. Hochlöblichen Regierung. Die Früchte solcher guten Gesinnungen können dem Herrn Rabbiner nur zum schönsten Segen gereichen. Söst den 17. Dezember 1940. (gez.) Hellwitz. Berlin, 30. Dezember. (Privatmitth.) Vor Kurzem traf hier an die jüdische Gemeinde ein Schreiben von den Deputirten der Brittischen Israeliten ein, welches in deutscher Sprache von den Aeltesten an die einzelnen Mitglieder gesandt wurde. Das Resultat, welches dadurch erzielt wurde, ist noch nicht bekannt. Abgeordnete der Brittischen Juden. London, 27. Oktober 1840. 30. Tisch ri 5601. Meine Herren! Die furchtbaren Verfolgungen, deren Gegenstand unsere Glaubensgenossen in Damaskus und Rhodus vor Kurzem waren; die Leiden, die Viele derselben erduldeten und in deren Folge Einige von ihnen gestorben sind; die grausamen und falschen Anschuldigungen unseres heiligen Glaubens, zu denen man seine Zuflucht nahm, um die begangenen Unmenschlichkeiten zu rechtfertigen — alle diese unglückseligen Ereignisse haben die Aufmerksamkeit der civilisirten Völker des Erdbodens auf sich gezogen und deren Mitgefühl erregt. Sobald das Londoner Comite von Abgeordneten der Brittischen Juden mit den herzzerreißenden Details jenes schmachvollen Verfahrens bekannt wurde, hielt dasselbe es für seine Pflicht, sofort an seine Brüder in England sich zu wenden, um den hülflosen Opfern der Bigotterie und des wilden Fanatismus Beistand zu leisten. Es gründete diesen Hülferus auf die hohe Achtung, die wir vor unserer Religion haben, so wie auf das Mitgefühl für die Unterdrückten; ja, sowol jedes religiöse als jedes menschliche Gefühl forderte die Mitglieder des Comitö's zur thatigsten Lheilnahme auf. Ihrem Hülferuf wurde auf das Kräftigste entsprochen; es wurden sofort die angestrengtesten Bemühungen in's Werk gesetzt, um die weitere Ausdehnung der Verfolgung zu hindern, die Unterdrückten aus der unbarmherzigen Hand des Drängers zu befreien und unsere Gotteslehre gegen die schimpfliche Anschuldigung zu vertheidigen, welche von der Bosheit erfunden oder vielmehr wiedererweckt worden war zu ihren eigenen nichtswüroigen Zwecken. Die Maßregeln, die genommen wurden, sind der Welt bekannt. Die mächtige Intervention der Brittischen Regierung, so wie verschiedener anderer Staaten, ward mit Erfolg zu Gunsten der heiligen Sache der Wahrheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit ausgeübt. Alles, was wir forderten, was wir wünschten, war ein rechtliches und offenes Prozeßverfahren vor einem vorurtheilssteien Gerichtshöfe; wir suchten nicht den Schuldigen zu beschirmen, sondern den Unschuldigen zu schützen. Was unsere Brüder in Rhodus betrifft, so hat das Resultat unseren Erwartungen entsprochen; den Angeklagten ist vor den Türkischen Gerichtshöfen in gehöriger Form der Prozeß gemacht worden und die Untersuchung endete mit ihrer vollständigen Freisprechung. Eine von England aus durch den ausgezeichneten Menschenfreund, Sir Moses Montefiore, unternommene Mission, begab sich nach Alexandrien, um von dem Vicekönige von Aegypten dieselbe Gerechtigkeit zu erlangen, die unseren Brüdern von

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