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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-01-02 · Heft 1 (2.1.1841) · p. Seite 7

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 1 (2.1.1841)
Date
1841-01-02
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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7 solche Juden sind, welche die Rechte eines Inländers und preußischen Staatsbürgers haben oder resp. durch die Geburt oder Verheiralhung erlangen; und 1») daß das Eingetragene in facto wahr sei. -Für jede Eintragung werden, außer dem Falle des beglaubigten Unvermögens 4 gGr. Schrciögcbühr bezahlt. ü) Das Verzeichniß wird doppelt gesührt unb das Duplikat am Schluffe jedes Kalenderjahres der Regierung eingcsandt. e) Für die Aufbewahrung der Verzeichnisse bei den Regierungen und bei den örtlichen Behörden muß in eben der Art Sorge getragen werden, als dies mit den Kirchenbüchern geschieht. f) Atteste auf den Grund dieser Verzeichnisse von den Behörden, welche sie führen, oder von den Regierungen, vertreten dagegen auch für Juden, die Inländer und preußische Staatsbürger sind, die Stelle von Geburts-, Trauungs- und Todtenscheinen, und für deren Ausfertigungen werden auch dieselben Stempel und Sportuln erhoben. Berlin, den 25. Juni 1812. (gez.) v. Hardenberg. An sämmtliche Königliche Regierungen. Vorstehende Bekanntmachung der Ministerien des Innern und der Polizei und der Justiz vom 16. Apr. 182» und die darin in Bezug genommene Instruktion des Herrn Staatskanzlers vom 2». Juni 1812 wird auf höhere Anordnung hiermit zur Kenntniß des Publikums und den betreffenden Behörden gebracht und deren pünktliche Befolgung gewärtigt. Magdeburg, den 1. Dezember 1840. Königliche Regierung. Abtheilung des Innern. Berlin, II. Dezember. Die Leipz. Allg. Zeit, meldet von hier: Zu'den hier schon bestehenden wenigen Leichenhäusern ist kürzlich noch ein neues gekommen, nämlich das, welches die jüdische Gemeinde auf ihrem Begräbnißplatze angelegt, und welches sich durch Eleganz auszeichnet. — (Schon in Ro. »7 und 60 Jahxg. 1837 dieser Zeitung stand eine „Aufforderung an alle israelitischen Gemeinden, und an die Berliner besonders" zur Errichtung von Leichenhäusern. Es gereicht der Gemeinde zu Berlin gewiß zur Ehre, diesen Gegenstand erledigt, und ein gutes Beispiel gegeben zu haben. Red.) Literarische Nachrichten. Magdeburg, 21. Dezember. — Der Salon von H. Heine. Vierter Band. Hamburg 1840. Jedermann kennt die ergötzlichen Figuren des Marchese Gumpelino und des Hirsch Hyacinthos aus dem zweiten Bande von Heine's Reisebildern. Sie sind mcht jüdische Karrikaturrn von der unschuldigsten Seite, und mit voller satyrischec Ladung auf die lächerlichen Gestalten, die durch den Zusammenstoß der alten und modernen Zeit zurecht geknetet worden. Gestalten, die in den zwanziger Jahren namentlich häufig gesehen wurden. Seitdem Heine nun wahcgcnommen, daß im Judenthume auch satyrische Stoffe lägen, die unter dem leichten Meißel in seiner Hand zu ganz leidlichen Statuetten würden, benutzt« ec diesen Fund öfter, um'ihn auszubeuten, wenn der Geist der Erfindung von ihm gewichen, und das geschieht sehr oft, ja immer öfter. Lassen wir aber diese anderweitigen Abschnitzel ruhig unter dem Tische liegen, wo sich doch bald Keiner mehr die Mühe nehmen wird, sie auszunehmen. In dem vor Kurzem ausgegebenen vierten Bande seines Salons aber nimmt Heine wieder einen stärkcrn Anlauf, und giebt auf 100 Seiten ein „Fragment," betitelt: „der Rabbi von Bacharach." Und so vielen Werth legt H. auf dieses Fragment, daß er ihm eine besondere Widmung an Herrn Heinrich Laube voranstellt. Was ist der Inhalt dieses Fragments? Ein Rabbi Abraham feiert zu Bacharach mit seiner schönen Frau Sara das Passaseier, als sich zwei Gaste einstellen, die ihm einen Leichnam in's Haus legen, um eine Judenverfolgung zu bewirken. Zum Glück bemerkt es noch der Rabbi, um früh genug mit seiner Sara zu entfliehen. Er kömmt nach Frankfurt am Main, «nd trifft dort einen leichtfertigen Freund — Don Isaak Abarbanel genannt. Hier bricht das Fragment ab. Unsere Leser errathen schon, daß diese Erzählung nicht Zweck des Fragments sein kann. Und was denn? zunächst ein Stück Schilderung alter jüdischer Sitten. Die Cercmonie am ersten Passaabend, und dann der Gottesdienst in der Frankfurter Synagoge am Vormittag geben dem Vers, eigentlich seinen Stoff. Das wird breit, so breit aufgetischt, daß Nichts vergessen ist, bis auf das Schnattern

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