Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1840-12-12 · Heft 50 (12.12.1840) · p. Seite 720

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
4 (1840)
Issue
Heft 50 (12.12.1840)
Date
1840-12-12
Page
Seite 720 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3224737-3225119-3225170--03175-3312701
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

720 und wird bis Neujahr auch die zwölfte noch in die Hände der Abonnenten gegeben. Das Publikum, dem also in etwas mehr als einem Jahre 12 Lieferungen übergeben wurden, kann der eifrigen und unausgesetzt fortschreitenden Ausführung dieses großen und überall anerkannten Unternehmens gewiß sein, und wird binnen Jahresfrist der Pentateuch vollendet sein. Au den historischen Büchern der heit. Schrift liegt das Manuscript selbst schon in der Reinschrift fertig und abgeschlossen, vor, und wird mit diesen in viel kürzerer Zeit zu Ende gekommen werden. Den Zweifeln über die Vollendung und völlige Ausführbarkeit dieses Werkes, ist somit vollständig entgegengetreten, und das große Vertrauen, welches uns für dasselbe geschenkt worden, erscheint von dieser... Seite völlig gerechtfertigt. Das allmahlige Erscheinen macht es aber hinwiederum einer bedeutenden Mehrzahl der Interessenten allein möglich, an demselben Theil zu nehmen, da sie wissen, daß sie jährlich nur 4—5 Thlr. dafür zu verwenden haben. Wir machen auf diesen Punkt noch insonders aufmerksam, da es uns als süßeste Belohnung unsrer enormen Ai.strengungen ganz und gar am Herzen liegt, dem Werke eine immer größere Verbreitung zu schaffen, durch die es allein den Segen haben kann, den wir damit erwünschen und erzielen. Magdeburg, 30.November. Angekommen: Israelitisches Gesangbuch. Von I. Johlson. Vierte Ausgabe» Frankfurt am Main 1840. Ueber die besondere Brauchbarkeit dieses Gesangbuches, besonders in der Schule, haben wir uns schon öfter auszusprechen Gelegenheit gehabt. An Auswahl, Anordnung ff. laßt es wenig zu wünschen übrig. Ein „Nachtrags von 60 Liedern hat deren Zahl auf 600 gebracht, außerdem ist vieles Einzelne verbessert worden. So sind auch Papier und Druck schöner geworden. Wir wünschen es immerfort in bk Hände der Jugend, Lehrer und Gemeinden. ^3 snbfit von Ephraim Luzzato, zum zweiten Maie herausgegeben von M. Leteris. Wien, 1830. Diese Lieblichen und frischen Poesteen des oben genannten Arztes waren zum ersten Male in London 5528 (1708), also im 39sten Jahre seines Lebens, im fünften seines Aufenthalts in London, und 25 Jahre vor seinem Tode zu Lausanne, gedruckt und schon sehr selten geworden. Um so mehr haben die Freunde der htbräischen Literatur es der v. Schmld'schen Offizin und Herrn Leteris zu danken, daß sie diesen neuen Abdruck, korrekt und reinlich, besorgt haben. Die Sammlung besteht aus 55 Liedern, unter welchen eines (43), das in den Biccur. haitt. zuerst, abgedruckt war, und auch die meisterhafte Uebersetzung der Primavera von Metastasto (11.) Luzzato versenkt sich oft in tiefe Empfindsamkeit, öfter noch flattert er in leichten, ironischen Scherzen in sonnige Höhe. Im Ganzen liebt er kurze Versmaße mit einer Fülle von Reimen. Als ein merkwürdiges Kunststück können wir nicht umhin folgende Grabschrift (25.) hier mitzutheilen, die hebräisch und italienisch dieselben Laute hat: -Ali! Puom üi'bn misero e ftarn irr 1» Se motte, e di, ,*H8$ rrattf pene e lai, oliime!!!"!» iK Suol eibar. .83Ä biaiö Chi nasce muor; aniinati J ^73 *^8 A voi giamniai Avvenga mal all! che passo!°)! 133 irrt! 81522 ■pwr, von rsttEbtf tjöT' aus Padua, gewidmet Herrn Samuel David Luzato, Professor an der Rabbinenschule zu Padua. Wien, 1839. Diese Gedichte gehören im Allgemeinen der italienischen Schule an, die, im Charakter des Landes, in welchem sie entstanden, in fließender Sprache, mit leichtem Bau und wohlklingendem Reime, dennoch tieferen Gedankenstromes entbehrt, und leicht am Leichten Bilde haftet. Sie ist eher dazu geschaffen, die moderne hebräische Poesie, wie sie schon traditionell besteht, fortzuführen, als in schöpferischem Geiste neue Phasen derselben mit der Zauberruthe des Genie's hervorzurufen. — Einige Gebete gehen in obiger Sammlung voran, ernste Betrachtungen über Zeit und Weisheit folgen, Gelegenheitsgedichte und Uebertragungen aus dem Lateinischen und Italienischen nehmen den Hauptraum ein. Hervorzuheben sind zwei poetische Lebensbeschreibungen, zuerst des berühmten Oberrabbinen von Venedig, Jehuda Arje (geb. *) Uebrigens existirt ein Sonnet in gleicher Art, und sogar mit einigem Anklang in 'tiFP 83873 von Jehuda Arje Modena.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.