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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1840-12-12 · Heft 50 (12.12.1840) · p. Seite 718

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
4 (1840)
Issue
Heft 50 (12.12.1840)
Date
1840-12-12
Page
Seite 718 (sequence 6)
Language
German
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71Ü wie das Unnölhige, Ueberflüssige, und Zweckwidrige dieses judenseindlichen heillosen Dekrets schon zur Genüge dargethan, und dasselbe unter verschiedenen Gesichtspunkten hinlänglich beleuchtet und gewürdigt. Um nun die gebührlichen Gränzen einer Bittschrift nicht durch weitläufige Wiederholungen zu überschreiten, erachten wir es angemessener, die Abschriften von sieben dieser altern Bittschriften sammt den darauf erlassenen hohen und Allerhöchsten Bescheide mit besonderer Hinweisung auf den in jenen Bittschriften enthaltenen Motiven und Erörterungen hier angebogen in den Anlagen zu begleiten, nämlich: Anlage I. Eine unterthänigste Supplik des Wolf Bermann in Mayen, vom 18. Juli 1821, . und hohes Antwortschreiben des Herrn Staatskanzlers Fürsten von Hardenberg Durchlaucht vom 18. August 1821. - 2. Eine Bittschrift der Judengemeinde zu Koblenz, vom 9. August 182!. nebst Anhänge des allgemeinen Gesetzes, über den Wucher vom 3. September 1807. - 3. Desgleichen eine der Juden des Kreises Creutznach vom 16. August 1821, und hoher Bescheid des Herrn Staatskanzlers Durchlaucht vom 3. September 1821. - 4. Eine dergleichen des Wolf Bermann in Mayen vom 18. Juni 1822 mit beigefügten zwei Anlagen. - 5. Eben so eine der jüdischen Einwohner von Koblenz, vom 1. September 1824, mit 4 Anlagen und dem Allerhöchsten Antwortschreiben darauf vom 3. Oktober 1824. - 6. Eine des israelitischen Konsistoriums zu Creseld vom 2. Dccember 1824. Endlich - 7. Eine Simile der Vorstände der israelitischen Gemeinde zu Koblenz vom 29. Februar 1828, und Allerhöchster Bescheid vom 26. März 1828. In schließlich» Bezugnahme des respektive« Inhalts dieser oben verzeichnetcn Bittschriften sowol als auch desjenigen jener hier nicht beiliegenden anderer älterer Suppliken, welche in den Archiven der betreffenden hohen Königlichen Ministerien sich wol noch vorsinden werden, und in unbegränztem kindlichen Vertrauen auf die Gerechtigkeitsliebe, Huld und Milde unseres gütigsten Landesvaters, sehen wir hoffnungsvoll einer baldigen gnädigsten Erhörung unserer gerechten Bitte entgegen und verharren in tiefster Ehrfurcht Euerer Majestät gehorsamste und getreueste Unterthanen Creutznach und Koblenz den 8. Sept. 1840. Hier folgen 44 Unterschriften von Creutznach. und - 33 do. von Koblenz, zusammen 77. Unterschriften dortiger Familienväter. Aus Auftrag gefertigt und eingesendet durch Wolf Bermann in Koblenz. Auf umstehende Bittschrift ist das nachstehende Allerhöchste Antwortschreiben erfolgt, nämlich: Abschrift. Auf Ihre Eingabe vom 8. September d. I. habe Ich die Beschleunigung der schon vorliegenden Arbeiten, die Regulirung des Judenwesens betreffend angeordnet^ wovon Ich Sie hierdurch benachrichtige. Charlottenburg den 18. November 1840. (Gez.) Friedrich Wilhelm. An die jüdischen Einwohner zu Creutznach und Koblenz, dem Wolf Bermann in Koblenz zu behändigen. -Oesterreich. Prag, 22. November- (Privatmitth.) Vor einiger Zeit verweilte hier Gesenius aus Halle einige Tage, und brachte auch mehrere Stunden bei Rapoport zu. Letzterer fühlte sich durch solchen Besuch geehrt, aber auch Gesenius hat mit vielem Interesse den liebenswürdigen Rabbi über Mancherlei sprechen gehört. So lernten sich zwei der anerkanntesten Gelehrten, durch Abstammung und Glauben von einander getrennt, einander persönlich kennen, und ein gemeinsames wissenschaftliches Streben brachte einen Rabbi aus Polen und einen Professor einer deutschen Universität einander näher. Es dürfte diese persönliche Bekanntschaft der Anknüpfungspunkt wechselseitiger literärischer Mittheilung werden. Rapoports Persönlichkeit ist höchst einnehmend. Obwol seinem Aeußern nach ganz Pole, so liegt doch in seinem ganzen Wesen sehr viel Gutmüthigkeit und Innigkeit, die ihm Aller Herzen gewinnen. Kein Wunder also, daß er hier die ungetheilte Achtung genießt, und selbst die älteren mit der neuen Wis-

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