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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1840-10-24 · Heft 43 (24.10.1840) · p. Seite 611

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
4 (1840)
Issue
Heft 43 (24.10.1840)
Date
1840-10-24
Page
Seite 611 (sequence 3)
Language
German
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611 es ist unendlich mehr als des Reichthums vergänglicher Flitter, es ist des Lebens schönste Zierde, doch der Tod versüßt es nicht. Aber ein Mann, des Wissens ist in Israel, Adolph Cremieux ist sein Name — er werde genannt mit dem unseres Gabriel, der uns zur Rechten steht, unseres Vorkämpfers Riester. Der hat mit irdischem Wissen himmlischen Segen sich erkauft; er floh den Triumph, den seine Redekunst ihm täglich bringt in Frankreichs glanzender Hauptstadt, sah gleichgültig auf den Beruf herab, der ihm Ehre bringt und Wohlstand, trat mit Füßen den nichtswürdigen Hochmuth, der so Biele aus unserer Mitte verleitet, sich der Ihren zu schämen, oder sie zu verleugnen, er stellte sich wie der Prophet Mischen den Würgeengel und die Tobten, '"UviMWAen Verläumder von Anbeginn und die VerE'^Rten seit zwei Jahrtausenden — und siehe die Pest hörte auf. Jüngling es ist schön wenn du die Krone des Wissens erwirbst, aber schöner ist die Krone solcher Hingebung. Und wie es heute fromme Sitte, ist in Israel der Begebenheiten zu gedenken die das'vergangene Jahr gebracht, so vergesse kein frommes Herz, so vergesse kein Freund des Guten wenn er betet für die Freunde Gottes und der Menschen an die Spitze zu stellen die Nadieser Ehrenmänner. Für sie, welche in einer n, egoistischen Zeit noch zu fühlen wissen, und zu lieben/und sich hinzugeben für die Ihren, für sie welche ihr irdisches Wohl, ihre Stellung in der bürgerlichen Gesellschaft, ihr Leben selbst freudig in die Schanze schlagen daß klar werde die Unschuld der Verläumdeten, daß nichtswürdige Lüge beschämt werde, daß blutige Verfolgung aufhöre und der alte Bund, der da ruht auf der Liebe Gottes und der Menschen nicht befleckt werde von der Verläumdung Hauch die ihn auf Mord gründen will welchen Gott verabscheut — für sie laßt uns beten daß Gott ihnen lohne was sie für die Ihren gewagt und gethan, daß Er fern von ihnen halte Kummer und Sorge, Undank und Schmerz, daß er über sie verfüge Verhängnisse des Guten und des Segens, daß sie im Familienkreise das Glück, im dankbaren Herzen der Ihren die Liebe, in der Erinnerung unserer Nachkommen die fortdauernde Anerkennung finden die sie von allen ihren Glaubensgenossen, wie von allen Freunden des Rechtes und der Wahrheit verdient, daß kein Kummer ihr Leben trübe, und ihr Andenken fortlebe für und für. An das Gebet für sie schließt sich von selbst das, welches der Ritus des heutigen Gottesdienstes vorschreibt, daß finstere Begriffe verschwinden, das Reich der Nacht aufhören, das Licht der Wahrheit durchdringen und gegenseitige Liebe das Herz aller Menschen erfüllen möge „damit sie Alle schließen Einen Bund um Gottes Willen zu vollführen vom ganzer Seele, Amen!" — —. Herr Dr. Weil theilt uns auch mit, daß er mit Rieß er und anderen Freunden damit umgehen, Vereine zu stiften, durch welche die Juden der vier Hauptländer Europa's diesen Männern eine öffentliche Anerkennung bereiten," worüber zur Zeit Näheres und dies nur, die Aufmerksamkeit zu wecken. Da die Juden in Deutschland, außer Hamburg und Altona, bei der Sache nur durch Worte und Wünsche sich betheiligt haben, so wäre es ganz wünschenswerth, daß sie sich auch einmal mit der That zeigten. Es wäre eine solche Aeußerung, abgesehen von der Pflicht der Dankbarkeit, auch als Zeichen des erwachten Gemein sin ns sehr erfreulich. Hamburg, 14. Okt. (Privatmitth.) Es sind hier dirccte Briefe von Hrn. Montesivre aus Alexandrien eingegangen. Am 1». Sept. erhielt derselbe dort aus Damask den Bericht von den am 6. Sept. 8 Uhr Morgens erfolgten Freilassung der Gefangenen welche sich sogleich, gefolgt von dem vornehmsten Theil der muselmännischen Bevölkerung nach der Synagoge begaben, um ihre Dankgebete öffentlich abzulegen. Die Häuser der ihren Familien Zurückgegebenen wurden nicht leer von Glückwünschenden, besonders Moslems. Der Brief schließt mit der Versichrung, daß die Deputation, obgleich augenblicklich wegen des Krieges nicht im Stande nach Damask zu gehen, nicht rasten würde, bis sie die volle Wahrheit an den Tag gebracht. Nicht die Worte, aber der Ton aller Berichte aus jenen Gegenden verrathen, daß man dort der Meinung ist, der Pater Thomas sei gar nicht todt. Preußen. Bonn, 5. Okt. (Privatmitth.) Wenn die in der Rheinprovinz erscheinenden politischen Journale

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