Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 4 (1840)
- Issue
- Heft 35 (29.8.1840)
- Date
- 1840-08-29
- Page
- Seite 498 (sequence 6)
- Language
- German
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498 die Frage hingestellt sein, warum der hiesige, bei der König!. Regierung und Corporation so viel geltende gegenwärtige Vorstand, — selbst dem reinsten Sinne huldigend, nicht für beständig eine so geregelte Lithurgie und Cultus-Ordnung zu erwirken beflissen ist? Geziemt dem Könige im Himmel nicht dieselbe schöne und würdevolle Anbetung, als dem Könige auf Erden, wenn die Herzen an Wochcn- und Festtagen sich vor ihm ausschütten wollen? Vielleicht sind die Schwierigkeiten, einen Rabbinen, nach den Anforderungen der Zeit, bei der hiesigen Gemeinde anzustellen, leichter zu übersteigen, als sie, ihrer Natur nach, zu sein scheinen. Denn die Gesammtheit fühlt sich auch hier von selbst einem Bessern zugedrungen, und die Gottesfürchtigen, die aus frommer Aengstlichkeit von dem Herkömmlichen sich nicht gerne lossagen, werden eben ihrer guten Absichten wegen sich dann der Toleranz mehr hinneigen, sofern die Ritualien unangetastet bleiben. Nur von denen ist nichts zu hoffen, die wechselnden Parteien oder obscuren Kreisen nachhangen, worinnen ihre Individualität sich nicht so ganz und gar zu verlieren droht, die ihren Gesinnungen und Grundsätzen , welche eigentlich keine sind, nur durch eine gewisse Anziennität Werth geben wollen; dann die fanatisch Versessenen, die in ihrem verstockten Dünkel den Schritten einer großen Zeit sich entziehen, und den Geist ihrer Glaubensbrüder in ewiger Gefangenschaft bannen wollen. Für solche Herzen, worinnen Eigennutz, Unduldsamkeit und Härte hinter den Vorwänden der Religion sich ausstellen, ist es schwer und vergebens, die Stunde der allgemeinen Aufklärung abzuwarten. Nur die Ueberlegenheit, die mit Macht eindringende Wahrheit erzwingen sie! Mögen diese' Worte eines Laien nicht nutzlos verhallen, und wenn auch nur als eine Stimme aus der Masse, eben als eine solche beachtet werden. Möge der löbliche, wohlgesinnte Vorstand noch lange dieses schöne Amt versehen, doch, die Kürze des menschlichen Daseins bedenkend, wollen die Einflußreichen, der Gemeinde ein so noth- und wohltbuendes Stift zurückzulassen, nicht weit hinausschieben, und man ihnen dereinst, auch in diesem Sinne, mit dem vom Redner so treffend gewählten Motto dankbar Nachrufen: „Besser ein guter Name, j dann köstliche Salbung, besser der Nachruhm am Gedachtnißkage, als die Hoffnung am Tage der Geburt." T.... Breslau, 10. Aug. (Privatmitth.) Ich erlaube mir, das interessante Faktum Ihnen mitzutheilen, daß seit der Bekanntwerdunz der Abreise der Herren Montesiore und Crcmieur nach Damaskus, der hiesige Oberrabbine Herr S. A. Tikrin, an jedem Sonnabende ein Gebet spach p) für beide hohe Reisende, in Beziehung auf die glückliche Hin- und Herreise, und auf das Gelingen des edlen Zweckes, in der großen Synagoge abhalten laßt. Derselbe hat auch mehrere Exemplare des von ihm verfaßten hebräischen Gebetes, an verschiedene größere Gemeinden in Oberschlcsien, die zu seinem Sprengel gehören, gesandt, um den nämlichen ritualen Gebrauch davon zu machenc). *) Das Gebet laute! so: pa*1 enn apsr prar amas i:"üs paa? -a . tnpäaaaiju rpra: ami-rb *vi* N'ae.en nt* papp -isieun pban ruo , nn^aln p-:t<ba -naab , -NN271 arm inan: io« , rrran r-iNsn b-xnb , p,n,’t nriaa ppp *vu> arr nma bs , r-inb waai , npb BTnpb binar nraa; na) an'bs ibau , nais: i®pa öti? 'a , naaa aan t<b ."apa rnb-’br bbirnip , anr pa) bau , asa a^anenatn apnan inber nia®- awin nnieea abwi , ftnna a-nsi aree bau , rn a-is ns Tspar , axvn rinab mmsn p bs -nw'a nbrni , binar ^:a aa®a Pisa irxinb am®?-: a,'i'i®buPi nbü mbar anpx ba p?b npni mba)b anp> ta®r , a:n p: an ftiaarb ppr BbP ns piNa nbinabi aivb: .■jus panr