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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1840-07-25 · Heft 30 (25.7.1840) · p. Seite 431

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
4 (1840)
Issue
Heft 30 (25.7.1840)
Date
1840-07-25
Page
Seite 431 (sequence 3)
Language
German
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431 scheu Schriftsteller gelesen habe.) Und wenn ich in dieser meiner Behauptung die Unwahrheit sage, so mögen mich alle die Flüche treffen, die im zweiten und fünften Buche Mosis verzeichnet stehen, so möge ich nie die Segnungen und Tröstungen Zions sehen noch die Auferstehung der Todten mich erreichen. Diesen meinen feierlichen Eid, welchen der tugendhafte und hochbegabte Mendelssohn sich bereit erklärte dem Rabbi Manasse nachzusprechen, lege ich mit vollem Bewußtsein in Ihre Hände nieder, obgleich die wichtigen Autoritäten, die ich anführe, keiner Bestärkung durch mein Wort bedürfen, so wie ich überhaupt fest überzeugt bin, daß in diesem erleuchteten Lande jede solche Erklärung unbegehrt und überflüfflg ist. Allein selbst da, wohin Sie gehen, sollte, und wird wie ich hoffe diese Versichrung alle Freunde der Wahrheit befriedigen. Meine besten Wünsche begleiten Sie, mein würdiger Freund! Zieh hin und sei glücklich; möge der gerechte und barmherzige Gott Ihnen allen Erfolg verleihen, den die Gerechtigkeit unserer Sache erheischt, damit Unsere Reinheit allen Völkern der Erde kund werde. Ewig der Ihrige Salomon Herschel, Oberrabbine. No. 5. Bary Court City 29.Sivan (30. Juni) A. M. 5600. 2. An Sir Moses Montesiore, Ritter F.lt.S., Präsident des Londoner Comitös der Ooputios vk the British Jews. Geehrter Herr! In Betracht der empörenden Beschuldigungen, die man versucht auf unsere heilige Religion zu werfen, halte ich es für meine Pflicht, als Oberrabbine derjenigen Gemeinde, zu der Sie als ein so ausgezeichnetes Mitglied gehören, ungesäumt Und amtlich zu erklären, daß ich ohne Rückhalt und feierlichst dem Eide beitrete, den der ehrwürdige Salomon Herschel auf sich genommen hat. Und als Abkömmling einer Familie, welche seit drei Jahrhunderten hohe kirchliche Anstellungen bei den größten jüdischen Gemeinden als London, Livorno, Mantua rc., so wie da mein seliger Vater der gelehrte Dr. Raphael Meldola 25 Jahre lang das hohe und wichtige Amt eines Chachams bei unserer ältesten hiesigen Gemeinde von Boris Marks (Sott* don), mit Recht durch ganz Europa wegen seiner tiefen Kenntniß unserer Gesetze, Sitten und Einrichtungen, bekleidet hat, erkläre ich es für unmöglich^ daß irgend ein solcher abscheulicher Gebrauch je unter den Juden hätte existiren oder durch irgend eine Autorität hätte sanctionirt sein können, ohne daß er es gewußt hätte. Ich erwarte daher mit Zuversicht, daß Ihre Bestrebungen die Religion unserer Vorältern von der niedrigen Verläumdung, die auf sie geworfen ist, zu reinigen, mit göttlicher Hülfe einen vollkommenen Erfolg haben werde, daß der Schutz des Allmächtigen Sie auf allen Ihren Schritten leiten und sein Segen auf allen Ihren Handlungen ruhen wird, dies ist das inbrünstige Gebet Ihres ergebenen David Meldola, Oberrabbine der Gemeinde von Boris Marks. Boris Marks, City 29. Sivan (30. Juni) 5600. —. Bericht über die Gemeinden-Versammlung zu London. Eine Versammlung der verschiedenen Gemeinden Londoner Juden, zusammenberufen, um die Mittel zur Vertheidigung der Juden in Damaskus zu berathen, wurde am 23. Juni in der großen Synagoge in London gehalten. Nach Beendigung der Abendandacht ward auf Veranlassung des Herrn H. H. Cohen, Synagogenvorstehers, Sir Moses Montesiore, Vorsteher der Londoner Comitö der Deputirten Englischer Juden, zum Vorsitz berufen. Derselbe sagte, daß diese Versammlung zur Berathung über die Beschlüsse einer frühem Versammlung statt fände, welche Beschlüsse dann von dem Sekretair, Herrn Sampfon Samuel vorgelesen wurden. Es sind da unter Anderm Briefe aus dem Orient erwähnt, welche mit wärmster Dankbarkeit der hülfreichen Dazwischenkunst des Lieutenant Hodges, Konsuls I. M. in Alexandrien, des Fürsten Metternich Durch!., des österreichischen Konsuls in Damaskus Merlato, des Herrn Laurin, österr. General-Konsuls in Alexandrien, gedenken; auch erkennen sie dankend den Eifer, die Energie, die Herr James Rothschild zur Unterstützung der unglücklichen Glaubensgenossen aufgewendet, an. Der Bericht schloß damit, daß diese Bersamm-

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