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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1840-06-27 · Heft 26 (27.6.1840) · p. Seite 382

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
4 (1840)
Issue
Heft 26 (27.6.1840)
Date
1840-06-27
Page
Seite 382 (sequence 14)
Language
German
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589 den Juden bestätigt. Eine solche findet sich in dem Talmudischen Traktat Jebamot (Cap. IV. sin). Dort heißt es nämlich, man habe zu Jerusalem eine Rolle von Genealogien gefunden, in welcher unter Anderem auch gestanden habe: „Manasse tödtete den JesaiaS. Rebba sagt: er hielt Gericht über ihn, ehe er ihn hinrichten ließ. Er sagt? ihm: Moses, dein Meister, sprach, Niemand sieht mich und bleibt leben (2 Buch Mos. 33, 20), Du aber sprachst: Ich sah den Herrn auf einem hohen, erhabenen Throne (Jes. 6, 1).Da sagte Jesaias zu sich selbst: Ich weiß, er wird nicht auf das hören, was ich ihm entgegne, ich würde ihn dadurch nur zum absichtlichen Bösewicht machen. *) Er sprach einen (wunderthätigen) Namen aus, wodurch er von einer Ceder verschlungen wurde. Manlegte die Säge an die Ceder. Als die Säge seinen Mund traf, verschied er." Dieselbe Tradition findet sich in einer noch ungedruckten Chaldäischen Paraphrase, die handschriftlich zu Rom aufbewahrt wird. Assemani theilt daraus folgende Stelle mit: „Als Manasse' die Worte der ihn zurechlweisenden Prophezeihung hörte, wurde er von Zorn gegen ihn (Jesaias) erfüllt. „Ergreift ihn!" (hieß es). Man setzte ihm nach, ihn zu greifen. Und er floh vor ihnen. Und sieh, da öffnete ein Johannisbrodbaum seinen Mund und nahm ihn *) Laurence hat hier die Worte des Textes falsch übersetzt mit: ik I teil iiim tu jevel his pride. Gerade so übersetzt auch ein berühmter deutscher Orientalist in seiner Einleitung zum Jesaias diese dort im Original angeführte Stelle: um seine Vermessenheit zu beugen. Beide Gelehrte scheinen von einem treulosen Führer berrogen zu sein; und einen Führer müsse» die jetzigen Gelehrten haben, wenn sie sich eine Chaldäische Gegend ansehen wollen. Das Geschlecht der Buxtorfe scheint untergegangen zu sein. Anm. des Uebers. —. Die Stelle (Jebam fol. 49, 2) heißt: “EN nö'» '8i rr>3 £*a\n nn rap» rrb-i rro 'irr rrw Redakt. auf. Da kamen aber die Zimmerleute und zersägten den Baum, und das Blut Jesaias floß." Der Herausgeber schreibt dem Buche ein hohes Alter zu, und zwar führt er für diese Meinung äußere und innere Gründe an. Der Verfasser war nach seiner Meinung ein Juden-Christ, da die Annahme von sieben Himmeln, der Name Samael für Satan nicht in der Bibel vorkömmt, dagegen aber beides bei den spateren Juden.") Er behauptet, das Buch wäre im Jahre 69 des ersten Jahrhunderts geschrieben, und zieht daraus einen Beweis gegen die Unitarier, die behaupten wollen, es käme im ersten Jahrhundert nichts von der Gottheit Christi und vom heiligen Geiste vor. Wir geben einige Auszüge aus der Vision des Jesaias. Kap. 4. V. 6. Indem nun Jesaia sich mit Hezekia über Gerechtigkeit und Glauben unterredete, hörten sie Alle ein Thor sich öffnen und die Stimme de» Geistes. V. 10. Indem sich nun Jesaia mit dem heiligen Geist unterredcte und Alle schweigend lauschren, wurde seine Seele über ihre gewöhnlichen Anschauungen erhaben; auch gewahrte er die nicht mehr, so vor ihm standen. V. II. Seine Augen waren weit geöffnet, sein Mund stumm und seine sterbliche Seele über sich selbst erhaben; V. 12. (Doch hörte er nicht auf, zu athmenj, denn er hatte ein Gesicht. V. 13. Der Engel, der ausgesandt war, es ihm zu zeigen, war nicht von diesem Firmament/ noch von den herrlichen Engeln dieser Welt, sondern er kam vom siebenten Himmel. V. 14. Und das Volk, das dabei stand, ausgenommen die Schaar der Propheten, dachte, der heilige Jesaia 'wäre emporgenommen- *) Und nicht auch bei den christlichen Kirchenvätern Redakt.

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