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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1840-05-02 · Heft 18 (2.5.1840) · p. Seite 260

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
4 (1840)
Issue
Heft 18 (2.5.1840)
Date
1840-05-02
Page
Seite 260 (sequence 12)
Language
German
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260 raths Meyer, auf den vr. Holdheim, gegenwärtig Rabbinen in Frankfurt an der Oder, gefallen, vr. Holdheim ist der theologischen Welt durch gediegene Kanzel-Vorträge und ausgezeichnete literarische Arbeiten bereits rühmlichst bekannt, und sieht man daher der landesherrlichen Bestätigung dieser Wahl hoffnungsvoll entgegen. Harburg, (Schwaben) 15.April. (Privatmitth.) In No. 70 und 83 vor. I. wurde Ihnen bereits berichtet, welche Hindernisse in der Wahl eines eigenen Rabbinen gestellt wurden. Nachdem wir unser Recht durch die hohe König!. Regierung verwahrt behielten, beeile ich mich, Ihnen durch Gegenwärtiges die Nachricht mitzutheilen, daß in Folge der heute hier Statt gehabten Rabbinen-Wahl unter neun Bewerbern Herr Rabbinats - Kandidat Elkan Selz von hier, der sich schon an mehrere. Jahre in München aufhält, den Preis davon trug. Die hiesige israel. Cultus - Gemeinde ist schon längere Jahre ohne Seelenhirt, und siehet daher mit Erwartung der Installation und Funktions-Antretung ihres künftigen Geistlichen entgegen. Preußen. Trier, 12. April, (Privatmitth.) Am 9. dieses segnete unser Konsistorial - Oberrabbine, Moses Lazarus, das Zeitliche. In einem Alter von 67 Jahren, war er noch wenige Stunden vor seinem Tode mit seinen gewöhnlichen Arbeiten beschäftigt, als ein^Schlagfluß seinem Leben ein Ende machte. Die Gemeinde betrauert in ihm nicht bloß den treuen Geistlichen, sondern auch einen Wohlthäter der Armen, einen Vater der Witwen und Waisen. Seine Richtung war allerdings nicht der Zeit angemessen, ohne daß er jedoch intolerant gewesen. Vor 13 Jahren war er von Weikersheim hierher berufen. Eigen ist es, daß seine Leiche die erste war, die mit dem nunmehr auch hier eingesührten Leichenwagen, den wir dem Eifer des Vorstehers H. S. Allweyer verdanken, nach dem Beerdigungsplatze geschafft wurde. Wir erwarten nun von der Loyalität unsrer ehrenwerthen Vorsteher, durch Andrer und eigene Erfahrung belehrt, daß, sie einen geeigneten Mann an unsre Spitze stellen werden, unter dessen Förderung das aufkcimende Gute mit Gottes Hülfe zur Reife kommen wird. Literarische Nachrichten. “ London, 28. Mär;. (Eingesandt.) Bei Gelegenheit der neuen Ausgabe des Benjamin von Tudela, haben wir die Kritik dieses Schriftstellers in Josts Geschichte mit dem Text verglichen und die unten neben einander gesetzten Stellen sind uns besonders ausgefallen. Wir haben mehrere der in der Bibliographie des B. v. I. erwähnten Ausgaben verglichen, und gefunden, daß die Uebersetzung getreu ist. ES muß demnach der gelehrte Herr Verfasser der Geschichte eine andre Ausgabe besessen haben, auf deren Lesarten allein sich seine Critik gründen kann, und wir würden es dankbar anerkennen, wenn Sie uns durch Ihr viel verbreitetes Blatt über diese Ausgabe nähere Nachrichten geben könnten. Mehrere Freunde der hebräischen Literatur. Ioft's Geschichte der Israeliten, 6r Band. p. 377. Auffallender scheint mir die Nachricht, das R. Iechiel der Vertraute des Pabstes gewesen sei, ohne daß der Verfasser des Pabstes Namen hinzufetzt. ]>. 377.. Die Nachricht über Amalsi ist fast der deutlichste Beweis von einer zu muthmaßenden Compilation. R. Benjamin, behauptet, st'e sei eine Handelsstadt, fest, mächtig, unbezwinglich. Ascher's Ausgabe des Benjamin. p. 38. Mehrere der in Rom lebenden Juden /worunter auch R. Iechiel) sind Beamte im Dienste des Papstes Al eirunde r. I». 44. Die christlichen Ein» ivohner (Amalsi's) sind großentheils des Handels beflissen, st'e treiben keinen Ackerbau, sondern kaufen ihre Bedürfnisse für Geld, indem sie hohe Berge und steinigte Hügel bewohnen. Früchte sind jedoch im Ueberfluß da, denn die Umgegend ist reich an Weinbergen, Oliven - Frucht - und Obstgarten, Niemand unternimmt Krieg gegen sie. Tages-Controle. Die ungarische Nationalität und die Jude». Eingesandt von Dr. L. L. Die in neuerer und neuester Zeit vielfach behandelten Fragen der Juden-Emancipation und der gemischten Ehen haben, bei aller Verschiedenheit ihrer Natur und ihres inner» Wesens, das Gemeinsame, daß sie ein politisches und religiöses, ein staatsrechtliches und ein kirchliches Moment darbieten und nur im Principe einer unbeschränkten Gewissensfreiheit

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