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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1840-03-14 · Heft 11 (14.3.1840) · p. Seite 152

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
4 (1840)
Issue
Heft 11 (14.3.1840)
Date
1840-03-14
Page
Seite 152 (sequence 12)
Language
German
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152 Andacht entfernter Brüder unserer Empfindung und unscrm Bewußtsein nahe zu bringen. Noch ist für den Ritus anderer Gegenden Schönes von Luzzato und Dukes zu erwarten. Vielleicht tauscht auch die Hoffnung nicht, daß der lebhafteren, vielseitigen Mittheilung über die jüdische Wissenschaft eine größere Theilnahme für dieselbe von Seiten derer entkeimen werde, die ihre Früchte .'genießen und zum Dank sie — verachten. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1 Gr. Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum ausgenommen. £ie Berlagshandlu.ng. In meinem Verlage ist erschienen: Jozeroth für alle Sabbate des Jahres, in sorgfältig korrigirtem Texte. Uebersetzt und vollständig erklärt von H. Arnheim. (Zweiter Subscriptionspreis 22± Sgr.' Die erste Hälfte der Jozeroth ist nunmehr ausgegeben und durch alle Buchhandlungen zu beziehen, die zweite Halste wird binnen den nächsten drei Monaten nachgelieftrt. Nach Erscheinen des Ganzen tritt der Ladenpreis von 21 Gr. (26^-Sgr. ein. Glogau im Februar 1840. H. P r a u s n i tz. Vorläufige Nachricht. Zn einigen Wochen erscheint in Commission bei W. Nauck in Leipzig die dritte Auflage von Herxheimer israelitischer Glaubenslehre. Gröning in Bernburg. Avertissement. Ein israelitischer Kandidat des hohem Schulamts, der bereits seit Jahren einer öffentlichen Schule zur größten Zufriedenheit der Vorgesetzten Behörden vorsteht, wünscht die Leitung einer höhern Bürgerschule, oder eine gute Hauslehrerstelle zu übernehmen. Er unterrichtet in der hebräischen, lateinischen, französischen und englischen Sprache; in der rabbinischen Literatur; in allen Gymnasial-Wissenschaften, und besonders in mathematischen. Auf Anfragen in frankirten Briefen wird die Buchhandlung H. Sußmann in Posen (am Markte) das Nähere ertheilen. Durch Erweiterung» meiner Wohnung kann ich noch einige jüdische Pensionäre aufnehmen.. Magdeburg, den 1. Febr. 1840. Louis .Simon, Lehrer an der hies. Gemeinde- Religion s schule. Oefferrtliche Danksagung an Herrn Dr. Moritz Freystadt in Königsberg. (Verspätet). Von dem allgemeinen Unglück, welches durch den Bruch des Nogotdammes im vorigen Frühjahre über unsere Gegend kam, wurde unsere hiesige Gemeine sehe empfindlich mitberührt und mit banger Besorgniß' sahen die armem Glieder derselben die Zukunft entgegen. — Allein je größer die Noth desto naher «die Hülfe! — Den thätigen Bemühungen des Herrn Di-. Moritz Freystadt in Königsberg ist es gelungen, von nah und fern so reichliche Unterstützungen auszuwirken, daß den Nothleidenden, unter uns den Winterhindurch unterstützt werden können. Der edle Menschenfreund tragt freilich seinen schönsten Lohn im Herzen, aber es sei uns vergönnt, ihm hierdurch für seine Verwendung, unfern innigsten tiefgefühltesten Dank darzubringen. Möge der gütige Vater der Menschen ihn mit seinen reichsten Segnungen beglücken. Neureich am 16. Decemb. 1839. Der Vorstand. Erklärung. Hinsichtlich der Beilage zu No. 9. viert. Jahrg. der Allge. Zeit, des Judenthums bemerke rch, daß die Uebergabe des Sendschreibens zur Veröffentlichung lange vor dem Hinscheiden des seligen A. M. Sofer statt fand, so wie es die Redaktion der Allg. Zeit, des Judenth. zu seiner Zeit bemerkte; vergl. auch Jüdische Annalen Jahrg. 1839. No. 38. — Die Citate des Briefstellers S. 2 sind so oberflächlich, daß sie mehr eine Mystifikation scheinen: die Widerlegung findet sich beim mindesten Eingehen in die citirten Stellen und in Tur und R. J. Karo Choschen Mischpat E 28. — In meinem Sendschreiben sind Zeichen der Hochachtung gegen A. M. Sofer allenthalben wahrzunehmen und es ist sein Andenken mir noch heute ehrwürdig; aber da wo es sich um die Ehrenrettung eines mit Unrecht Verfolgten handelt, muß jede andere Rücksicht unbeachtet bleiben. — In Privatcorrespondenzen mich einzulassen gestattet mir meine Muße nicht; ich erkläre aber zugleich hierbei, daß in Zukunft auch dergleichen öffentliche Schreiben keiner Entgegnung von meiner Seite werden gewürdigt werden. Dresden, den 2. März 1840. Dr. Z. Frankel, Oberrabbiner.

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