Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1840-03-14 · Heft 11 (14.3.1840) · p. Seite 151

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
4 (1840)
Issue
Heft 11 (14.3.1840)
Date
1840-03-14
Page
Seite 151 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/3224737-3225119-3225131--02569-3312056
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

151 nai ac MM“« zn -ja ns vwin -na" aac: m-i ira a^en nai inaa na ba ranc ba ana-n Vas sap:n in erb isiaa trpna an rpiai npab .Npaa -niansV a-r sbn .ü'pbin an *p ansi In älterer sowol als in neuerer' Zeit ist Manches aus fremden Ritualien in das provcnzalische übergcgangen: unstreitig gehört auch diese und jene anonyme Arbeit dazu. Was aber die genannten Verfasser betrifft, so beschränken sich diese Zuthaten nur auf wenige einzelne Stücke, welche, so weit deren Ermittelung mir zu Gebote gestanden, etwa folgende sind: Elasar's rann (Hoschana-Tag im Musaf). Elia's Selicha (in beiden genannten Stücken frühst die Namen-Bezeichnung), Jacob's sind an 'SLiaa anr:a, Jehuda's naars abs, Meir ben Jsaac's Illustration zum ersten Gebot, Mose's Sabbatlied nnaäri nni:a, und das Fragment aus der Vidui Rabbenu Nissim's. In neuerer Zeit ist aus sefardischen und, vornehmlich aus römischen Siddurim eine'Anzahl von Sabbat-Gesängen folgender Autoren hinzugekommen: Asaria de' Rossi, der berühmte Verfasser des Meor enajim (Sabbatlied No. 6), Daniel (No. 6 und 7), Israel Nagara (No. 2 °paa rryifl das vierte Gedicht in seinem nvn abir'),-Joab (No. 14 n-awa, auch in Siddurim, gedruckt zu Venedig, Ferrara, Salonichi, Wien), Mordechai ben Jehuda Dato, Asaria's Zeitgenoß (No. 9, ist eigentlich 43 Strophen lang), und R. Salomo Al ca des, Verfasser des Lecha dodi. Folgendes sind die gedruckten Avignoner Siddurim, deren Durchsicht mir »erstattet gewesen ist: I) Der Seder für die Selichot, der Neujahrs- und der Versvhnungstag gedruckt, auf Befehl R. Abraham Montel's zu Amsterdam (bei Hirz Levi & Kosmann) in groß 4. im Jahr 1764, 66. Die Approbationen sind von dem Rabbinat zu Carpentra's (R. Israel Karmi, Jacob Chajim de Vedas, Juda David Karmi, Joseph de Milhau, Jesaia Samuel Karmi), datirt 24 Tischri 4412 (A. 1741, 14. Oktober); von R. Elia Israel, Bevollmächtigten aus Jerusalem, ebendaselbst, am Abend des Jomkippur 4424 A. 1764, 6. Oktober): von R. Mose Margalit (b. Simeon), dem bekannten Verfasser der Commentarien zum jerusalemschen Talmud, gegeben auf seiner Durchreise durch l'Jsle an Freitag 1 Ab 4424 (.4.1764, 19. Juli). — Alle drei in Abschrift von David de Milhau — vermuthlich dem beglaubten Schreiber— in l'Jsle. Jndeß ist dieser Seder nur ein Theil des vollständigen Machsor, und erschienen sind auch die Ordnungen für die Festtage, die vier Parschiot-Sabbate und die Fasttage, die ich jedoch nicht gesehen habe. Uebrigenö ist — mit Ausnahme der unter den Nummern 34. 44. 47. 41 aufgeführten — nirgend in dem Machsor oder Seder ein Verfasser angegeben. 2) anaeipn aia, auf Anordnung der Associe's und Correctoren Jesaia Vidal und Mordechai Ventura gedruckt in Avignon 1764 in groß 4, 49 Blatt stark. Es enthält: Kiddusch und Habdala, Tischgebet, Sabbat- und Festlieder, diePesach-Hagada, die Trauungs-Feierlichkeiten; Einzelnes was an Purim und am Abend des Torafestes rezirirt wird: Piutim für die Beschneidungs - und andere Feierlichkeiten, und noch weniges andere. 3) Siddur genannt ns, in zwei Theilen: der erste Theil, welcher die täglichen Gebete enthält, ist mir nicht zu Gesicht gekommen. Der zweite Theil, gedruckt Avignon 1767 in 8 bei Mordechai Karmi, und zusammengestellt von dem Schullehrer Elia Karmi in Carpentras, enthält die Sabbatsgebete, sammtliche Hoschanot (sefardisch), die Haftara's der Festtage, die Abot nebst Bartenora's Eommentar, die Piutim für den Sabbat nach der Hochzeit, sammt dem Gebet für den Verstorbenen (m ba ca: rra “icx): Alles auf 228 Blatt. Darauf noch 36 Blatt mit den kurzen Mincha-Paraschen, den Kiddusch - Formeln für die Festtage und dem Ribbono schel olam über einen beängstigenden Traum. Die Signaturen sind mit lateinischen Settern. — Zu den beschriebenen fünf Banden kam noch eine Abschrift in fol. von den Piutim für Pu-, rim und die vier Parschiot-Sabbate. Das Verdienst, diese seltenen Sachen ausgesucht und nach Deutschland gebracht zu haben, gebührt Herrn A. Asher in Berlin. Durch sie, in Verbindung mit handschriftlichen Schätzen, wurde es möglich, den unbekannten Ritus und die noch wenigen bekannten Poesien, die er enthält, in die Literatur einzuführen. Und wenn auch aus Mangel hinlänglichen Quellen und der eigenen Anschauung Lücken und Fehler unvermeidlich waren, so durste doch nicht angestanden werden, die heilige Poesie entfernter Zeiten und die

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.