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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1840-02-01 · Heft 5 (1.2.1840) · p. Seite 69

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
4 (1840)
Issue
Heft 5 (1.2.1840)
Date
1840-02-01
Page
Seite 69 (sequence 9)
Language
German
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69 fragt sich nun, ob sich der Berufene bewogen fühlen wird, seinen, mit ordentlichem Salar verbundenen, Posten zu verlassen, und ob ihm die 600 fl., die ihm ein Privatverein zugesagt, genügen werden. An die Ankunft Napoport's knüpft sich He Hoffnung Mancher auf ein zu errichtendes Rabbinen-Seminar, welches unter seiner und unseres Predigers.Sachs Leitung stehen soll. Dem Vernehmen nach soll sich auch Mannheimer in Wien für Errichtung dieses Instituts interessiren. So viel ist gewiß, daß wir Oesterreicher eine eigene Anstalt zur Bildung unserer Rabbinen und Religionslehrer haben müssen, da unsere Jünglinge ja kein ausländisches Institut beziehen könnten. Indessen sind wir nicht so egoistisch, um Ihrer Fakultätsangelegenheit nicht den schönsten und schnellsten Erfolg zu wünschen. Im Gegentheile sind die Einsichtigen innigst überzeugt, und sprechen es aufrichtig aus, daß die vorgeschlagene Fakultät für Wissenschaft und Fortbildung des Judenthums nur heilbringend, und schon das Bestehen derselben eine Emancipation der jüdischen Theologie wäre. Das Benehmen der Berliner Gemeindeälresten hat hier allgemeine Indignation erregt. Ofen, I. Januar. (Privatmitth.) In dem Krankenhause der barmherzigen Brüder allhier sind im vergangenen Jahre, dem so eben erschienen Ausweise zufolge, auch 27 Israeliten ausgenommen und gepflegt worden. Literarische Nachrichten. Magdeburg, 20. Jan. Angekommen: nVi oder Kind des hohen Alters, von A. Ehorin. Wien, 1839. — Die Synagoge, II. Jahrg. Heft IV. München, 1839. — Leipzig, 20. Jan. (Privatmitth.) Die sechste Lief, des Bibelwerkes ist in diesen Tagen versandt worden. Dasselbe reichet bis in so daß mit der siebenten Lief. das erste Buch Moscheh vollendet sein wird. Berlin, 12. Jan. (Eingesandt.) Bitte um Auskunft. Auf dem Umschläge der Brochüre „Voyage d’ Eldad“ von Herrn Carmoly ist eine andre Brochüre desselben Verfassers Notice sur Benjamin de Tudele et ses Voyages, angekündigt, resp. citirt. Trotz aller Nachfragen in Paris und Brüssel, wo diese „Notice" 1837 erschienen sein soll, hat es mir nicht gelingen wolle», dieselbe zu bekommen, ja einige Antworten meiner Correspondenten lassen den Argwohn durchschimmern, als daß diese angekündigtc, resp. citirte „Notice" gar nicht existire!! Um die Sache aufzuklären offerire ich hiermit den fünffachen Ladenpreis für ein Exemplar der „Notice“ I und bitte die Leser dieser Zeitung um Nachricht, ob das i Werkchen je irgendwo gesehen worden ist, sollte sich innerhalb zweier Monate kein Exemplar finden, oder Nachricht über die Existenz desselben eingehen, so werde ich durch diese Blatter „Notices sur M. Cariuoly“ veröffent- . lichen.! Berlin. A. Ascher.? aaes-Controlr.! Ueber den Vorschlag des Hamburger Telegraphen, eine Unterstützungskasse für jüdische unheamtete Gelehrte nach Absolvirung ihrer Studien zu bilden. Zweite r A r t i k e l. Für die Leser unsrer Zeitung, die in diesem Jahre hinzugetreten, ist es nothwendig, zu bemerken, daß der Hamb. Telegraph im November des vorigen Jahres eilten dringlichen Aufruf an die Israeliten Deutschlands erließ des Inhalts, daß, da viele jüdischen Gelehrten nach Absolvirung ihrer Studien durch dep Mangel einer Anstellung selbst oft in großen Mangel geriethen, es angemessen wäre, eine Unterstützungskasse für diese zu bilden, aus der sie «Subsidien bezögen, welche mit der Erlangung eines Amtes aufhören, und dann zurückgezahlt werden sollten. Wir haben in No. 101 diesen Aufruf mitzutheilen nicht unterlassen. In No. 102 gaben wir einen aus Prag eingesandten Artikel hierüber, der insbesondere sich mit wahrer Wärme dagegen aussprach, daß, wie der Aufruf zu erkennen gab, hierdurch jüdische Gelehrte vom Austritt aus dem Judenthume zurückzuhalten wären, indem wir dies mit Energie abwiesen. Ist hiermit aber nun nur ein Motiv, das wir als falsch erkennen, negirt, so unterliegt doch die Sache an sich noch der Beurtheilung. Wer mit den kläglichen Verhältnissen der meisten jüdischen Gelehrten, so lange sie ohne Amt sind, naher bekannt ist, der wird dem, der diese Sache

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