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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1885-12-22 · Heft 52 (22.12.1885) · p. Seite 830

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
49 (1885)
Issue
Heft 52 (22.12.1885)
Date
1885-12-22
Page
Seite 830 (sequence 6)
Language
German
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830 Religion ebenfalls als ein jus betrachtet und behandelt und in Wien, der jüngst zum Rabbiner der leitenden Synagoge zu einem gleichen System macht und dieses Prinzip bis auf von New-Aork ernannt wurde, in der Presse hat. Das Lexicon, die kleinsten Lebensnormen durcharbeitet, ist von uns schon welches vr. Kohut mit dem Beistand der wissenschaftlichen wiederholt dargethan, wird aber von unserem Berf. nicht be-> Akademien von Wien, Berlin und Buda-Pest, sowie vieler rührt. Noch nothwendiger wäre aber eine Auseinandersetzung Orientalisten des Orients verfaßte, ist auf den Aruch des gewesen über die Form der Hagada, über ihre Ausdrucks-, Rabbiners Nathan Ben Jachiel vom 11. Jahrhundert bafirt. weise und ihren orientalischen Charakter, über die Art, wie Es werden von dem Werke nur 1000 Exemplare gedruckt sie ihre Gedanken einzukleiden pflegt. Es mußte dem Leser werden, 500 für Europa und 500 für Amerika. Es wird von vornherein deutlich gemacht werden, daß er von diesen; aus acht Quartbänden bestehen. Der Preis beträgt in New- Extravaganzen absehen müsse, wie sie als solche dem Geschmack; Aork Doll. 10 per Band. Der erste Band wird fast undes gegenwärtigen Lesers und der oberflächlichen Aufverzüglich erscheinen und die übrigen werden in Zwischenfassung erscheinen müssen. Für das allgemeine Publikum i räumen von 3 Monaten herausgegeben. (Bekanntlich hat vr. wäre eine solche Beleuchtung von großem Nutzen gewesen,! Alexander Kohut in den Jahren 1878 und 1870 (s. diese da es jetzt in den gewählten Ausdrücken der Hagada Unsinn; Jahrgänge) zwei Hefte seiner Bearbeitung des Aruch heraus- und Lächerlichkeiten finden wird, wo es, vorher schon darauf! gegeben). — Die Broschüre des Hrn. Professor Hermann aufmerksam gemacht, über den auffälligen Ausdruck hinweg- L. Strack, die wir kürzlich bereits erwähnten, wird nach gesehen und mehr auf den darin enthaltenen Gedanken ge-! einer uns zugekommenen Notiz des Verlegers in acht Tagen achtet hätte. Beispiele hiervon kommen fast aus jeder Seite erscheinen. Der Titel lautet: Herr Adolf Stöcker und christvor, wie unter Nr. 1., Gott „brüllt wie ein Löwe." So Gliche Liebe und Wahrhaftigkeit." Die Kapitel-Ueberschriften nützlich also auch diese Uebersetzungen sind, so nöthig lauten: „Meine Stellung zum Judenthum. Das christlichmachen sie wissenschaftliche Bearbeitung des Gegenstandes, sociale Correspondenzblatt. Stöcker's Reden am 24. April worunter wir nicht die von jüdischer Seite zu weit getriebene! und sein Bundesgenosse Simon May. Verhandlungen mit Apologetik verstehen. — Wenn wir wiederholt unsere Ansicht ' und über Stöcker im Mai und Juni. Die Gerichtsverhanddahin aussprachen, daß die Ethik des Judenthums historisch! lung am 20. Oktober. Vergebliche Ausgleichungsversuche und behandelt und ihr Entwickelungsgang in seinen einzelnen Fortsetzung des Conflicts. Weitere Beiträge zur Charakteri- Phasen bearbeitet werden müsse, wozu das Material zuvor firung Stöcker's." — Bon unsrer ausführlichen „israelitischen genügend heranzubringen sei, und wir hierzu selbst einige Bei- Religionslehre" (3 Bände) erscheint eine engliche Ueberträge geliefert haben: so freut es uns, diesen Gedanken auch setzung von Rev. Hyamson in Swansea (England.) weiterhin verfolgt zu sehen. -Es liegt uns vor: „Die Ethik Pest, 26. Nov. Der am 10. Oktober v. I. plötzlich des Juda-Halevi. Dargestellt von vr. Ad. Frankl-Grün, erfolgte Hintritt des vr. A. Huebsch in New-Uork, der zu Rabbiner in Kremsier. (Plattig, Bieling, 1885.)" Der Vers., den gelehrtesten Rabbinern und besten Kanzelrednern Amerika's nachdem er „Biographisches" gegeben, behandelt seinen Gegengehörte, hat nicht blos in seiner Gemeinde, sondern auch in stand in drei Abschnitten: „Die Tugendhaftigkeit", „die fernen Kreisen allgemeine Theilnahme erregt. Tie zahlreichen Willensfreiheit" und „das höchste Gut." Wir finden die Kundgebungen des Mitgefühls erweckten in der verwittwcten Darstellung überall sachgemäß und zutreffend. Wie es ge- Gattin des Verewigten den Entschluß, seinen Freunden und wohnlich in Monographien geschieht, geht der Vers, allerdings Verehrern ein würdiges Andenken an ihn darzureichen. Dieses wohl zu weit, wenn er zum Schlüsse sagt: „Die Ethik des Juda Halcvi ist die Ethik des Judenthums." Wir glauben vielmehr, man müsse sagen: Die Ethik des Juda Halevi entspricht überall der Ethik des Judenthums. Dies ist ein großer Unterschied, denn die Ethik des Judenthums reicht Andenken liegt nunmehr in einem Buche vor, das unter dem Titel: Rev. Vr. Adolph Huebsch, late Rabbi of the Ahawath Chesed Congregation, New-York. A Memorial (New- Zork 1885) erschienen ist. Es ist das ein stattliches Buch, das außer einer Sammlung schöner poetischer Uebertragungen weit hinaus über das, was Juda Halevi Ethisches aussvricht,! aus Talmud, Midrasch und dem Divan des Karaiten Moses so schon hinsichtlich der Ethik der menschlichen Gesellschaft, j 5en Abraham, eine Sammlung deutscher und besonders.vieler Der große Dichter und Denker steht, wie es nicht anders meistens kurzer englischer Sabbath-, Fest- und Gelegenheitssein kann, auf dem Boden seiner Zeit, wie schon sein Kampf reden enthält; die letzte deutsche Predigt „das Schlußfest", gegen die Ascetik bezeugt, den unser Berf. sehr wacker ins l war dem Verblichenen zu vollenden nicht vergönnt; während Licht stellt. — Von New Zork schreibt man: Es dürfte! er sie schrieb, ereilte ihn der Tod. Eine gut geschriebene iutcrefsircn, zu erfahren, daß Mr. Townsend Mac Coun,! Biographie H's. von vr. Jsaac M. Wise dient als Einleiern Nerv-syorker Verleger, ein vollständiges Lexikon des Tar-i tung und der Beschreibung der Feierlichkeiten bei dem Leichengum, Talmud und der Midraschim von vr. Alexander Kohut begängniß, sowie die von Gottheil, Jacobs, Jastrow und

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