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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1885-11-17 · Heft 47 (17.11.1885) · p. Seite 748

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
49 (1885)
Issue
Heft 47 (17.11.1885)
Date
1885-11-17
Page
Seite 748 (sequence 4)
Language
German
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748 den Sabbath Wonne nennest, den dem Ewigen geheiligten: aber oft genug, um nicht allein ihn selbst mit denselben aufs geehrt, so du ihn ehrst, daß deine Wege du nicht thust und Genaueste vertraut, sondern sie auch im Bewußtsein und zum dein Geschäft nicht suchst und Geschwätz nicht schwatzest": Theil in der Uebung beim Volke zu zeigen. Schon 3, 1 dann wird dir Heil ersprießen. Man wird keine Stelle in erinnert er an die Vorschrift, daß, wenn eine geschiedene der Bibel finden, wo in solcher Weise nicht bloß das Verbot Frau mit einem anderen Manne sich verheirathet hat, fie der Arbeit für den Sabbath, sondern auch die innere seelische! eventuell nicht wieder ihren ersten Mann ehelichen darf, ganz Heiligung ausgesprochen wird, wie in diesen Worten des! nach 5 Mos. 24, 3. 4, und zwar entlehnt der Prophet mit Propheten. — Daß der Prophet an die Wiederherstellung dem Zusatze „sonst würde selbiges Land entweiht werden", des mosaischen Cultus in dem wiederaufgebauten Tempel dachte und sie als unumgänglich betrachtete, ersieht man auch aus 60, 7. In der 6. Rede, wo der Prophet Betrachden mosaischen Ausdruck, so daß kein Zweifel bestehen kann, daß er hierbei das mosaische Gesetz vor Augen hatte. Einige Verse weiter (B. 8) erwähnt er, daß bei einer Ehescheidung tungen über die Zustände in Israel gegen Ende des Exils j der Mann der Frau einen Scheidebrief geben muffe, und anstellt (Kapp. 63— 65) und er zuerst der „Vorzeit" gedenkt; gebraucht dasselbe Wort dafür, wie 5 Mos. 29, 1. 3. nso und an die Führung des Volkes durch Moses (63, 11),; nrv-c. Daß Jeremias, deffen längste Wirksamkeit in die spricht er über die Verletzung der Speisegesetze, deren sich die! Zeit vor der Zerstörung des Tempels stattsand, wo neben Exulirten schuldig machten. Er geißelt (65, 3) „die Nation,! vielem Götzendienste doch auch der mosaische Cultus geübt die mich ins Angesicht kränkt immerfort, opfernd in den! ward, öfter von den Einrichtungen des Letzteren, z. B. auch Gärten, räuchernd auf den Ziegeln, die aus Gräbern fitzen! von der Bundeslade (3, 16) spricht, ist selbstverständlich; und in Höhlen übernachten, die Fleisch des Schweines essen,! ebenso fällt es nicht auf, daß er bisweilen von dem Gesetze Brühe unreinen Gethieres in ihren Geräthen." Aehnliches, der Beschneidung spricht und figürlich von den Israeliten noch einmal am Schluffe der Reden 66, 17. Wir sehen! fordert, ihre Herzen zu beschneiden, d. h. fie zu läutern und also auch bei diesem Propheten das Reinigkeits-, Sabbath-,! zu heiligen und dem innern Gehalte des Bundes zuzuwenden Opfer» und Speisegesetz, wie es im mosaischen Gesetze gegej (4, 4). Energisch tritt Jeremias auch für die strenge Hei» ben, mit dem Sittengesetz vereingt und mit der Gotteslehre' ligung des Sabbaths ein (17, 21): „Wahret für eure Seelen, verbunden ist, in voller Geltung erhalten.-Gehen wir jetzt! daß ihr nicht Last traget am Ruhetage und in die Thore hinter das Exil zurück, und bleiben zunächst bei Jeremias! Jerusalems bringt; schaffet keine Last aus euren Häusern am stehen, dem unter den Propheten, welcher sich am stärksten Ruhetage und irgend Arbeit thuet nicht, und heiliget den vom Geist der mosaischen Offenbarung hat durchdringen j Ruhetag, sowie ich euren Bätern geboten." Würden die laffen und am öftersten den Ausdruck aus dem Pentateuch entnimmt.*) Wir finden daher bei ihm den Gedanken des „Bundes Gottes mit Israel" auf allen Seiten ausgesprochen, sowie die Erinnerung an den Auszug aus Egypten und an Mose. Sein tiefster Kummer bestand darin, daß Israel „nicht in meiner (Gottes) Lehre und in meinen Satzungen wandelt, Israeliten hierauf hören, so würde Jerusalem und das ganze Volk bestehen bleiben, wo nicht, untergehen. — 31, 5 deutet er auf das Gesetz von der Vorhaut der Fruchtbäume 5 Mos. 20, 6 hin, ebenso auf das Recht der Einlösung eines verkauften Familiengutes durch die Verwandten (32, 7). Eine große Entrüstung weckte im Propheten folgender Vorgang die ich euch und euren Bätern vorgelegt" (44, 10 u. oft). | (34, 8 ff.). Zur Zeit der Bedrängniß hatte der König Aber in den schweren Kämpfen, welche Jeremias auf dem j Zidkijah befohlen, daß jeder hebräische Knecht und jede hepolitischen und dem allgemeinen religiösen und sittlichen Gej bräische Magd nach dem Gesetze fteigelaffen werden solle, biete zu führen hatte, fand er nur hier und da Beranlaffung,' Als aber die Chaldäer aufgebrochen, um gegen das egyptische an die speciellen mosaischen Gesetze zu erinnern, immerhin? Heer zu ziehen, hatte man die Freigelaffenen wieder „zurück- - i gebracht und fie Knechte und Mägde zu sein gezwungen". i) Wir wollen hier nur eine kleine Blumenlese aus den ersten! Da erhob sich Jeremias und begann seine Straftede: „Ich S&*Ätifctte einen Bund geschlossen mit euren Bätern am Tage, da 4 gelehnt; 3, 8 s. 5 Mos. 29, 1. 3. nrntp sehr oft nach 5 Mos. j ich sie aus dem Lande Mizraim, aus dem Hause der 29, 18; 4, 4 s. 5 Mos. 10, 16. '7121 INN 4, 23 wie 1 Mos. 1, 2. Knechte herausführte, nämlich: am Ende eines Jahrfiebens 5, 1 auf 1 Mos. 18, 26 ff; 5, 15—17 aus 5 Mos. 28. 49 ff 5, 21 CA Sin. nach 5 Mos. 29, 3. thd 5, 23 nach 5 Mos. 21, 18; 6, 2 entlasset Jeglicher seinen Bruder, den Jbri, der sich dir verauf 5 Mos. 28, 56; 8, 19 auf 5 M. 32, 21; 9, 8 vgl. 1. Mos. 25, kauft hat; er soll dir sechs Jahre dienen, dann entlasse ihn fflVi.";; dir." Der Prophet bedient fich hierbei mehrfach der 11, 7 Vgl. mit 5 Mos. 8, 19; 14, 9 vgl. 2 Mos. 34, 9. 5 Mos. 28,! osficiellen Ausdrücke aus dem mosaischen Gesetze, wie ~irn x~,p 10. 14, 21 s. 2 Most 32, 13. 3 Mos. 26, 44; 15, 4 s. 5 Mos. 28, j 3 Mos, 25, 10. D'ttsr, 2 Mos. 21. 2. — Bei solcher aus- 25; 15, 14 aus 5 Mos. 32, 22; 19, 9 auä 5 Most 28, 53; 23, 11 t , L i 1 r .7' M r vgl. 5 Mos. 19, 6.! gedehnten Anerkennung des mosaischen Gesetzes kann über

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