Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 49 (1885)
- Issue
- Heft 40 (29.9.1885)
- Date
- 1885-09-29
- Page
- Seite 646 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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646 Fleisch. - Das Rindfleisch ist in Jerusalem von sehr i Auswärts geliefert 34 Betten, 6 Wiegen. 100 Fenstergarnigeringer Güte, obwohl es sehr theuer ist: der Preis des Kilo-1 gramm ist ein Franc; wir gebrauchen 50 Kilogramm die! turen. Steinhauen, Hacken, Hämmer, Schlüssel, Ringe, Dietriche u. s. w. Man hat reparirt Sägen, Betten, Wagen, Mühlen Woche; die Schüler erhalten davon zweimal die Woche,! u. s. w. Die Tischlerei hat geliefert 30 Thüren, 23 Stühle, ferner Freitag und Samstag. — Ausgabe für das Semester 1.2 Schränke, Fenster. Die Schuhmacher-Werkstatt lieferte 3.232,25 Fr. j 85 Paar Schuhe, Stiefel oder Pantoffeln. Die Schneider- Milch. — Die Schüler erhalten keine Milch; ihr Früh- Werkstatt hat nur 15 Anzüge für Auswärts geliefert, stück besteht aus einer Taffe schwarzen Caffees mit Brod! Schmiede. — Dies ist die beliebteste Werkstätte und nach Belieben; eine gewiffe Anzahl Lehrlinge erhält außer-! diejenige, welche bisher die besten Ergebniffe hat; die Arbeit dem weißen Käse oder Eier. Ausgabe 433. Fr. i ist vertheilt in der Art, daß immer alle Lehrlinge beschäftigt Gemüse und Obst. — Ausgabe 6^8,35 Fr. Das!find; die einen schmieden oder blasen, die anderen feilen, Mittagnnd Abendeflen besteht aus einem Gericht Gemüse.! richten zu. Die kleinen Schmiede befinden fich vorzüglich; Zweimal die Woche und am Samstag aus Fleisch; im es ist die einzige Werkstatt, wo die Schüler alle frei von Sommer geben wir Obst. In den letzten zwei Monaten hat! Wechselfiebern sind. Mit der Ankunft des ausgezeichneten uns unser Gemüsegarten davon befreit, Gemüse zu kaufen, Mechaniker-Meisters,welchen uns die Anglo-Jewisb Association wir haben darin Kirbiffe, Bohnen, Erbsen, Salat u. s. w. geschickt hat, wird diese Werkstätte eine noch viel beträchtlichere geerntet. Wichtigkeit erlangen. Getränke. — Wir haben für 404 Fr. Gettänke ver-! Tischlerei. — Wir haben zwei Werkstätten für die braucht, Wein, Thee, Caffee, u. s. w. Die Schüler erhalten! Tischlerei; in diesem Lande spezialisirt man die Arbeiter nicht bei Tisch Waffer mit Wein oder Thee. i so wie in Europa; unsere Tischler find Zimmerleute. Kunst- Der Betrag unserer Ausgaben für die Witthschaft ein-!tischler ebenso wie Tischler; unser Handwerkszeug ist noch schließlich Wäsche, Heizung, Lickt betrug während dieses! unvollständig. aber in den neuen Sälen, welche wir augen- Semesters 6000 Fr. i blicklich für die Tischlerei bauen, können wir unser Hand- Kleidung. — Unsere Schüler und Lehrlinge find nicht! Werkzeug vervollständigen. Drei Tischlerlehrlinge haben die hinreichend gut gekleidet; wir liefern die Kleidungsstücke in j Schule in diesem Semester verlaffen, fie verdienen 2 bis 3 dem Maße, wie fie verfertigt werden; da wir mehr als 1201 Francs den Tag. Das ist für Jerusalem recht gut bezahlt. Schüler zu kleiden haben, find die Kleider der einen schon Schuhmacherei. — Trotz der Armuth an Handwerksin Lumpen, wenn die anderen die ihrigen ganz neu erhalten, zeug und der schlechten Einrichtung, hat diese Werkstatt uns Ebenso steht es mit dem Schuhwerk, wir wollten eine Uniam meisten Nutzen gebracht und macht der Anstalt wahrhaft form für alle Schüler Herstellen; das Tuch, welches wir Ehre; um Ihnen eine Idee zu geben von der Sorgfalt, jüngst gekauft haben, wird uns erlauben, diesen Vorsatz aus-: welche man auf die Arbeit verwendet, sage ich Ihnen, daß zuführen. Es wird für uns uöthig sein, jedem unserer j die Frau des italienischen Consuls im letzten Winter auf den Schüler zwei Anzüge und zwei Paar Stiefel im Jahr zu, Ball gegangen ist mit Tanzschuhen, welche von uns geliefert geben; unglücklicher Weise bettägt der Credit, der uns für waren. Kleider gewährt ist, nur 3600 Fr. im Jahre, und wir hätten > Schneiderei. — Diese Werkstatt hat hauptsächlich für 4600 Fr. nöthig.! die Schule gearbeitet; mehrere unserer Schneiderlehrlinge Werkstätten. — Unsere verschiedenen Ateliers machen > wären schon im Stande, ihren Lebensunterhalt in der Stadt stets einen guten Eindruck auf die Besucher; Fremde und zu verdienen, aber sie ziehen es vor, sich in ihrem Handwerk Einheimische find einstimmig, unserer Anstalt die Ueberlegenzu vervollkommnen indem fie noch einige Monate in der heit über alle derselben Art, welche in Palästina existiren. Schule bleiben. zuzuerkennen. Wir haben niemals Arbeitsmangel; die tobtej Holzschnitzerei. — Diese Werkstatt, seit 8 Monaten Saison ist eine unbekannte Sache bei uns. Die Schmiede, gegründet, ist unterhalten von Herrn Baron Alphons von die Tischlerei und die Schuhmacherei haben auswärtige Be- Rothschild; fie giebt schon befriedigende Resultate. Während stellungen für lange Zeit. Man kommt selbst aus der Stadt, der beiden ersten Monate machten die für diesen Beruf bezwei Kilometer entfernt, um sich bei uns zu versorgen. Wenn stimmten Knaben nur Zeichnungen, und ihre Fortschritte in unsere Produkte noch nicht die Feinheit ähnlicher Produkte diesem Fache waren wahrhaft überraschende. Herr vr. Adler aus Europa haben, erkennen doch unsere täglich zahlreicheren aus London und Herr Benas haben diese Werkstatt besucht Kunden die Anstrengungen an, die wir machen, sie zufrieden und waren sehr zufrieden mit der Arbeit und überhaupt mit zu stellen, und überhaupt den billigen Preis unserer Arbeiten.! den Fähigkeiten und dem Geschmack der Lehrlinge." Während des ersten Semesters 1885 hat die Schmiede nach Man kann fich aus obigem Berichte einen Begriff über