Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 49 (1885)
- Issue
- Heft 40 (29.9.1885)
- Date
- 1885-09-29
- Page
- Seite 647 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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647 den Umfang und die Tendenz der Anstalt machen, die aufs trefflichste von Herrn Ni ff im als Direktor geleitet wird. Vermischtes. Die Juden in Afghanistan. Man schätzt die jüdische Bevölkerung in Afghanistan auf 40000 Seelen. In der Hauptstad Kabul wohnen 2000 Israeliten. Der bekannte englische Vertreter Sir Peter Lumden sagt in einem Bortrage: „Der Handel in Pendjeh ist gänzlich in den Händen der Juden, deren Zahl 20 ist. In der Stadt Herat giebt man die Zahl der Juden auf 350 Familien an, von solchen 200 aus Mesched gekommen, von wo sie 1862 vertrieben worden. Man nennt sie Kasveneer. weil der Schah von Persien Nadir sie von Kasvin nach Moschet geschickt hatte. Die anderen wohnen seit Jahrhunderten in Herat. Sie beschäftigen sich mit dem Transit nach Balkh, Bokara, Khiva und Merw. Es wird berichtet, daß j die Kenntniß des Talmuds zu diesen Juden nicht gedrungen,! daß sie jedoch streng in der Beobachtung des Sabbaths, der! Feste, der Beschneidung und der Speisegesetze find. — Anzeigen. Ty. 4/\ werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet and müssen für die nächst- XilOCI «X uC folgende Wochennnmmer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren. Erledigte isr. Lehrerstelle. In Kiel r. Holst, ist die Stelle eines isr. Religionslehrers, mit welcher Stelle die Functionen eines Borbeiers und Schächtirs verbunden sind, bis zum 1. Novbr. 1885 zu besetzen. Es wird ein Einkommen von ca. 1500 M. in Aussicht gestellt, event. wird Zulage bewilligt. Gesuche wolle man unter Vorlage der Befähigung an den Unterzeich, neten bis l. Octbr. 1885 einsenden. Es werden nur seminaristisch gebildete Lehrer berücksichtigt. [H.902 Kiel, den 3. Sept. 1885. Der Vorstand: A. Simsen. Ehrlicher Antrag. Ein Banquier, schon seit einigen Jahren sehr vortheiihaii etablirt und in den besten Verhältnissen lebend, sacht, da ihm geschäftsmässige Vermittelung widerstrebt, auf diesem directew Wege eine gemiithsvolle Lebensgefährtin. An eine geoildete vorurtheiistreie Dame, die im Besitze eines grösseren Vermögens ist und sich gerne glücklich verheiratbet sehen möchte richtet er daher das Ersuchen, mit ihm in directe, nicht anonyme und zwangslose Correspondenz zn treten; eventuell schlägt er vor, ein Bekanntwerden durch ehrbare, freundschaftliche Vermittelung herbeizutühren. Die Antwort und Namensangabe seinerseits erfolgt jedenfalls umgehend. Discretion und Delikatesse zugesichert und verlangt, Photographie- Austausch erwünscht. Man schreibe geü. unter 4. A. 664 an Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., die die Weiterbelörderang besorgen. [F. 640 Zur Führung meines Haushaltes und Erziehung von 2 Kindern suche rch eine gebildete, wirryj chastlrch tüchtige Dame zum baldigen Eintritt. t-L-c.2y2° 1). Servos in Aachen. Oeffentttche Aufforderung. Bon der Unterzeichneten Adminrstrution find mehrere Brautlegate in dem Mindestbenage von 150 » fl. jca. 2650 Mark) zu vergeben. Lvir fordern daher alle diejenigen Verwandten der Stisterin, Frau Dr. Betty (Ladette) Goldschmidt geb. Oppenheim aus Von» (c-erheirathet in erster Ehe mit Salomon Daniel Goldschmrdt in Frankrurt a. M. und in zweiter Ehe mit dem Advokaten Dr. Carl Leopold Goldschmidr in Franksurr a. M., gestorben den 11. September 1868', welche Anspruch auf eines dieser Legate erheben wollen, auf, sich bei dem Mitadmiuistralor Rechtsanwalt Dr. Berthold Geiger m Frankfurt a. M., Töngesgaffe 21, schriftlich zu melden. Berechrigt sind nur solche Mädchen, welche 1. mit der Stifterra in der Seirenlinie durch deren Geschwister bis zum 10. Verwandtschaftsgrade verwandt, 2. bedürftig, ». nicht unter 17 und nicht über 37 Jahre alt sind, 4. sich über ihre Unbescholtenheit auszuweisen vermögen. Den Gesuchen sind beizuiügen 1. Geburtsschein, 2. amtliches Leumuudszeuguiß. Ferner ist die Verwandtschaft mit der Stisterin darzuthuu, während über die Bedürftigkeiisfrage die Unterzeichnete Administration die ihr geeignet erscheinenden Erhebungen veranstalten wird. Es ist nicht nothwendig, daß die Bewerberin bereits Braut sei; sie muß jedoch innerhalb drei Jahren vom Tage der Zutheiluug des Legat» ab sich verheirarhet haben, widrigenfalls das Legat von seid ft hinfällig wird. In drejeul Falle ist indeß eine Neuanmeldung (sal^ nur die stiftungsmäßigen Boransjetzungen noch vorhanden sind) zulässig. |F.6öl Fraukfnrt a. M., den 17. September 1885. Die Atdruirristr«rtiou dev Betty Gotdschwidtscheu Stiftung. Handels- und Sprach-Institut, Internationales Pensionat (Belgien). 168—170 Chaussee d'Etterbeck, dem Kork Leopold gegenüber, geleitet von j>rof. L. Kahn, F. 8. 8. L. Ehren-Genoffe der I. Gesellschaft der Wissenschaft, Literatur und Äunft in London. Aufnahme deutscher Zöglinge beschränkt und nach den Bedürfnissen des Unterrichts in den Sprachen propornonirt. Zsr. Tochter-Pensionat u. Höhere Utitcrrichts-Anstalt. csegründer 1->V4. — Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. — Prospekte aus LLunsch. Aron Direktor Therese Grorrarr, 6enm, tzuiderstastr. 11, Konigsplah.