Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 49 (1885)
- Issue
- Heft 34 (18.8.1885)
- Date
- 1885-08-18
- Page
- Seite 547 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3224737-3227555-3227590--42861-3311454- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
M Der Zlusschnß des D.-J. G.-B. hätte mit Vergnügen wahrgenommen, daß vorzüglich eine Anzahl Lehrer in Hessen gewissermaßen als Pioniere der Schule segensreich wirkten. Er schloß mit dem Wunsche, daß es immer so bleiben möge zum Segen für die Provinz. Es folgt der Rechenschaftsbericht. Alsdann trägt Cornelius-Rotenburg sein seit mehreren Jahren aus Mangel an Zeit von der Conferenz zurückgestelltes Referat: lieber eine ausscheiden und eine Neuwahl vorgenommen werden, wird angenommen. Gegen 4 Uhr vereinigten sich die Theilnehmer der Conferenz zu einem gemeinschaftlichen Mahle im Hotel Löwenstein. Die Schriftführer: Levi-Hofgeismar. Davidsohn-Helmarshausen. Aus Württemberg, 31. Juli. (Privatmitth.) In dieser zu veranstaltende Chanukafeier, vor. Unter allgemeiner Zu-1 Woche erschien der 54. Jahresbericht der israelitischen Waisenstimmung dankt der Vorsitzende dem Referenten für die lichtanstatt „Wilhelmspflege in Eßlingen pro 1. Juni 1884 bis volle Arbeit, der Versammlung anheimstellend, wie weit siel. April 1885." Dasselbe verlief wieder, zum Wohle des vom Inhalte Gebrauch machen wolle, da man in eine De-! Vereins, in gleichmäßiger Ruhe; der Gesundheitszustand der batte darüber nicht eingehen wollte. j Pfleglinge ist ein recht befriedigender. Die Anstalt erhielt Herr Gotthelft-Kassel erklärt, er sei beauftragt, der Berj an Stiftungen zum Grundstück 3308 M., an jährlichen Beisammlung mitzutheilen, daß dem Ausschuß des D.-J. G.-B.: trägen 1669 M., an Spenden 5596 M., darunter 175 M. eine solche Feier sympathisch sei, und er wolle nöthigenfalls! von unserem König Karl. Die Gesammteinnahmen belaufen Gemeinden zu diesem Zwecke Subventionen zukommen lassen.! sich auf 29,147 M., die Ausgaben auf 17,521 M. Das Hierauf erhielt Plaut - Grebenstein das Wort zu dem! Grundstocksvermögen hat wieder um 7006 M. zugenommen Referat: Die Stellung des Lehrers als Vorsänger. Er hatte! und beträgt jetzt ohne Gebäulichkeiten 235,666 M., worunter dasselbe, wie vom Vorsitzenden und von der ganzen Ver-! 20,263 M. Vermögen der Fortbildungsschule und 8032 M. sammlung dankbarlichst anerkannt wurde, mit außerordent-! der Adolf Levi-Stiftung enthalten sind. Die Anstalt beherlichem Fleiße und mit der größten Umsicht ausgearbeitet und! bergt 38 Zöglinge. nach allen Richtungen hin beleuchtet und erschöpft, weshalb! Am 5. August findet im Hotel Eisig in Stuttgart die auch der dazu im vorigen Jahre gewählte Correferent Rosen-! freiwillige Conferenz der israelitischen Lehrer und Vorsänger baum-Zierenberg seine volle Zustimmung bekundete, ohne ein! Württembergs statt. Auf der Tagesordnung stehen einige besonderes Referat zu geben. In eine Discussion ging man auch über diesen Gegenstand nicht ein und schritt nach einer kurzen Pause zum letzten Punkte der Tagesordnung: Anträge und Mittheilungen: 1. Amram-Zwesten begründete seinen Antrag: Alle Anträge sollen 4 Wochen vor der Jahresversammlung in der Schulzeitung veröffentlicht werden. Nach 2. 3. geschichtliche Vorträge, sowie Berathung über die Anstellung der Vorsänger sowie die der Ausländer. Bon den Conservativen Württembergs hat Herr Hofprediger Stöcker Zuschriften erhalten; eine solche aus Jlsfeld beantwortete derselbe: „Weil ich die Wahrheit sage, besonders über das Judenthum, deshalb hassen sie mich."('.I) Aus Minden-Ravensberg, 3. August, lieber die Zulebhafter Debatte wurde der Antrag angenommen, stände und Stimmungen des hiesigen Wahlbezirks ziebt fol- Ein Antrag von Rothschild-Holzhausen: Die Subgende Correspondenz der „Franks. Ztg." Ausschluß, so daß vention des D.-J. G.-B. nicht wieder wie bisher zu mau sich später über den Ausfall der Wahl in demselben verwenden, wird abgelehnt. nicht wundern darf. Ein Antrag von Oppenheim-Niederaula: Mau möge Es unterliegt nicht dem geringsten Zweifel, daß Herr bei königlicher Regierung vorstellig werden, bezüglich Stöcker, trotz der bekannten gerichtlichen Vorgänge, von der der Versetzung der israelitischen Schulstellen während hiesigen konservativen Partei, resp. von unseren Landpastoren der Bacanz gerade so verfahren zu wollen, wie bei als Candidat für das Abgeordnetenhaus wieder ausgestellt den erledigten christlichen Schulstellcn, wurde auwerden wird. Das bewies schon der sogenannte „Adressengenommen. sturm", den jene Herren in Scene setzten, und au dem sich 4. Ein Antrag von Hecht-Tann: An königliche Regiealles, vom „Herrn Cantor" bis zum Knhjungen, der im rung ein Bittgesuch zu richten, dahin wirken zu Posaunenvereine des Herrn Pastors sein Instrument maltraiwollen, daß die Competenzen der israelitischen tirt, betheiligte. Uuscren Bauern ist Herr Stöcker eben auch Schulstellcn noch mehr denen der christlichen an heute noch der Mann des vollen Vertrauens, — beim sie gleichen Orten angepaßt werden möchten, wird ebenkennen ihn nicht. Liberale Zeitungen, oder „Judenblätter", falls angenommen. wie sie unsere Landgeistlichkeit nennt, sind geradezu verpönt, 5. Ein Antrag von Rothschild-Holzhausen: Es sollen und die kleinen Preßerzeugnisse, wie sie unter Mithülfe der jedes Jahr zwei Ausschußmitglieder durch das Loos Herren Pastores fabricirt werden, haben sich wohl gehütet, 24*