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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1885-07-07 · Heft 28 (7.7.1885) · p. Seite 446

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
49 (1885)
Issue
Heft 28 (7.7.1885)
Date
1885-07-07
Page
Seite 446 (sequence 6)
Language
German
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446 entgegen, die Palmen umhauen. Durch eine Kapitulation der arabischen Halbinsel die Fundamentalbegriffe der Civiwurde auch dieser jüdische Stamm gezwungen, natürlich lisation lehrten und verbreiteten. Sobald ihre Aufgabe ermit Zurücklassung all' seiner Habe, nach dem Norden füllt war, kehrten sie in das Land zurück, aus welchem sie auszuwandern. Wahrscheinlich glaubten die Juden, daß! gekommen waren. Die Saat, die sie auf arabischen Boden sie doch nicht länger in einem Lande wohnen könnten, wo j ausgestreut, sollte Früchte tragen in allen Ländern, welche Mord undBerrath herrschten, und wo ihre Gegner von Tag j der mnselmännischen Herrschaft unterworfen wurden." — zu Tag an Zahl und Macht wuchsen. So gaben sie lieber! Unsere Weisen sagen: „Sieh nicht auf das Gefäß, sonden langen Kampf auf, den sie noch hätten aushallen können.! dern auf den Inhalt." Tie Geschichte giebt uns mehrfache Wir besitzen noch eine Anzahl Gedichte, von Juden und! Beispiele, daß große weltbewegende Ideen nicht gerade durch Arabern, welche diese Austreibung beklagten. Jetzt versuchten reine, sittliche Werkzeuge ausgebreitet und zum Siege gebracht die übrigen jüdischen Stämme, namentlich die Korciza, eine worden. Die Energie vielmehr, die rücksichtslose Entschlossengrößere Verbindung zwischen jüdischen und arabischen Stämmen heit ist es, welche die Menschen unterwirft. Der höhere civigegcu Mahomed zu bewirken. Aber Mahomed verstand cs,' lisatorische Erfolg wächst später aus dem blutgetränkten Mißtrauen unter die Verbündeten auszustreuen, und dazu Boden herauf. Aus diesem Gesichtspunkte haben wir Mahokam, daß die Juden sich weigerten, am Sabbath zu kämpfen, mcd zu beurtheilen, wie wir ihn in obiger Skizze, die in So wurde es Mahomed nicht allzuschwcr, die Verbündeten ihren Einzelheiten durchaus dokumentirt ist, kennen gelernt auseinander zu treiben, und so kapitulirten auch diese Juden, haben. Den Juden hatte er seine Lehre, den Gedanken, den ohne daß Mahomed sie deshalb verschonte. 750 Juden er ausbreitete, entlehnt; aber er hatte diesen zu sehr mit wurden getödtet, weil „Gott es so dem Mahomed befohlen arabischen Anschauungen verwebt und bewies so viel Unhabe." Die Juden hörten nicht auf, auch in der Stunde wissenhcit und so groteske Neigungen, daß ihm die Juden des Todes Mahomed einen Betrüger zu nennen; selbst unter unmöglich zufalleil konnten. Es war auch hier ihre Bestimden Frauen fanden sich Heldinnen, die den Märtyrertod nicht mung, gegen die neue Lehre in Opposition zu verharren, scheuten. Biele Juden liefen von allen Seiten herbei, um Jedoch zeigten sie dieselben Fehler, die sie in ihrer Geschichte die gefangenen Weiber loszukaufen, woraus die Muselmänner so oft bethätigt haben. Sie unterschätzten ihren Gegner in eine gewinnnreiche Spekulation machten. Was von hervorseinen noch geringen Anfängen, und verletzten ihn so tief ragenden Juden vorhanden war, wurde in heimtückischer in seiner Eigenliebe, daß er von Rachegefühlen beseelt ward. Weise durch Mörderbanden, die Mahomed dazu abgesandt. Sie hatten sich völlig arabisirt, so sehr, daß sie nach der umgebracht. Diese Mordthaten waren das Vorspiel zu einem arabischen Sitte ihre Familien sich trennen und zu kleinen allgemeinem Angriff gegen die Israeliten von Cheibar. Er Stämmen anwachsen ließen, zwischen denen Eifersüchteleien überfiel unversehens die Stadt. Viele Juden retteten sich in und Reibungen stattfanden, und jedes Band der Gemeinsamihre Burgen, die in Cheibar zahlreich waren. Unter den 1 {eit fehlte. So ließ sich ein Stamm nach dem andern an- Juden waren tapfere Männer. Nach und nach wurden die greifen und schlagen, bis sie das Land räumen mußten. Und Burgen erobert und alle, welche die Waffen geführt, wurden doch wiederum war dies das Mittel zur Erhaltung im getödtet. Ueber 900 Juden erlitten dieses Schicksal. Die Großen. Hätte ein Kampf auf Leben und Tod zwischen den übrigen mußten auswandern. So wurde der Prophet unum-! Muselmännern und den festgeeinten Juden Arabiens stattgeschränkten Herr des ganzen Hedjaz mit Ausnahme von Mekka, funden: so würden die Anhänger des siegreichen Islam Die jüdischen Besitzungen waren sämmtlich in den Händen überall, wo sie später auf Juden trafen, diese vernichtet haben, des Feindes. Die Juden Arabiens hatten hier kein Vaterland | Bei dem verhältnißmäßig geringen Aufwand von Kräften, mehr; ihr Aufenthalt hing von dem Willen dessen ab. der die es ihnen selbst zur Zeit, als sic noch schwach waren, die Macht besaß. Mahomed selbst trieb die Juden nicht > kostete, die Juden zu beseitigen, fanden sie später keine Berganz aus Arabien; er begnügte sich, sie zu demüthigcn und! aulassung, die Juden als Feinde von irgend einer Bedeutung seiner Herrschaft zu unterwerfen. Sein Nachfolger Abu-Bekr' anzusehen und ließen sie fortexistiren, freilich unter sehr unveränderte hierin nichts. Aber Omar hielt den Aufenthalt! günstigen Bedingungen. Aus so geringen Anfängen erstand der Israeliten in der Mitte der Muselmänner für den Islam! der Islam und eroberte sich in wenigen Jahrzehnten eine für gefährlich und befahl allen Juden das Land zu verlassen. > Weltstellung, anfangs durch die Waffen, nachher als religiöse Die Juden begaben sich nach Syrien. Der Verfasser schließt i Idee. So groß auch die Vortheile sind, welche die europäimit folgendem Satze: „Die Geschichte der Israeliten des! schcn Mächte über die verrotteten mahomedanischen Staaten nördlichen Arabiens umfaßt so nur 150 Jahre, aber bietet! erworben haben: der Islam ist ungebrochen und treibt seine ein großes Interesse für die Geschichte des Ganges der Propaganda noch heute nach Osten in Indien und China, Gottesidce durch die Welt. Die Juden waren es, welche in; nach Süden in Inner-Afrika mächtig fort.

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