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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1885-06-09 · Heft 24 (9.6.1885) · p. Seite 390

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
49 (1885)
Issue
Heft 24 (9.6.1885)
Date
1885-06-09
Page
Seite 390 (sequence 14)
Language
German
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390 densrage" ist uns nicht einsichtlich. Jndeß glauben wir nicht, gewidmet und vor Zunz seine Ehrfurcht bezeugt hat, sagt daß der Herausgeber, wieviele seiner Fachgenossen, verneinen er: „Die Philippsonssche Allgemeine Zeitung des Judenthums werde, es gebe eine jüdische Theologie, eine jüdische Wissensetzte an die Stelle unfruchtbarer Polemik fruchtbringenden schaft und eine jüdische Literatur. — Ein Beispiel von Offen- Gedankenaustausch, von dem auch der Angegriffene lernen müthigkeit und Gerechtigkeitsgefühl fanden wir jüngst in der konnte, was ich persönlich gern von der gegen eine frühere zweiten Auflage von Hagenbach's Kirchengeschichte, zu Arbeit von mir gerichteten Erörterung, Jahrgang 1873 Nr. welcher Professor Nippold einen literarisch-kritischen An- 39, bekunden darf." Es ist leider so selten, von einem auf hang verfaßt hat. Seite 685, nachdem er den Herren Laanderem Standpunkte beffudlichen Gelehrten ein solches Zuzarus und Steinthal, der Gründung der Hochschule in Berlin geständniß zu erfahren, daß wir die Weise des Herrn Prof, und der Seminare in Breslau und Pest gerechte Anerkennung Nippold wiederzugeben uns nicht enthalten konnten. — Keuilleton. im „Englischen Garten" ausgepflanzt, allesammt erfroren, weil fle gegen die kalte Zugluft jenes strengen Winters keinen hinreichenden Schutz hatten. Zwei Cedern wurden im (Prinz)- „ Gustavs-Garten" frei ausgepflanzt und zwar vor dichten Tannenzweigen, wovon die eine 17 Meter hoch ist, jedoch im Stamme getheilt, reife Zapfen bringt, das heißt, von jedem Zapfen sinv hier 5-10 Korn keimfähig, alle übrigen Samen enthalten Harzmassen. Die verbliebenen 2 Cedern wurden in Kübeln erzogen, 1822 herausgenommen und links vor dem südöstlichen Schloßflügel, zwischen einer Kastanien- und Rüsterallee placirt. Sie sind diejenigen, die oben ausführlich beschrieben sind. Das Nichtaufkommen der Cedern in ihrer Jugend findet nur statt, wenn ihnen nicht gehörig Schutz gegen rauhen Nordwind geboten ist. j Die Poppelsdorfer Ceder, welche höher angegeben i ist als unsere Cedrus libani, ist vielleicht bis in die feinste Spitze gemessen; dagegen sagte beispielsweise Herr Garten- Director Jühlke in Potsdam von der unsrigen, daß sie äußerst schön und charakteristisch erscheine, da sie aus einem Stamme ihrer Spitze, 2 Mtr. ihrer früheren Höhe. Die erstcre, di 1t! besteht und ihre Aeste und Zweige schirmartige Dächer bei einer Kastanien-Allee stehend, aus einem Stamme, ist! bilden läßt. eine ächte Cedrus Libani, die ihre Zweige schirmförmig über-! Als im Jahre 1876 die deutschen Forstmänner hier einander legt, mit saftgrünen Nadeln und zugcspitzten Zapfen, waren, pilgerten alle zu unserem Schloßgarten um die bealle zwei Jahre gegen 2( 0 derselben zur Reife bringend., rühmten Cedern zu sehen. Ein Gleiches geschah, als im Sie hat, kurz über dem Boden gemessen, eine Stammstärke j August 1882, die im nahen Frankfurt tagende Anthropologenvon 0,90 m und einen Umfang von 2,75 m. Tic andere, Versammlung einen Ausflug hierher machten. Professor Ceder, schwesterlich neben ihr stehend, mehr slufsig in ihrem Birchow war es, der die bei ihm im Wagen sitzenden, (von Wüchse, hat eine Stammstärke von 1,10m und einen Umder Saalburg-Römercastell kommenden) Herren, darunter fang von 3,50 m. Ihre Zweige sind aufstrebend, ihre Zapfen Dr. Schliemann, den Entdecker des alten Troja, veranlaßte, abgestumpft, sie repräsentirt die richtige Cedrus atlantica alba,1 bte berühmteste Ceder Deutschlands in unserem Schloßgarten welche aber ebensoviel Zapfen wie die andere zur Reife bringt, zu sehen. Mein Gewährsmann hierfür ist Herr Baumeister deren Samen sich, namentlich von solchen Zapfen, deren L. Jacobi dahier, der damals als Stadlrath und Vorstands- Schuppen weit geöffnet sind, zur Aussaat eignen. Mitglied des hiesigen Alterthumsvereins, den Mentor der Zur Geschickte dieser Cedern sei erwähnt, daß im Jahre berühmten Ausflügler machte. 1818 sechszehn Cedern in Töpfen aus London — Kew, Schon mancher unserer Glaubensgenossen hat sinnend Gardens — nach Homburg kamen, wovon 12 Stück 1829 vor diesen mächtigen Bäumen gestanden, nachdenkend wie Vermischtes. Homburg v. d. Höhe, im Mai 1885. Noch einmal die Ceder des Libanon. In Nr. 19 der „Allg. Zeitung des Judenthums" befindet sich ein sehr interessanter Artikel über die Ceder im botanischen Garten zu Poppelsdorf b.i Bonn. Nun kann ich, als treuer Anhänger meiner schönen Vaterstadt, nicht dem Drange widerstehen, auch etwas über unsere vielbewunderten Cedern zu sagen, die in verschiedenen geographischen Handbüchern als außerordentlich sehenswerth bezeichnet werden. Ich mache diese meine Angaben auf Grund von No tizen, welche mir der Königl. Hofgärtnec Herr Karl Merle dahier, obschon krank, mit daukenswerther Bereitwilligkeit zukommen ließ. Im Königlichen Schloßgarten dahier befinden sich zwei mächtige Cedern, wovon die eine früher über 19 Meter Höhe, die andere 17 M ctcr hatte; beide verloren, durch Erfrieren

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