Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 49 (1885)
- Issue
- Heft 21 (19.5.1885)
- Date
- 1885-05-19
- Page
- Seite 340 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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340 Ritter von der jüdischen Reformgemeinde die Gedächtnißrede, dann wurde die sterbliche Hülle nach dem Friedhofe in der Schönhauser Allee übergeführt, wo die Beisetzung erfolgte. — Aus Cleve wird uns geschrieben, daß am 3. Mai der Lehrer HerrN. van der W ald e sein 25 jähriges Amtsjubiläum feierte. Herr v. d. W. hat sich in allen Kreisen Achtung zu erwerben gewußt, und so vereinigten sich Mitglieder der Gemeinde und ehemalige Schüler, ihm Beweise der Liebe zu bringen. Nach einer ergreifenden Schulfeier am Morgen wurden von Deputationen und Privaten Gratulationen und Ehrengeschenke dargebracht. Abends fand Festeffen und Ball mit musikalischen und theatralischen Aufführungen statt. Möge der Jubilar in abermals 25 Jahren ein gleiches Fest feiern können! — Aus Pest wird uns geschrieben: Am 20. v. M feierte der Direktor der hiesigen israelitischen Landes-Lebrerpräparandia, Herr Heinrich Deutsch, im engsten Familienkreise das vierzigjährige Jubiläum seiner ersprießlichen Thätigkeit auf dem Gebiete des Unterrichts. Herr Deutsch begann gewöhnlichen Beranlaffungen, 3. Synagogen- und Schullieder, 4. den vollständigen Gemeindegesang, 5. die deutsche Uebersetzung zum hebräischen Text, 6. liturgische Anmerkungen (die Verfasser der Gebete rc.) und 7. die Fundamente der Musik- und Harmonielehre. — Der zweite Theil soll enthalten: 1. eine Anzahl traditioneller, alter und moderner einstimmiger Gesänge nach polnischen und aschkenasischen Weisen, 2. rituelle Vorschriften und Gebräuche und 3. Ergänzungen und Verbesserungen zum Baal t’fillah. L Es haben sich Bach-Gesellschaften, Händel-Gesellschaften rc. gebildet zur Herausgabe der unsterblichen Werke dieser Meister, und wir Juden sollten nicht ein paar Mark übrig haben für die Fixirung unserer Weisen, die uns Jahrhunderte lang Trost in Trübsal, Erquickung und Erhebung des Herzens in schweren Zeiten gebracht haben? Darum auf, ihr Synagogenchöre, die ihr so oft Gesänge suchet! Auf, ihr Vorbeter, die ihr Rathes bedürfet! Auf, ihr Vorsteher, denen noch an einem würdigen und schönen Gottesdienste etwas gelegen ist seine Laufbahn als Lehrer in Lovosbereng, kam dann als j und abonnirt auf Bär's neues Werk! Der Name des Heraus- Lehrer und Schuldirektor nach Kecskemet und 18511 nach > gebers spricht für sich selbst. Den minder begüterten Collegen Pest als Direktor der Talmud-Thora. Im Jahre 1868 wurde! diene nur noch der Hinweis, daß das Werk auch in Monatsibm die Leitung der hiesigen k. israelitischen Landes-Lehrerj heften, ä 1 Mark, vom Herausgeber direct oder durch die präparandia übertragen. Gleichzeitig wirkt er als Professor > Kauffmannsche Buchhandlung in Frankfurt a.M zu beziehen ist. der Landes-Rabbinerschule seit deren Eröffnung H. Deutsch! Siegfried Gras, lieferte außer einer hebräischen Grammatik die erste ungarische > Bonn, 6. Mai. Le Testament olographe seien le Uebersetzung der Gebete, welche bereits mehrere Austagen er»!Tkalmud. Observations de Dr. Rabbinowicz contenant le lebt hat. Die neue Uebersetzung der Bibel wird demnächst j Testament de CaSd Nissim Samama. Paris. Paul Dnpont von ihm erscheinen. — Aus Raab wird unterm 27 v. M. j 1884.*) Ueber das Testament vom biblischen und talmugeschrieben: Herr Dr. Leopold Guttmann wurde mit^dischen Standpunkte hat der selige Bodenheimer, Oberrabbigroßer Majorität zum städtischen Physikus gewählt; es ist! ner zu Crefeld, eine sehr werthvollr Monographie geschrieben, das der erste jüdische Beamte der Stadt. — die jedoch dem Verfasser der obigen Broschüre nicht bekannt Essen, 4. Mai. (Literarische Notizen.) Aufruf gewesen zu sein scheint, vr.Rabbinowicz, der das umfassende an alle Cautoren, Chordirigenten, Chorvorstände Werk veröffentlichte, in welchem er über die wichtigsten Gegen- und Synagogengemeindevorstände. — Wer kennt nicht st-nde die talmudischen Texte zusammengestellt und übersetzt Bär's ..Baal t'Älabch jenes unentbehrliche Nachschlagebuch hat, knüpft in dieser Broschüre an einen bestimmten Fall an, für die Cautoren? Selbst Diejenigen, welche sonst ganz der die Gerichte beschäftigt hat. Es ist schade, daß er über fest beim Vorträgen der üblichen Synagogengesänge sind,? diesen Fall nichts Näheres mittheilt, was zum Interesse für werden es als eine Fundgrube des alten m::r: niefjt öermiffen 1 kßn Gegenstand beigetragen hätte. Judeß sind die Fragen, wollen. Den jüngeren Collegen hingegen ist es ein Wegweiser die er zu beantworten sich bemüht, auch an sich der Ausin ihrem Berufe. Es ist z. Z von hervorragenden Meistern merksamkeit werth. Es ist dabei vorausgesetzt, daß in den darüber geschrieben, und ich kann mich deshalb über dasselbe detr. Fällen das talmudische Recht noch Gültigkeit habe, sonst jedes Wortes enthalten. Aber ich wende mich nur darum' hat die Untersuchung nur theoretischen Werth. Zuerst frägt an die Adressaten, um dieselben auf die Fortsetzung dieses er, welche Autorität der Schulchan Aruch Caro's, Maimobedeutenden Werkes aufmerksam und dem verdienten Herausnides' und andere nachtalmudische Rabbineu besitzen, und geber diese möglich zu machen. Wer den Baal ffillab hat, erweist, daß diese, da der Talmud allein der jüdische Civilmuß auch diese besitzen. Die Fortsetzung besteht aus 2 Theilen, codex ist, nur Autorität als Interpreten des Talmuds haben, und zwar soll der erste Theil unter der Bezeichnung Baal , so daß man ihre Meinungen so oft verwerfen kann, als es t’tillak II. bringen: 1. den harmonischen Satz zum Baal i) Wir Deutsche sagen „holographisch", weil wir den griechit'tillab I., 2. neue Chorgesänge, Recitative und Präludien l&n sP”*uj; asper («;-.3^«Po;) aussprechen Man versteht unter ' , - , , . holographischem Testament ern wlches, das der Testator lelbst ge- (.imt und ohne Orgel- resp. Orchesterbeglertung) bei außer-, schrieben ohne gerichtliche Aufnahme und ohne Zeugenunterschrift.