Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 49 (1885)
- Issue
- Heft 13 (24.3.1885)
- Date
- 1885-03-24
- Page
- Seite 212 (sequence 12)
- Language
- German
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212 Bater als Lehrling eingetreten ist. Die Feier fand am verj gab er sein Mandat auf, um sich ganz der Wissenschaft und gangenen Sonntag in der Privatwohnung des Herrn Jacob I seinem Lehrstuhl der Statistik an der Universität Padua, Israel, Königgrätzer Straße 7, statt. Zu den Beglückwün-! deren Rectorat er zwei Mal bekleidete, zu widmen. Im schenden gehörte auch der Abg. Ludwig Löwe und der Stadt-! Jahre 1882 ließ er sich noch einmal überreden, einen Sitz verordnetenvorsteher Dr. Straßmann. Letzterer brachte dem! im Parlament anzunehmen. Bis zu seinem plötzlichen Tode Jubilar im Austrage des Vereins gegen Verarmung, zu! lag er emsig seinen literarischen Arbeiten ob, die sich auch deffen Hauptwohlthäter Herr I. Israel gehört, seine Glück-! auf das Gebiet der Geschichte ausdehnten. Seine letzte Schrift wünsche dar. Aber auch das Auerbach'sche Waisenhaus, die war: „Die Demokratie und die Schule", in welcher er seine Altersversorgungsanstalt der jüdischen Gemeinde, das Cura-! Ideen über die Schulsysteme entwickelte. Mehrere Deputirte torium der Kinderheilanstalt zu Colberg, der Berliner Ber- > und ein Minister widmeten ihm anerkennende Trauerworte ein junger Kaufleute, von denen allen der Jubilar langjähriger! in der Kammer. Wohlthäter ist, hatten Deputationen entsandt. Das Geschäfts-! Bonn, 9. März. (Literarische Notizen.) Man weiß, personal hatte ein von Sichel meisterhaft ausgeführtes Oelj daß die Frage nach der Lage des Paradieses eine alte und gemälde überreicht, das den Jubilar in Lebensgröße darstellt. —; stets in der verschiedensten Weise beantwortete Frage ist. Sie Aus Metz kommt uns die Trauerkunde zu, daß der liegt nahe, weil mitten in dem allegorischen Charakter der Großrabbiner I. Bigard am 11. d. M. im 57. Lebens-1 biblischen Erzählung vom Gan-Eden, wie ihn schon „der Baum jahre verschieden ist. Sein umfangreiches Wissen, sein hochherziger Charakter und seine vorurtheilslose Duldsamkeit des Erkenntnisses des Guten und Bösen" und die sprechende Schlange bezeichnen, Ortsangaben von geographischer Natur hatten ihm die allgemeine Hochachtung erworben. Bevor er j gegeben werden. Je näher aber die Frage, desto weiter die das Großrabbinat von Lothringen erhielt, fungirte er längere Antwort, da die aufgeführten Namen der Flüsse und Länder Zeit als Rabbiner in Pfalzburg. — Aus Posen schreibt theils ganz unbekannt, theils sehr ftaglich find und deshalb man uns: Am 12. d. M. fand hier die Beerdigung des Herrn > zu den mannichfaltigsten Hypothesen veranlassen. In diesen S. B. Schefftel statt, eines Mitgliedes früher des Rcpräsen- > Tagen erschien nun ein Buch, welches den stolzen Titel führt: tonten-, jetzt des Vorstands-Collegiums. Stets theologischen „Die Lösung der Paradiesesftage von Moritz Engel". Studien ergeben, beschäftigte er sich, nachdem er aus den i (Leipzig, Otto Schulze, 1885.) mit einer Karte. Unsrer Geschäften zurückgetreten, besonders mit dem Targum Onkelos, Meinung nach hat der Vers, die Lösung nicht weiter, vielüber welchen er eine wissenschaftliche Arbeit vorbereitete. Mit! mehr zurück gebracht. Der Vers, fand bei Wetzstein, daß der Revision war er nicht zu Ende gekommen; wahr-! östlich von Damaskus eine kleine Oase mit einem kleinen scheinlich wird sein Schwiegersohn, Herr vr. Perles aus München, die Arbeit fortsetzen. Sein Hinscheiden wird allgemein betrauert. — Aus Italien werden mehrere herbe Verluste durch Teich und kleinen Flüssen in der Nähe in der mit harten Steinen bedeckten Wüste sich befinde. Sofort war dies das langgesuchte Paradies! Um dies zu beweisen, ist er genöthigt. Alles, was in dem Textworte enthalten ist, aus den den Tod gemeldet. Es verschied im 83. Lebensjahre Ritter Kopf zu stellen. Eden heißt nach ihm nicht Wonne, sondern Joseph Raphael Levi, Großrabbiner von Bercelli, ein Mann von ebenso gründlichem theologischen Wissen, wie von ausgezeichnetem Charakter. Seit 1837 hatte er den Rabbinerstuhl seiner Vaterstadt inne. — Alsdann riß der Tod in der Blüthe des Lebens einen Mann von großen Verdiensten hin, der ebenso in der politischen, wie in der gelehrten Welt eine hervorragende Stelle cinnahm, Herrn Emil Morpurgo aus Padua, 48 Jahre alt. Zum Doktor der Rechte ernannt, gab er sich besonders dem Studium der Statistik und der politischen Oekonomie hin und veröffentlichte auf diesem Gebiete Werke von anerkanntem Werthe. In seinem 30. Jahre wurde er in die Deputirtenkammer gewählt. Als Abgeordneter zeichnete er sich so aus, daß er im Juli 1873 von Minghetti zum Generalsecretair des Ministeriums des Ackerbaues, der Jndurstie und des Handels ernannt ward. Auch in den Jahren 1874 und 1876 wurde er wieder in die Kämmer und von derselben zum Schriftführer gewählt. Aber 1879 Wüste, gegen allen Gebrauch des Wortes in der Schrift selbst, vgl. Jesajas 51, 3. Ps. 36, 9. Jeremias und Ezechiel sprechen von „den Bäumen Edens", letzteres vom Garten Edens unterscheidend, also verstehen sie keine mit harten Steinen bedeckte Wüste darunter. Der Vers, weiß sich zu helfen: den genannten Propheten spricht er die Kunde vom Lande Eden ab. Auf diese Weise kann man Alles nach Belieben ordnen. Ebenso Z'v~. Der Text ist sehr deutlich: „Ein Strom geht hervor aus Eden, den Garten zu feuchten, und von hier aus thcilt er sich und wird zu vier D'tr.x“, „Flüssen". Das ist einfach, und daß n*rsn Flüsse bedeutet, zeigen die folgenden Verse, denn sie werden alle vier aufgezählt, ihr Lauf beschrieben und sie genannt. Immerhin ist es schwer zu denken, daß ein Strom sich in vier Flüsse theilt, aber das darf uns doch nicht bewegen, dem Text Gewalt anzuthun. Der Vers, sieht im Gegentheil die vier Ströme sich zu einem vereinigen und durch den Garten