Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 49 (1885)
- Issue
- Heft 9 (24.2.1885)
- Date
- 1885-02-24
- Page
- Seite 141 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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141 1 bene „Zeuge" Goedsche, berüchtigten Andenkens. Derselbe' den Augen der Bevölkerung aufs Äußerste anschwärzt und hat ca. 20 Bände Schund- Schand- und Schauerromane i von jener verlangt, keinerlei Geschäft mit diesem zu treiben, (unter historischer Maske) geschrieben, die jetzt in Berlin bei i nichts von ihm zu kaufen und nichts an ihn zu verkaufen. Kogge & Fritze erscheinen und noch heute vom gebildeten Was der Haß und das Vorurtheil nicht bewirken, das thut Pöbel, wegen der in ihnen enthaltenen Zoten und Schauerdann die Furcht vor den Agitatoren. Ich könnte hiervon scenen verschlungen werden. Derartige Amiseinitiea, lagert; manches traurige Beispiel berichten. Aus anderen Gegenden Kreuzzeitungsgoedsche in seinen Sudelschriften öfters ab. *) der Rheinprovinz fehlt es an ähnlichen Hetzen nicht. Da ist Aus der Rheinprovinz, 12. Februar. (Privatmitth.) es besonders in Bonn die ultramontane „Deutsche Reichs- Es ist eine gegenwärtig unter unseren Glaubensgenossen vielzeitung", welche häufig die judcngehässigsten Artikel bringt verbreitete Meinung, daß die katholische Bevölkerung weniger , und es dabei mit den falschesten Behauptungen nicht genau antisemitisch gesinnt sei, als die protestantische. Es mag dies nimmt. Man kann dies z. B. aus einem Artikel der„Ponwohl hier und da der Fall sein; allein an Judenhaß und ner Zeitung" entnehmen, der folgendermaßen lautet: Judenhetze läßt es die ultramontane Presse, namentlich die in „Aachen, 7. Februar. In der Nummer vom 1. Febder Provinz, welche zumeist von Kaplänen redigirt und verruar der Bonner „Reichszeitung" befindet sich eine Corresorgt wird, nicht fehlen. Abgesehen davon, daß bekanntspondenz aus Aachen, in welcher betreffs des hiesigen Karnelich die ultramontane Presse es war, welche, der Kreuzzeitung valszuges ein ultramontaner Heißsporn Gelegenheit nimmt, nachfolgend, in den Jahren des sogenannten Kulturkampfes seinem Judenhaß Ausdruck zu geben. Es wird u. A. anden Antisemitismus mit grenzenloser Heftigkeit cinleitete und geführt, daß die „Hebräer" hier die bestgelegenen Geschäftsdie Rohlings und Justus dieser Partei angehören, es auch : Häuser besitzen, am Theater eine Hauptrolle spielen, in den ultramontane Vereine giebt, welche die Veröffentlichung ju-' Vorständen einiger Gesangvereine dominiren und auch nach dengehäffiger Pamphlete und Flugblätter als eine ihrer Aus-' und nach den Carneval fast ganz an sich geriffen haben, ja, gaben betrachten, giebt es in der Rheinprovinz eine nicht der Vorstand des Carnevals-Vereins soll fast nur mehr aus unbedeutende Zahl ultramontaner Blätter, welche täglich die »Hebräern" bestehen. Nun hat man auch noch (hört!) zum Juden schmähen und in jeder Weise verdächtigen und be- Vicepräses des Faschingszug-Comitvs (gegen den Willen des schuldigen, und die katholische Bevölkerung gegen die Juden betreffenden Herrn) den „semitischen" Redacteur des „Poliaufzuhetzen suchen. Es ist dies namentlich in den nördlichen' tischen Tageblattes" gewählt. Dem Schreiber dieses, der die Landstrichen der Rheinprovinz der Fall. Wenn diese Blätter' Aachener Verhältniffe genau kennt — Katholik! — ist es vor eine lügenhafte Nachricht gebracht haben, so bedarf es der: allen Dingen nicht bekannt, daß in irgend einem Vorstand Androhung durch das Preßgesetz, um einer Berichtigung einen! der vielen hiesigen Gesangverrine die Israeliten dominiren Platz zu erobern. Man darf den Einfluß dieser Presse, na- 5 oder auch nur in mehrfacher Anzahl vertreten sind, im Bormentlich wo sie durch Geistliche befördert wird, nicht unter-! stand des Carnevalsvereins ist noch immer, wie seit langen schätzen. In den kleinen Städten und in Dörfern, wo Ju-j Jahren, von den 11 Mitgliedern eines jüdischer Confession den nur in geringer Zahl oder vereinzelt wohnen, geht cs! und wer dieses Mitglied kennt, weiß, daß bei ihm rheinischer diesen herzlich schlecht? Man entzieht ihnen ihren bisherigeni Witz und Humor gut aufgehoben sind. Bezüglich der Wahl ehrlichen und mühsamen Erwerb, indem man den Juden in! zum Comito de» Faschingvzugcs ist in Aachen gegenwärtig _ sowohl wie in den vorhergehenden Jahren in den maßgeben- . .. .. den Kreisen nach dem Grundsatz verfahren worden, daß nicht 1) Unsere 2eser wißen, datz wir stets bereu pud, eurer Berich . ... t ,, ' tigung Raum zu gewähren. Tenn keine Redaktion kann verhindern, die Eonseßion, sondern die Ehrenhaftigkeit und Brauchbarkeit daß sich einmal ein Jrrthum einschleicht. Wenn die Redaktion der j,e» Wählenden den Ausschlag gegeben haben. Die von Archives isr. aus einem Berschen, das uns in der Berwech-.'liUig von . ...r. * Paris und l^hon, bei einer kleinen Rotiz begegnet ist, viel ttä rm schlägt, der „Reichv^eitung gebrachte gehässige Notiz kann nur in so bemerken wir. daß wir es nicht der Mühe werth halten, die vielen fccm leider hier üppig wuchernden eonfeffionellen Haß seinen wirklichen Schnitzer, geographische und sogar cultuelle — z. B- . . die Verwechslung der Bedeutung von Schabuoth und Luceoth — llrsprung haven. welche dem Arcti. isr. passiren, zu registriren. Fügt nun die Redac- ' tion der Arch. isr. hinzu, daß wir aus ihrem Blatte Notizen ohne! Oesterreich-Ungarn. Quellenangabe entnehmen, so wünschen wir ihr ein besseres Gedacht Nlß. Sie würde sich sonst erinnern, daß wir stets gewissenhaft m; Wien, V». Februar. (Budget-Ausschuß.) Im Laufe der einem solchen Falle die Quellen angaben, daß wir aber wiederholt etwas längeren Artikel der Arcb. isr. benutzten, diese als Quelle an nächsten Session eingebracht wird. -- * »• 52 de- «o-i»« _ Dr. Mandl, welcher dur durch seinen Prozeß mit dem s